Das Berufswahlmagazin 01/15

Schwerpunktthema "Entdeck deine Stärken - Praktikum & Co."

Die Ausgabe 01/15 des Berufswahlmagazins zeigt auf, wie Jugendliche ihre Stärken entdecken können. Es gibt dabei viele Möglichkeiten für Jugendliche: Praktikum, Schülerfirma oder freiwilliges Engagement, z.B. in einem Verein.

Ein junger Mann öffnet die Verpackung eines Kartons.
Durch ein Praktikum kann man herausfinden, ob eine Tätigkeit im Einzelhandel zu den eigenen Stärken passt.

Aktuelle Situation

Was kann ich gut? Was sind meine Stärken? Welche Berufe passen zu meinen Stärken? Das sind die Kernfragen, mit denen sich Jugendliche in der Berufsorientierung intensiv auseinandersetzen müssen. Antworten auf diese Fragen bekommen Jugendliche einerseits im direkten Gespräch mit ihnen nahestehenden Personen und andererseits beim Ausprobieren in der Praxis.

Stärken durch schulische Angebote erkennen

Auch in den Schulen selbst gibt es für die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die eigenen Stärken zu entdecken: In vielen Schulen können sie sich in Schülerfirmen engagieren oder Arbeitsgemeinschaften (AG) besuchen. Die AGs werden außerhalb des Unterrichts angeboten und widmen sich unterschiedlichen Themen wie das Erstellen einer Schülerzeitung oder der Informatik (z.B. Computer-AG). Die Teilnahme an solchen Arbeitsgemeinschaften ist freiwillig.

Um die Berufsorientierung zu sichern und die Berufswahlkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken, sind außerdem Maßnahmen zur beruflichen Orientierung und beruflichen Bildung an Praxistagen wie u.a. Betriebserkundungen, Unterricht in Kooperation mit berufsbildenden Schulen oder berufspraktische Projekte sowie praxisorientierte Lernphasen innerhalb des Fachunterrichts hilfreich.

Online Stärken erkunden

Orientierungshilfe gibt es auch im Netz: Das Selbsterkundungsprogramm BERUFE-Universum  der Bundesagentur für Arbeit hilft Schülerinnen und Schülern, ihre beruflichen Interessen und Stärken zu erkunden und einen passenden Beruf für sich zu finden. Auf drei Stationen erfahren die Schülerinnen und Schüler, welche Berufe zu ihren Interessen passen, für welche Berufe sie aufgrund ihrer persönlichen Stärken geeignet sind und in welchen Berufen sie mit ihren schulischen Voraussetzungen und Verhaltensweisen gute Chancen haben.

Ins Berufsleben schnuppern

Viele Schüler/innen absolvieren während der Schulzeit ein Praktikum und tauschen somit den Schulalltag gegen die Berufswelt. Es gibt verschiedene Arten von Praktika: So dauert ein Schülerpraktikum, bei dem es sich um ein verpflichtendes Praktikum handelt, meist bis zu zwei oder drei Wochen. Es empfiehlt sich, sich vor Beginn eines Praktikums über die Rechte und Pflichten zu informieren. Neben dem Schülerpraktikum gibt es z.B. das Schnupperpraktikum, in denen Schülerinnen und Schüler für einige Tage hinter die Kulissen eines Betriebs blicken oder das Fachpraktikum, das der Vertiefung fachlicher Kenntnisse dient und in der Regel nach dem Schulabschluss oder während der Berufsfachschule absolviert wird.

Mithilfe einer Einstiegsqualifizierung (EQ) kann Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach ihrem Schulabschluss der Weg in das Berufsleben erleichtert werden. "Jugendliche, die nur einen schlechten Schulabschluss vorweisen können oder andere Schwierigkeiten haben, haben es am Ausbildungsmarkt oft schwer. (…) Genau da setzt die Einstiegsqualifizierung an: einerseits bietet das Langzeitpraktikum Arbeitgebern die Möglichkeit, sich von den Fähigkeiten eines Jugendlichen jenseits von Schulnoten zu überzeugen. Andererseits kann ein Jugendlicher unter Beweis stellen, dass er sich für eine Ausbildung eignet - und in der Zeit der Einstiegsqualifizierung neues Wissen erlernen, das für eine Ausbildung notwendig ist," so Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. Das Langzeitpraktikum richtet sich an Jugendliche mit aus individuellen Gründen eingeschränkten Vermittlungsperspektiven (EQ) bzw. Jugendliche, die nicht voll ausbildungsreif, lernschwächer sind (EQ Plus).

Berufswahlmagazin 01/15

In dieser Ausgabe geht es darum, wie Jugendliche ihre Stärken entdecken können. Es wird aufgezeigt, welche Arten von Praktika es gibt, und die Schüler/innen erhalten Tipps, wie sie einen geeigneten Praktikumsplatz finden.

  • In dem Beitrag "Praktikum ist nicht gleich Praktikum" werden die unterschiedlichen Praktikumsarten und die entsprechenden Versicherungsmöglichkeiten vorgestellt.
  • In "Dem Wunschberuf ein Stück näher" berichtet Aline über ihr Praktikum, durch das sie auf ihren Wunschberuf Kauffrau im Einzelhandel aufmerksam geworden ist. Jennifer hingegen hat durch ihr Praktikum in einer Kanzlei gemerkt, dass dies nicht der richtige Weg für sie ist.
  • Vanessa und Manuel erzählen in "So erforschten wir unsere Stärken" über ihr Engagement in einem Kindergarten bzw. bei der Freiwilligen Feuerwehr und einem Alten- und Pflegeheim. Sie gehen darauf ein, wie sie dabei ihre Stärken entdeckt haben bzw. einsetzen konnten.
  • Das überarbeitete BERUFE-Universum steht im Mittelpunkt des Beitrags. Den Jugendlichen wird aufgezeigt, wie sie mithilfe des Programms ihre Stärken entdecken können.
  • Hilfreiche Tipps, wie man einen Praktikumsplatz findet, gibt es im Beitrag "Geh die Praktikumssuche aktiv an!". Es werden den Schülerinnen und Schülern Quellen wie Internet, Eltern, Lehrkräfte und Bekannte aufgezeigt. Zudem wird erklärt, wie und wo sie am besten recherchieren.
  • In "Neugierig sein und Fragen stellen" erklärt die Personalverantwortliche Kathleen Markula, auf was sie achtet, wenn sie Praktikanten und Praktikantinnen auswählt.
  • Die App "Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch" wird vorgestellt und eine Anweisung gegeben, wo und wie diese heruntergeladen werden kann.
  • Samuel berichtet im Beitrag "Naschen gehört zum Geschäft" über die Schülerfirma "Naschwerk". Er erzählt, welche Aufgaben er hat und wie dieses Engagement ihm auch im Berufsleben weiterhelfen kann.
  • Auf die Bedeutung von Praktikumsbescheinigungen und -zeugnissen wird in "Berufspraxis bescheinigt" eingegangen. Es werden die Unterschiede aufgezeigt und was alles in ein Praktikumszeugnis gehört.
  • Im Beitrag "Mein Tag im Praktikum" beschreibt Fabienne ihre Aufgaben als Praktikantin in einem Hotel.

Star im Mittelpunkt

Die Schauspielerin Anna-Katharina Samsel erzählt im Interview, wie sie Schule und Leistungssport unter einen Hut gebracht hat und wo ihre Stärken liegen.

Kernbotschaften

  • Stärken sind wichtig

Um den passenden Beruf zu finden, ist es für die Jugendlichen wichtig, ihre Stärken zu entdecken. Durch die gute Lage auf dem Ausbildungsmarkt haben die Schüler/innen die Möglichkeit, einen Beruf passend zu ihren Stärken und Interessen zu wählen.

  • Freiwilliges Engagement

Sei es in der Schule, bei der freiwilligen Feuerwehr oder im Sportverein - durch freiwilliges Engagement werden die Jugendlichen selbstständiger und können zugleich entdecken, was ihnen gefällt und worin ihre Stärken liegen.

  • Bedeutung von Praktika

Durch Praktika können die Schüler/innen herausfinden, ob ihnen diese Ausbildung gefällt und vor allem auch, ob diese zu ihnen passt. Gleichzeitig können sie ihre Stärken weiterentwickeln und ihren Lebenslauf aufbessern.

Arbeitsblatt: Berufswahlmagazin

Mit dem Arbeitsblatt erarbeiten sich Ihre Schüler/innen parallel zur Lektüre des Magazins wesentliche Inhalte eigenständig.

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Stand: 11.03.2015
Berufe Entdecker
BWT

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