Das Berufswahlmagazin 01/19

Schwerpunktthema "So geht’s weiter – für die Ausbildung in die Schule"

In der Ausgabe 01/2019 des Berufswahlmagazins werden die Jugendlichen über schulische Ausbildungsmöglichkeiten informiert. Sie erfahren, welche Voraussetzungen für eine schulische Ausbildung wichtig sind und welche Termine sie einhalten müssen. Auszubildende berichten von ihren Erfahrungen mit einer schulischen Ausbildung und geben Tipps, worauf die Schüler/innen bei der Suche nach einer passenden Berufsfachschule achten müssen.

Eine Schulklasse wird unterrichtet.
Eine schulische Ausbildung bietet viele Vorteile. Doch bei der Anmeldung und der Wahl der Berufsfachschule musst du auch einiges beachten.

Aktuelle Situation

Der Begriff "Schulische Berufsausbildung" bezeichnet u.a. Ausbildungsgänge, die federführend von berufsbildenden Schulen und Schulen des Gesundheitswesens angeboten werden.

Im Jahr 2017 haben sich rund 214.000 junge Menschen für eine schulische Berufsausbildung entschieden. Damit bleibt die Zahl der Berufsanfänger/innen in diesem Bereich gegenüber dem Vergleichsjahr 2005 stabil. Unterschiede zeigen sich hingegen in der Wahl der Berufe. Im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen gab es im Jahr 2017 rund 176.000 Ausbildungsanfänger/innen. Damit ist die Zahl um 23,3 % im Vergleich zu 2005 gestiegen.

Eine höhere Schulbildung erhöht die Chancen eine formale Qualifikation zu erwerben. Es ist daher bildungspolitisch wünschenswert, dass jungen Menschen das Nachholen eines Berufsabschlusses gelingt. In diesem Zusammenhang gewinnen Bildungsgänge (z.B. Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) oder Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)), die von beruflichen Schulen angeboten werden, große Bedeutung. Neben der Berufsvorbereitung können sie auch dafür genutzt werden, um einen Schulabschluss zu erwerben oder einen bestehenden Abschluss zu verbessern. Auch Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) können helfen, sich auf den Hauptschulabschluss vorzubereiten.

Eine Branche, viele Möglichkeiten

Generell können die schulischen Berufsausbildungen nach ihrer gesetzlichen Grundlage (Bundes-/Landesgesetz) unterschieden werden. Sie finden beispielsweise in Berufsfachschulen, Berufskollegs, Fachakademien und -schulen oder in Schulen des Gesundheitswesens statt. Die Schulen haben - je nach Bundesland und Beruf - unterschiedliche rechtliche Zugangsvoraussetzungen.  Auch die Schulen selbst können eigene Vorgaben haben. Oft wird durch entsprechende rechtliche Regelungen ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Es gibt aber auch schulische Ausbildungen, die man mit einem Hauptschulabschluss erlernen kann.

Ausbilden können sowohl staatliche als auch private Schulen. Die Ausbildungen unterscheiden sich bezüglich Dauer, Aufbau und Inhalt. Auch in finanzieller Hinsicht gibt es Unterschiede: Für schulische Ausbildungen - eine Ausnahme bilden hier die Pflegeausbildungen - wird i.d.R. keine Ausbildungsvergütung gezahlt. Private Träger verlangen sogar meist Schulgeld. Staatliche Berufsfachschulen sind oft kostenfrei oder günstiger. Es können aber Kosten für Lernmittel, Berufskleidung, Fahrten oder die Unterkunft am Ausbildungsort anfallen.

Ziele und Inhalte der Ausgabe 01/2019

Nach Beendigung der Schullaufbahn bleibt es wichtig, weiter zu lernen. Auch eine Berufsausbildung hat, je nach Wahl des Ausbildungsgangs, verschieden große schulische Anteile. Im Berufswahlmagazin 01/2019 lernen die Jugendlichen vorrangig vollzeitschulische Ausbildungsgänge kennen. Dabei wird aufgezeigt, worin sich diese Ausbildungswege von dualen (betrieblichen) Ausbildungen unterscheiden, u.a. hinsichtlich der Zugangsvoraussetzungen und der finanziellen Aspekte.

Zudem werden die Jugendlichen über die Möglichkeit informiert, im Rahmen der Berufsvorbereitung an einer beruflichen Schule einen Schulabschluss nachzuholen. Auch auf die Optionen, Doppel- oder Zusatzqualifikationen mit der Ausbildung zu erwerben, wird eingegangen.

Beiträge zum Schwerpunktthema:

Die Leserinnen und Leser erhalten durch folgende Beiträge einen Einblick in das Schwerpunktthema "So geht’s weiter – für die Ausbildung in die Schule":

  • In der Klassenaktion stellen die Jugendlichen kreativ ihre bisherige Schulzeit vor. In Gruppen erarbeiten sie, was ihnen am besten an der Schulzeit gefallen hat oder sie gehen auf ein besonderes Erlebnis ein. (S.2).
  • Mithilfe der Checkliste finden die Jugendlichen heraus, ob für sie aktuell eher eine Ausbildung oder der Besuch einer weiterführenden Schule das Richtige ist. Es erfolgt ein Hinweis, dass mehrere Wege zum gewünschten Berufsziel führen können. (S.6).
  • In einem Beitrag werden die Unterschiede zwischen schulischer und dualer Berufsausbildung dargestellt (Theorie- und Praxisanteile, Zugangsvoraussetzungen, Anmelde- bzw. Bewerbungsverfahren, Freizeit, Finanzen). (S.7).
  • Im Job inside Umweltschutztechnische/r Assistent/in berichten Sarah und Lena u.a. über ihre Ausbildung, über die schulischen Aufnahmebedingungen sowie über Perspektiven nach der Ausbildung. (S.8 und 9).
  • Im Beitrag "Lernen lohnt sich immer" werden die unterschiedlichen Möglichkeiten vorgestellt, einen Schulabschluss nachzuholen (z.B. Abendschule, BVJ, BvB). Zudem wird aufgezeigt, wie man mit Hilfe einer abgeschlossenen Berufsausbildung einen höheren Schulabschluss erreichen kann. (S.10).
  • Bernhard berichtet, wie er den Schulabschluss nachgeholt und dadurch einen Ausbildungsplatz in seinem Wunschberuf gefunden hat. (S.11).
  • Celin und Anna-Katharina machen eine Ausbildung zur Kinderpflegerin. Im Interview erzählen sie, wie sie auf der Suche nach einer geeigneten Berufsfachschule vorgegangen ist. (S.14 und 15).
  • Der Beitrag "Von der Schulbank aus in den Beruf" informiert über den Aufbau vollzeitschulischer Berufsausbildungen und wie man hier für den Start ins Berufsleben vorbereitet wird. Es wird darauf hingewiesen, dass die Ausbildungen landesrechtlich, bundesweit einheitlich oder nach internen Vorgaben der Bildungsträger geregelt sein können und welche Abschlüsse (staatlich geprüft bzw. staatlich anerkannt oder nach interner Prüfung durch den Bildungsanbieter) man hier erwerben kann. (S.16).
  • In einem Infotext werden die Weiterbildungsmöglichkeiten vorgestellt, die sich nach einer schulischen Berufsausbildung bieten. (S.17).
  • Im Beitrag "Lernen mit allen Sinne"“ erfahren die Jugendlichen, wie eine optimale Lernumgebung aussieht. (S.18).
  • "Das bringt dich weiter": Die Schüler/innen erhalten Tipps, in welchen Bereichen Zusatzqualifikationen angeboten werden und wo man gezielt nach Qualifikationen recherchieren kann, die zusätzlich zur beruflichen Erstausbildung angeboten werden. (S.19).
  • Eine Grafik veranschaulicht anhand einer Zeitleiste wichtige Termine rund um eine schulische Ausbildung, u.a. Bewerbungs- und Anmeldefristen sowie daraus resultierende notwendige Aktivitäten der Schüler/innen. (S.20).
  • Nach ihrer Ausbildung zur Erzieherin hat Melanie eine Weiterbildung zur staatlich anerkannten Sozialwirtin gemacht. Im Interview berichtet sie von ihren Aufgaben. (S.21).
  • Im Beitrag "Unbekannte Berufe entdecken" wird diesmal die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit vorgestellt. (S.23).

Stars im Mittelpunkt: Lisa und Lena

Die Zwillinge Lisa und Lena wurden 2002 geboren und sind seit 2015 bekannte Gesichter in der Zielgruppe der 12- bis 16-Jährigen. Zunächst veröffentlichten sie selbstproduzierte sogenannte LipSync- und Tanz-Videos auf musical.ly (jetzt: TikTok), später auch auf Instagram und YouTube. Sie zählen zu den beliebtesten Künstlern/Künstlerinnen der Plattformen (insg. 45 Mio. Follower) und sind darüber hinaus als Schauspielerinnen in Fernsehserien ("Spotlight") und als Sängerinnen ("Not my fault") aktiv. (S. 12 und 13).

Kernbotschaften

  • Ein Schulabschluss ist wichtig

Für die Jugendlichen ist es wichtig, einen Schulabschluss zu erwerben, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen und sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können.

  • Höherer Schulabschluss lohnt sich

Für schulische Ausbildungsberufe wird durch entsprechende rechtliche Regelungen oft ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Darum kann es sich für Jugendliche, die die Voraussetzungen für eine weitere Schullaufbahn mitbringen, lohnen, einen höheren Schulabschluss zu erwerben. Damit steigern sie die Chancen, bestimmte Ausbildungsberufe erlernen zu können und beruflich ein- bzw. aufzusteigen.

  • Vielfalt an schulischen Ausbildungen

Neben den pflegerischen und sozialen Berufen gibt es auch schulische Ausbildungen in den Bereichen Wirtschaft, Fremdsprachen, Technik, Gestaltung und Musik, so dass es eine breite Palette an Angeboten gibt und für fast jede/n Jugendliche/n etwas dabei ist.

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Stand: 13.03.2019