Das Berufswahlmagazin 04/19

Schwerpunktthema "Grüne Arbeitswelt - Berufe mit nachhaltiger Wirkung"

Die Ausgabe 04/2019 des Berufswahlmagazins informiert über das Thema Umweltschutz und grüne Berufe. Jugendliche erfahren, dass man in vielen verschiedenen Berufen mit dem Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu tun haben kann.

Eine junge Frau kontrolliert Pflanzen in einer Gärtnerei.
Neben den klassischen grünen Berufen wie etwa Gärtner/in gibt es viele weitere Berufe, in denen man im Bereich Umweltschutz tätig werden kann.

Aktuelle Situation

Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sind zentrale Themen der Gegenwart und Zukunft, die auch in der Berufswelt immer stärker an Bedeutung gewinnen. "Auch jenseits der unstrittig "grünen" Branchen richten immer mehr Einzelunternehmen ihre Produktionsmethoden und Angebote auf eine ökologische und sozial verträgliche Wirtschaftsweise aus", berichtet das Netzwerk Grüne Arbeitswelt.  Neben den klassischen grünen Berufen des Agrar- und Ernährungsbereichs (beispielsweise Forstwirt/in oder Gärtner/in) gibt es mittlerweile eine Vielzahl von weiteren Ausbildungsberufen, in denen Umwelt- und Naturschutzschutz, grüne Technologien und Klimaschutzforschung eine immer größere Rolle spielen, etwa klimaneutraler Tourismus bei Kaufleuten für Tourismus und Freizeit oder "grüne Finanzprodukte" bei Bankkaufleuten.

Wie aktuell die "Fridays For Future"-Bewegung beweist, wächst bei vielen jungen Menschen das Bewusstsein für Umweltthemen. Und auch das Interesse an Berufen und Arbeitgebern, bei denen Nachhaltigkeit eine Rolle spielt, nimmt zu. Initiativen wie das Netzwerk Grüne Arbeitswelt wurden ins Leben gerufen, um u.a. für eine bessere Berufsorientierung in der grünen Arbeitswelt zu sorgen. 

Junge Menschen haben in der grünen Arbeitswelt gute Zukunftsaussichten, denn die Anzahl der Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft wächst. Längst ist die Umweltbranche kein Nischenbereich mehr, sondern stellt einen wichtigen Anteil der deutschen Wirtschaft.  2017 waren laut Umweltbundesamt mehr als 2,8 Millionen Menschen im Umweltschutz tätig. Das entspricht einem Anteil von 6,4 Prozent aller Erwerbstätigen.

Ziele und Inhalte der Ausgabe 04/2019

Das Berufswahlmagazin 04/2019 zeigt die vielfältigen beruflichen Möglichkeiten der grünen Arbeitswelt auf und schlägt dabei eine Brücke von den klassischen Berufsbildern zu den weniger bekannten Tätigkeiten mit Umwelt- und Klimabezug. Hierfür werden unterschiedliche Bereiche und Berufsbilder vorgestellt sowie Möglichkeiten, sich in Umweltprojekten zu engagieren. Das Berufswahlmagazin geht außerdem auf Weiterbildungsmöglichkeiten ein und testet das Wissen der Jugendlichen zu diesem Thema.

Beiträge zum Schwerpunktthema:

Die Leserinnen und Leser erhalten durch folgende Beiträge einen Einblick in das Schwerpunktthema "Grüne Arbeitswelt - Berufe mit nachhaltiger Wirkung":

  • In der Klassenaktion machen sich die Schüler/innen Gedanken über ihren ökologischen Fußabdruck. Anschließend überlegen sie sich in Gruppen, wie sie in ihrem Alltag umweltfreundlicher agieren können. (S. 2)
  • Eine Grafik veranschaulicht die große Bandbreite der Ausbildungsberufe, die im Dienst der Umwelt stehen können. Es wird thematisiert, dass man auch mit Ausbildungen z.B. in der IT, im Handel oder bei Banken "grün" arbeiten kann. (S. 6-7)
  • Krischan Ostenrath vom Netzwerk Grüne Arbeitswelt stellt die beruflichen Möglichkeiten in der grünen Arbeitswelt vor. Dabei wird deutlich, dass es im diesem Bereich nicht nur die klassischen Umweltberufe gibt. (S. 8)
  • Ein Bericht informiert über grüne Projekte an Schulen, z.B. eine  Umwelt-AG. In einem Statement spricht Felix von den Umwelt-Tagen an seiner Schule. (S. 9)
  • Fenna arbeitet bei einem Windenergieanlagen-Hersteller. Im Interview stellt sie ihren Ausbildungsberuf, Elektroniker/in für Betriebstechnik, vor. (S. 10-11)
  • Tobias arbeitet als Landwirt/in in einem Biobetrieb. In der Reportage berichtet er über seine Ausbildung und erzählt, was das Besondere an der Tätigkeit in der biologischen Landwirtschaft, im Vergleich zur konventionellen Tier- und Pflanzenzucht, ist. (S. 14-15)
  • Eveline macht ihre Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel in einem Biosupermarkt. Sie geht im Interview darauf ein, warum sie sich dafür entschieden hat und was das Besondere bei der Ausbildung in einem Betrieb für ökologische Produkte ist. (S. 16-17)
  • In einer Reportage stellt Andreas die Weiterbildung zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Umweltschutztechnik vor. Er berichtet von seinen Aufgaben bei der Entsorgung von Sonderabfällen. (S. 18-19)
  • Der Beitrag informiert die Schüler/innen über ehrenamtliche Tätigkeiten, die sich mit dem Umweltschutz beschäftigen, z.B. beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) im Bereich Biotoppflege. (S. 21).
  • Auf einem Arbeitsblatt sollen "grüne Tätigkeiten" den passenden Berufen zugeordnet werden. Lösungsbeispiel: "Die Böden mit organischem Dünger düngen - Landwirt/in". Zur Auswahl stehen dabei auch "nicht-grüne Tätigkeiten", die ausgeschlossen werden sollen. (S. 20).
  • Der Beruf Fachkraft für Wasserversorgungstechnik wird in der Kategorie "Unbekannte Berufe entdecken" kurz vorgestellt. (S. 22)

Star im Mittelpunkt: Lucas Reiber

Der Schauspieler Lucas Reiber (geboren 1993 in Berlin) wurde als "Ploppi" aus der Filmreihe "Fack ju Göhte" bekannt. Seine Schauspielkarriere begann im Alter von 10, als er im Musical "Les Miserables" mitspielte. 2009 bekam er seine erste Filmrolle. Seitdem war er in vielen Fernsehfilmen und Fernsehserien zu sehen und hatte verschiedene Theaterengagements. 2016 erhielt der den New Faces Award als bester Nachwuchsschauspieler für seine Rolle in dem Film "Die Mutter des Mörders" und den Bayerischen Filmpreis als bester Nachwuchsschauspieler für seine Rolle in "Fack ju Göhte 2". (S.12-13)

Kernbotschaften

  • Grüne Berufe sind vielfältig

Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit einem Ausbildungsberuf für den Umweltschutz und das Thema Nachhaltigkeit zu engagieren. Wer einen grünen Beruf wählt arbeitet nicht unbedingt im Freien und hat mit Pflanzen und Tieren zu tun. Grüne Berufe finden sich in zahlreichen Branchen wie der IT, dem Handel oder in Produktion und Technik.

  • Nachhaltiges Engagement hilft bei der Berufsorientierung

Ob ehrenamtliche Tätigkeiten nach der Schule oder die Mitarbeit in der Umwelt-AG - der Nachweis einer freiwilligen Aktivität für den Umweltschutz ist in späteren Bewerbungen gern gesehen. Schüler/innen können sich so für die Gesellschaft engagieren und dabei wertvolle Soft Skills erwerben.

  • Gute Zukunftsaussichten

Das Umweltbewusstsein der Bevölkerung wächst und auch Politik und Wirtschaft engagieren sich zunehmend in diesem Bereich. Damit steigt die Nachfrage nach Fachkräften in den grünen Berufen. Das Berufsfeld bietet vielfältige Aufgaben in zukunftsträchtigen Bereichen. Jugendliche haben gute Chancen, einen passenden Ausbildungsplatz zu finden.

  • Die Welt von morgen mitgestalten

Gleich wie die Welt von morgen aussehen wird, mit einem Fokus auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit haben Jugendliche die Chance, die Zukunft aktiv mitzugestalten, sei es bei Themen wie erneuerbaren Energien, umweltschonende Produktion oder fairer Konsum.

Seite bewerten

Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 4.3 von 5. 3 Stimme(n). Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
Stand: 06.11.2019