Berufswahlmagazin 01/14 - Hintergrund

Schwerpunktthema "Berufe rund um Chemie, Pharmazie und Kunststoff"

In der Ausgabe 01/14 des Berufswahlmagazins liegt der Schwerpunkt auf Berufen aus den Bereichen Chemie, Pharmazie und Kunststoff. Die Jugendlichen erhalten einen Überblick über die unterschiedlichen Ausbildungsberufe und erfahren, welche Stärken für diese benötigt werden.

Ein junger Mann im Labor.
Die Zukunftsaussichten in der Chemiebranche sind gut.

Firmen der Chemie- und Pharmaziebranche sowie die Kunststoff verarbeitende Industrie sind zunehmend vom fehlenden Fachkräftenachwuchs betroffen und die Anzahl nicht besetzter Ausbildungsstellen steigt stetig.  Naturwissenschaftliches Verständnis und technisches Geschick sind für die zumeist dualen Berufsausbildungen der Fachrichtungen Chemie, Pharmazie und Kunststoff unabdingbar; deshalb bemüht sich die Branche mit aktivem Marketing, Jugendliche für die "MINT-Fächer" zu begeistern.

Ausbildungsvielfalt in der Chemiebranche

Die Branche ist mit rund 1.900 Unternehmen und einem Gesamtumsatz von rund 145 Milliarden Euro im Jahr 2012 die drittgrößte Branche in Deutschland. Die Chemie bietet eine enorme Vielfalt sowohl in naturwissenschaftlichen und kaufmännischen Berufen als auch in der IT und in den Medien. Jedes Jahr werden mehr als 9.500 Ausbildungsplätze vergeben. Im Vergleich zum Jahr 2003 ist das ein Zuwachs von 11 Prozent. Insgesamt gibt es in der Chemiebranche rund 27.000 Auszubildende.
Die Weiterbildungsangebote nach der Erstausbildung sind vielfältig und werden von gut 2/3 der Beschäftigten in der Chemiebranche genutzt.  Die Branche investiert jährlich über 1.400 Euro pro Mitarbeiter/in in die Weiterbildung und liegt damit weit über dem Durchschnitt, der sich auf circa 1.000 Euro beläuft. Im Jahr 2010 haben 93 Prozent aller Chemieunternehmen ihre Mitarbeiter/innen weitergebildet. 13 Prozent aller Beschäftigten in der Chemiebranche haben sich zum/zur Meister/in, Techniker/in oder Fachwirt/in weiterqualifiziert.

Pharmazie: Eine Branche mit Zuwachs

Eine junge Frau berät eine Kundin in der Apotheke.
Neben pharmazeutischen Kenntnissen braucht man in Apotheken auch Geschick im Umgang mit Kunden.

In dieser Branche werden pharmazeutische Grundstoffe sowie sonstige pharmazeutische Erzeugnisse wie Jodlösungen oder Vitamine produziert.  Diese Erzeugnisse machen über 20 Prozent der gesamten Chemieproduktion aus.  2012 belief sich die Zahl der Beschäftigten in der Pharmabranche auf 110.006. Das entspricht einem Zuwachs von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.  Hier gibt es entsprechend Potential für Ausbildungsstellen.

Experten in Sachen Kunststoff

Die Vielfalt an Industriezweigen, die Kunststoffe verarbeiten, ist groß. Am häufigsten kommt Kunststoff in der Verpackungsbranche mit einem Anteil von 34,7 Prozent und in der Baubranche (23,4 Prozent) zum Einsatz. Der Anteil "Sonstiger Branchen" beläuft sich auf 13,7 Prozent. Weiterhin verarbeitet wird Kunststoff in der Fahrzeugbranche, in der Elektrobranche/Elektronik, bei Haushaltwaren, im Bereich "Möbel", in der Landwirtschaft und in der Medizin. Derzeit gibt es in Deutschland rund 2.825 Kunststoff verarbeitende Betriebe, die insgesamt 299.000 Arbeitnehmer/innen beschäftigen.

Berufswahlmagazin 01/14

In dieser Ausgabe stehen Berufe rund um Chemie, Pharmazie und Kunststoff im Mittelpunkt. Die Jugendlichen bekommen verschiedene Berufe aus dieser Branche vorgestellt und die dazugehörigen Aufgaben erläutert. Anhand von Fragen und Aufgaben, die z.B. in Arbeitsblättern gestellt werden, erfahren sie mehr über diesen Bereich.

  • In "Vom Experimentieren, Forschen & Formen" werden Berufe zu den einzelnen Bereichen in je drei Tabellen (Chemie, Pharmazie und Kunststoff) vorgestellt.
  • In dem Arbeitsblatt "Moleküle & Co. - Kennst du dich aus?" sollen die Schüler/innen Zahlen und Fakten zum Schwerpunktthema richtig erkennen oder zuordnen.
  • In "Experiment Rhabarberwurzeltönung" erzählt Jennifer über ihr Experiment, mit dem sie beim Wettbewerb "NANU?! Realschule experimentiert" gemeinsam mit zwei Mitschülerinnen den 1. Platz belegt hat.
  • In dem Beitrag "Arbeitsort Apotheke - Verkauf, Service und Logistik" beschreiben die angehende Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte Laura und die angehende Pharmazeutisch-technische Angestellte Stephanie ihre Aufgaben in der Apotheke. Dabei werden den Schülerinnen und Schülern die Unterschiede der beiden Berufe verdeutlicht.
  • Anhand der Checkliste "Stärken für Berufe mit Chemie & Co." werden Stärken aufgezeigt, die für die entsprechenden Berufe benötigt werden. Dadurch können die Jugendlichen überprüfen, ob Berufe aus den jeweiligen Branchen für sie geeignet sind.
  • In "Vom Granulat zum Bauteil" erzählen die Auszubildenden Thomas und Robert über ihre Aufgaben als Verfahrensmechaniker Kunststoff/Kautschuk und wie sie den Kunststoff bearbeiten.
  • Annika, die eine Weiterbildung zur Techniker/in der Fachrichtung Chemietechnik gemacht hat, beschreibt in "Meine Formel: Ausbildung und dann weiter!" ihre Weiterbildung und warum sie sich für diesen Weg entschieden hat.
  • Im Beitrag "Die Mischung macht’s" stellen Martina, eine angehende Produktionsfachkraft Chemie, und Matthias, ein angehender Chemikant, u.a. ihren Berufsalltag vor. In einem Statement erklärt ein Ausbilder, worauf sie bei der Auswahl der Azubis achten.

Star im Mittelpunkt

Cover Berufswahlmagazin 01/14

Der Berliner Sänger Tim Bendzko erzählt im Interview, wie er seinen Wunschberuf entdeckt hat und wie wichtig ihm die Chemie zwischen ihm und seinen Fans ist.

Kernbotschaften

  • Große Auswahl an Ausbildungsberufen

    Im Bereich Chemie, Pharmazie und Kunststoff gibt es eine große Anzahl an Ausbildungsberufen. Dies erhöht die Ausbildungschancen der Jugendlichen.

  • Wichtiger Wirtschaftszweig

    Die Chemiebranche ist die drittgrößte Branche in Deutschland. Durch das wirtschaftliche Wachstum in der Branche erhöht sich auch die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften und die Anzahl der Ausbildungsplätze steigt aufgrund dessen stetig.

  • Breitgefächerte Inhalte

    Wegen der großen Anzahl an Ausbildungsberufen existiert auch eine große Vielfalt an Ausbildungsberufen, z.B. im naturwissenschaftlichen als auch im kaufmännischen Bereich. Dadurch werden viele Stärken abgedeckt und es ist für fast jede/n etwas dabei.

  • Gute Zukunftsperspektiven

    Die Branche gehört zu den produktivsten, innovativsten und forschungsintensivsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Fast alle Auszubildenden werden nach ihrem erfolgreichen Abschluss übernommen.

Arbeitsblatt: Berufswahlmagazin

Mit dem Arbeitsblatt können sich Ihre Schüler/innen parallel zur Lektüre des Magazins wesentliche Inhalte eigenständig erarbeiten und es für ihre weitere Berufswahl verwenden.

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Stand: 12.03.2014