Das Berufswahlmagazin 03/19

Schwerpunktthema "Bewerben - so geht‘s"

Die Ausgabe 03/2019 des Berufswahlmagazins informiert über alle Schritte des Bewerbungsprozesses. Jugendliche erfahren, wie Bewerbungsmappen aufgebaut sind und worin der Unterschied der verschiedenen Bewerbungsformen besteht. Es wird auch darauf eingegangen, wann der richtige Zeitpunkt für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz ist.

Ein Mädchen hält eine Bewerbungsmappe in der Hand.
Jugendliche können sich für einen Ausbildungsplatz oft online bewerben.

Aktuelle Situation

Eine betriebliche Ausbildung ist für viele Schülerinnen und Schüler der Start in das Berufsleben. Der erste Schritt dafür ist die Bewerbung bei einem Ausbildungsbetrieb. Doch laut DIHK-Ausbildungsumfrage 2018 erhalten immer mehr Unternehmen gar keine Bewerbungen für freie Ausbildungsstellen. So haben im Jahr 2017 17.000 Betriebe keine Bewerbungen für Ausbildungsplätze erhalten. Damit ist die Quote im Vergleich zum Vorjahr noch einmal angestiegen. Insbesondere die Gastronomie und die Baubranche sind von dieser Entwicklung betroffen. Die Unternehmen sind zudem mit der Qualität der Bewerbungen oft nicht zufrieden.  Mögliche Gründe dafür sind, dass die Jugendlichen nicht die gewünschten Qualifikationen mitbringen oder die formalen Anforderungen an eine gute Bewerbung nicht erfüllt sind.

Als Reaktion auf die nicht ausreichende Anzahl an Bewerbungen, bieten manche Betriebe ein vereinfachtes Bewerbungsverfahren an, um die Hemmschwelle für die Bewerber/innen zu senken. So gibt es immer mehr Unternehmen, bei denen für Bewerbungen um eine Ausbildungsstelle kein Anschreiben bzw. Motivationsschreiben mehr gefordert wird.  Auch das Azubi-Speed-Dating, das häufig auf Ausbildungsmessen angeboten wird, soll es den Jugendlichen einfacher machen, sich zu bewerben.  Zudem werden Bewerbungsformen angeboten, die die Jugendlichen stärker ansprechen sollen, z.B. die Videobewerbung per App.

Weiterhin gibt es aber viele Firmen, die eine vollständige Onlinebewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen oder eine Bewerbungsmappe in Papierform von ihren künftigen Azubis erwarten. Somit hat sich das Thema Bewerbung durch die Vielfalt an unterschiedlichen Bewerbungsarten für die Jugendlichen nicht vereinfacht, sondern ist sogar komplexer geworden. Da sich die Schüler/innen im Idealfall bei mehreren Firmen und zum Teil auch für unterschiedliche Ausbildungsberufe bewerben, sollten sie alle Bewerbungsformen kennen und beherrschen.

Ziele und Inhalte der Ausgabe 03/2019

Das Berufswahlmagazin 03/2019 unterstützt die Jugendlichen bei allen wichtigen Stationen ihres Bewerbungsprozesses. Dazu zählen die Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz, das Erstellen der Bewerbungsunterlagen und die richtige Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch. Auch auf aktuelle Trends bei Ausbildungsplatzsuche und Bewerbung wird eingegangen. Mit einem Arbeitsblatt üben die Jugendlichen, ein Anschreiben zu verfassen.

Das im Heft vermittelte Wissen können die Schülerinnen und Schüler auf ihre eigene Bewerbung übertragen.

Beiträge zum Schwerpunktthema:

Durch folgende Beiträge erfahren die Leserinnen und Leser, wie sie Bewerbungen erstellen und worauf es dabei ankommt.

  • In der Klassenaktion überlegen die Jugendlichen, was für ein Bewerbungsfoto wichtig ist, etwa passende Kleidung, ordentliche Frisur. Anschließend erstellen die Schüler/innen gegenseitig Bewerbungsfotos von sich, um zu üben, wie man sich vor der Kamera präsentiert. (S. 2).
  • Der Bericht "Ausbildungsangebote finden" geht darauf ein, wie Jugendliche freie Ausbildungsplätze finden und stellt verschiedene Angebote vor. (S. 6-7).
  • Das Berufsinformationszentrum (BiZ) bietet viele Informationen rund um das Thema Bewerbung. Die Angebote werden im Beitrag "Im Berufsinformationszentrum (BiZ)" vorgestellt. (S. 8).
  • Im Beitrag "Auf der Ausbildungsmesse" wird erläutert, was eine Ausbildungsmesse im Hinblick auf die Bewerbung bringt. (S. 9).
  • Die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie Onlinebewerbungen und Bewerbungsmappen aufgebaut sind. Außerdem wird auf die Unterschiede beider Formen eingegangen. (S. 10-11).
  • Carolin berichtet über ihre Erfahrung mit einer Bewerbung per Video als Teil des Bewerbungsverfahrens.  Es werden zudem weitere neue Wege der Bewerbung aufgezeigt. (S. 14-15).
  • Mithilfe des Arbeitsblatts können die Jugendlichen den Aufbau eines Bewerbungsanschreibens üben, indem sie aus verschiedenen Textbausteinen die passenden auswählen.  (S. 16).
  • Ein Zeitplan verdeutlicht, welche Station des Bewerbungsprozesses zu welchem Zeitpunkt erfolgen sollte (S. 17).
  • Die Auszubildende zur Kauffrau im Einzelhandel, Carolin, erzählt im Interview, wie das Assessment-Center in ihrem Betrieb ablief. Sie gibt Tipps, wie man sich darauf vorbereiten kann. (S. 18-19).
  • Im Beitrag "Das Vorstellungsgespräch" wird die App "Bewerbung: Fit fürs Vorstellungsgespräch" von planet-beruf.de vorgestellt (S. 20).
  • Der Beruf Süßwarentechnologe/Süßwarentechnologin wird in der Kategorie "Unbekannte Berufe entdecken" kurz vorgestellt (S. 21).
  • Susanne Malich-Kitschenberg ist Berufsberaterin in der Agentur für Arbeit Essen. Sie gibt Tipps, was Jugendliche tun können, wenn sie eine oder mehrere Absagen für einen Ausbildungsplatz erhalten haben (S. 22).

Star im Mittelpunkt: Katharina Althaus

Die Skispringerin hat mit sechs Jahren Skispringen gelernt und gab bereits mit zwölf Jahren ihr Debüt im Continental Cup. Sie ist Mitglied des Zoll Ski Teams und startet für den SC Oberstdorf. Im Interview verrät sie das Geheimnis ihres Erfolgs und gibt Jugendlichen Tipps für das Bewerbungsverfahren (S.12).

Kernbotschaften

  • Eine gute Bewerbung ist wichtig

Wenn eine Bewerbung für eine Ausbildungsstelle erfolgreich sein soll, sind formale und inhaltliche Kriterien zu beachten. Durch die Bewerbungsunterlagen macht sich der Ausbildungsbetrieb ein erstes Bild vom Bewerber/von der Bewerberin, sie müssen deshalb vollständig und aussagekräftig sein. Auch das richtige Verhalten der Jugendlichen im Vorstellungsgespräch spielt eine große Rolle bei der Entscheidung für eine/n Bewerber/in.

  • Gut bewerben will gelernt sein

Die Schüler/innen können etwas dafür tun, dass ihre Bewerbung Erfolg hat. Der erste Schritt ist, sich zu informieren, wie der Bewerbungsprozess abläuft und wie eine gute Bewerbung aussieht. Im folgenden Schritt gilt es für die Schüler/innen, selbst aktiv zu werden. Sie üben, Bewerbungen zu schreiben und sich im Vorstellungsgespräch zu präsentieren. Dabei ist es wichtig, z.B. von Eltern, Lehrkräften oder Klassenkameraden Rückmeldung zu bekommen, was noch verbesserungswürdig ist.

  • Alternativen suchen

Viele Jugendliche kennen nur wenige Ausbildungsberufe und legen sich relativ bald auf einen Beruf fest, für den sie sich bewerben. Es ist jedoch gut, sich frühzeitig Alternativen zu überlegen. Denn es gibt Ausbildungsberufe, in denen es weniger Bewerber/innen als Ausbildungsplätze gibt. Hier haben auch Jugendliche eine Chance, die keinen guten Schulabschluss vorweisen können.

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Stand: 18.09.2019