Das Berufswahlmagazin 02/13 - Hintergrund

Schwerpunktthema "Berufe mit Metall"

Die Ausgabe 02/13 des planet-beruf.de-Berufswahlmagazins stellt Berufe mit Metall in den Fokus. Schülerinnen und Schüler lesen über verschiedene Ausbildungsberufe und Aufgabenfelder aus der Metallbranche. Ab dieser Ausgabe werden zusätzlich Arbeitsblätter und eine Checkliste zum Schwerpunkt angeboten.

Zwei junge Frauen bedienen eine Maschine.
Zwei Auszubildende setzen ein Werkstück richtig in eine Maschine ein.

Die Metallindustrie zählt zu den wichtigsten Branchen in Deutschland und ist ein Pfeiler der dualen Berufsausbildung: Im Ausbildungsjahr 2012 ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den Metall- und Elektroberufen auf 73.550 gestiegen. Die meist mittelständischen Unternehmen der deutschen Metallindustrie sind auf die industrielle Be- und Verarbeitung von Metall spezialisiert, dazu gehören die Stahlindustrie, die Nichteisen-Metallwirtschaft, die Gießerei-Industrie sowie die Stahl- und Metallverarbeitung. Insgesamt werden in mehr als 23.000 Betrieben ca. 3,6 Mio. Menschen beschäftigt. Metalle und Metallerzeugnisse aus Deutschland sind außerdem ein gefragtes Exportgut: Mit 60,62 Milliarden Euro gehörten diese Produkte zu den bedeutendsten Handelswaren im Jahr 2011.

Durch die große Bedeutung der Metallbranche verwundert es nicht, dass die Betriebe sehr bemüht sind, selbst auszubilden, um den benötigten Fachkräftenachwuchs zu sichern. Dadurch ergibt sich für interessierte Jugendliche eine große Chance, eine Ausbildungsstelle zu finden. Nach Angaben des Gesamtverbands der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V. (GESAMTMETALL) ist in vielen Betrieben mit der Berufsausbildung aber noch nicht das Ende von Förderung und Qualifizierung erreicht: Die berufliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter/innen ist den Unternehmen ein Hauptanliegen.

Auch für Mädchen stehen verschiedenste Berufe der Technik- und Metallindustrie offen. Schon heute sind um die 20 Prozent der 3,4 Mio. Beschäftigten in der Metall- und Elektro-Industrie Frauen, allerdings häufig als An- oder Ungelernte. Bildungspolitik und Wirtschaft haben dieses Problem erkannt und versuchen, technisch begabte und interessierte Mädchen für technische Ausbildungsgänge zu gewinnen.

Berufswahlmagazin 02/2013

Titelbild Berufswahlmagazin 02/2013

Ziel dieser Ausgabe ist es, den Jugendlichen ein Bild über die verschiedenen Berufe rund um Metall zu vermitteln. Neben unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der Branche werden auch die Stärken beschrieben, die für den jeweiligen Beruf benötigt werden, und es wird auf die beruflichen Perspektiven eingegangen.

Neu in dieser Ausgabe sind die Arbeitsblätter und Checklisten, anhand derer Jugendliche prüfen können, ob sich ihre eigenen Interessen mit denen für Metallberufe decken oder mit deren Hilfe sie z.B. Informationen zu den Tätigkeiten in Metallberufen erarbeiten.

  • "Wenn Funken fliegen..." - Ein angehender Feinwerkmechaniker und ein Metallbauer erzählen von ihren Tätigkeiten bei der Metallbearbeitung und erklären, welche Stärken man für ihre Ausbildungen braucht.
  • In dem Beitrag "Ein Mädchen mit Mumm" kommt eine Zerspanungsmechanikerin zu Wort. Sie berichtet von ihrer Arbeit an der Fräsmaschine und ihren Erfahrungen als Mädchen in einem metallproduzierenden Betrieb.
  • Im Arbeitsblatt "Stärken in Metallberufen" werden 4 Berufe aus der Metallbranche genannt und die jeweiligen Tätigkeiten vorgestellt. Die Jugendlichen ergänzen jeweils eine wesentliche Stärke.
  • Eine Personalverantwortliche spricht über die Ausbildung und Perspektiven in der Metallbranche und weiß, dass 'Made in Germany' überzeugt.
  • Der amtierende Deutsche Meister im CNC-Drehen gibt im Beitrag "Wer dreht am schnellsten?" Einblicke in seine Vorbereitungen für den Wettbewerb "WordSkills 2013" in Leipzig, der WM der Berufe.

Innerhalb des Berufswahlmagazins 02/13 lernen die Jugendlichen folgende Berufe näher kennen:

  • Feinwerkmechaniker/in
    Statistik: 3.054 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im Jahr 2012 (132 davon weiblich); Schulische Vorbildung der Ausbildungsanfänger/innen 2011: 40 % Hauptschulabschluss, 51 % mittlerer Bildungsabschluss, 7 % Hochschulreife
  • Metallbauer/in (Fachrichtung Konstruktionstechnik)
    Statistik: 6.903 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im Jahr 2012 (111 davon weiblich); Schulische Vorbildung der Ausbildungsanfänger/innen 2011: 60 % Hauptschulabschluss, 32 % mittlerer Bildungsabschluss, 3 % Hochschulreife
  • Anlagenmechaniker/in
    Statistik: 1.179 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im Jahr 2012 (18 davon weiblich); Schulische Vorbildung der Ausbildungsanfänger/innen 2011: 29 % Hauptschulabschluss, 58 % mittlerer Bildungsabschluss, 11 % Hochschulreife
  • Zerspanungsmechaniker/in
    Statistik: 1.176 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im Jahr 2012 (84 davon weiblich); Schulische Vorbildung der Ausbildungsanfänger/innen 2011: 31 % Hauptschulabschluss, 57 % mittlerer Bildungsabschluss, 9 % Hochschulreife

Stars im Mittelpunkt

Nicht nur musikalische, sondern auch handwerkliche Stärken gehören zu den Talenten von DJ Sepalot alias Sebastian Weiss. Der DJ und Produzent der Hip-Hop-Band Blumentopf spricht über das aktuelle Album seiner Band und berichtet, welche Erfahrungen er mit Metall gemacht hat.

Kernbotschaften des Magazins

  • Die Metallbranche ist ein wichtiger Wirtschaftszweig
    Metall und Metallerzeugnisse sind ein bedeutsamer Bestandteil der deutschen Exportwirtschaft. Die Unternehmen der Branche haben einen hohen Bedarf an Fachkräften und bieten zahlreiche Ausbildungsplätze an.
  • Viele Unternehmen bilden in verschiedenen Berufen aus
    Zur Sicherung des Nachwuchses bildet der Großteil der Unternehmen in den verschiedensten Berufen von Metallerzeugung bis Metallbau aus.
  • Die beruflichen Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten sind sehr gut
    Die Unternehmen der Metallbranche setzen auf die berufliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter/innen, um konkurrenzfähig zu sein. Für Jugendliche ergeben sich langfristig gute Verdienst- und Entfaltungsmöglichkeiten.
  • Die Unternehmen wünschen sich einen höheren Frauenanteil
    Der Anteil an gut qualifizierten weiblichen Nachwuchsfachkräften ist noch gering. Politik und Wirtschaft arbeiten daran, Metall- und Technikberufe bei Mädchen beliebter zu machen, da sich diese durch ihre Stärken und aufgrund verbesserter Hilfsmittel, beispielsweise in der Metallfertigung, genauso gut eignen.

Arbeitsblatt: Berufswahlmagazin

Mit dem Arbeitsblatt können sich Ihre Schüler/innen parallel zur Lektüre des Magazins wesentliche Inhalte eigenständig erarbeiten und es für ihre weitere Berufswahl verwenden.

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Stand: 17.04.2013