Tipps: Elternabend über Auslandsaufenthalte nach der Schule

Von der Schulbank in die Welt

Viele Schüler/innen verfolgen den Plan nach ihrem Abschluss eine Zeit im Ausland zu verbringen. Die Eltern stellt diese Entscheidung oftmals vor zahlreiche Fragen. Ein Elternabend über Möglichkeiten und Wege kann Klarheit bringen.

Ein Lehrer bespricht mit den Eltern etwas.
Zu Beginn des letzten Schuljahres ist ein guter Zeitpunkt, um die Eltern auf das Thema Auslandsaufenthalt nach der Schule vorzubereiten.

Laden Sie die Eltern der Schüler/innen des Abschlussjahrgangs zu einem Elternabend ein. Da das Thema für viele interessant ist, bietet es sich an, diesen klassenübergreifend zu veranstalten. Weil ein Auslandsaufenthalt viel Planung in Anspruch nimmt, ist es wichtig, die Eltern frühzeitig zu informieren, damit sie ihre Kinder optimal unterstützen können. Sie können dazu beispielsweise Kontakt mit Organisationen aufnehmen, die Auslandsaufenthalte organisieren. Wenn möglich, nutzen Sie einen Rechner mit Internetzugriff für die Präsentation von Onlineangeboten z.B. über Video-Beamer. Zudem ist es sinnvoll, vorher angefragtes Informationsmaterial auszulegen.

Große Pläne: Was bringt ein Auslandsaufenthalt?

Beginnen Sie den Informationsabend damit, die Vorteile eines Auslandsaufenthalts vorzustellen. Neben der Verbesserung der Sprachkenntnisse empfiehlt es sich besonders auf die Förderung der persönlichen Entwicklung der Jugendlichen einzugehen z.B. im Hinblick auf Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein, aber auch auf Chancen interkulturelle Kompetenzen auszubauen. Außerdem können Sie darauf hinweisen, dass ein Auslandsaufenthalt unentschlossenen Schülerinnen und Schülern als Orientierungsphase dienen kann. Sie sollten auch auf mögliche Bedenken der Eltern eingehen und diese als Chance darstellen. Die Jugendlichen lernen bei einem Auslandsaufenthalt, Probleme selbstständig zu überwinden und nicht sofort aufzugeben.

Ein Junge sitzt am Schreibtisch und macht sich Notizen.
Ein Auslandsaufenthalt erfordert viel Vorbereitung.

Möglichkeiten aufzeigen: Verschiedene Wege ins Ausland

Im Anschluss stellen Sie verschiedene Möglichkeiten vor, ins Ausland zu gehen. Lassen Sie sich hierbei ggf. von einem oder mehreren Vertretern von Organisationen unterstützen oder besorgen Sie vorab Informationsmaterial. Sie können den Eltern folgende Optionen vorstellen:

Für Schüler/innen, die erste Praxisluft schnuppern möchten, bietet sich ein mehrwöchiges Auslandspraktikum an, vielleicht auch schon im Hinblick auf den angestrebten Berufswunsch. Das sollte im Vorfeld allerdings gut abgestimmt werden, da wenig erfahrenen Praktikanten oft gering qualifizierte Tätigkeiten übertragen werden.

Ein Freiwilligendienst, wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ), das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) oder das Europäische Solidaritätskorps (ESK), ist eine gute Alternative. Dieser kann auch im Ausland abgeleistet werden.

Daneben gibt es zahlreiche weitere Organisationen, die freiwillige Einsätze, internationale Jugendcamps oder "Workcamps" anbieten. Dabei arbeiten die Jugendlichen zusammen an einem Projekt und bekommen Unterkunft und Verpflegung gestellt.

Genauso läuft es bei "Work and Travel" oder einem Aufenthalt als Au-pair ab. Bei letzterem wohnen die Jugendlichen bei einer Gastfamilie.

Sie können außerdem noch auf die Option einer binationalen Ausbildung verweisen. Diese findet zu gleichen Teilen in Deutschland und im Ausland statt und führt zu einem Abschluss, der in beiden Ländern anerkannt wird. Hier bietet unter anderem die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit (ZAV) eine Anlaufstelle.

Sinnvoll ist es abschließend auf die finanziellen Aspekte hinzuweisen. Dabei empfiehlt es sich, z.B. das Förderprogramm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union "Erasmus+" vorzustellen. Für einen Auslandaufenthalt kann man hier finanzielle Förderung beantragen. Freiwilligendienste wie "weltwärts" werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

Mutter und Tochter sitzen am Tisch.
Eltern sind wichtige Ansprechtpartner bei der Planung eines Auslandsaufenthaltes.

Abschluss: Kurzberichte von Schülerinnen und Schülern

Um die Veranstaltung abzurunden, lassen Sie ehemalige Schülerinnen und Schüler, die nach dem Schulabschluss eine Zeit im Ausland waren, von ihren individuellen Erfahrungen berichten. Vor allem die Aspekte persönliche Entwicklung und Vorteile für den Einstieg in das Berufsleben können hierbei besondere Beachtung bekommen. Außerdem können die Schüler/innen schildern, wie sie sich informiert haben bzw. wie viel Zeit die Planung in Anspruch genommen hat. Auch von Problemen und Herausforderungen, denen sie sich im Ausland stellen mussten, können die Jugendlichen berichten. Abschließend sollten Sie noch Zeit für die Fragen der Eltern einplanen.

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Stand: 19.11.2019