Statement: Gemeinsam die Schule gestalten

Raum für Gestaltung

Durch gemeinsame Aktionen können Schülerinnen und Schüler triste Pausenhöfe und kahle Räume umgestalten. Am Ende steht ein doppelter Erfolg: Die Schule wird schöner und alle Beteiligten haben viel gelernt.

Graffiti-Wandbild
privat
Gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin haben Schülerinnen und Schüler der Grund- und Werkrealschule St.Johann dieses Graffiti-Wandbild gestaltet.
Eine Lehrerin unterrichtet.
Gemeinsame Projekte stärken die Teamfähigkeit.

Idealerweise gründen Ihre Schülerinnen und Schüler eine dauerhafte Arbeitsgruppe (AG), die sich mit der Gestaltung des Schulgeländes befasst. Auch ein zeitlich befristetes Projekt ist denkbar. Ein fester Rahmen vereinfacht in jedem Fall die Organisation.

Dann geht es los: Von farbiger Gestaltung der Klassenräume, über die Anlage eines Gemüsegartens oder Teichs, bis zu einem Spielgelände - die Möglichkeiten sind vielfältig. Nach erfolgreichem Abschluss eines Projekts werden Ihre Schülerinnen und Schüler gelernt haben, dass sie gemeinsam viel erreichen können. In Zukunft werden sie mit einem neuen Gefühl die Schule betreten, in die sie sich aktiv eingebracht haben.

Auch Lehrerinnen und Lehrer profitieren. Sie lernen ihre Schülerinnen und Schüler von einer ganz anderen Seite kennen, wenn sie sehen, wie diese sich gegenseitig unterstützen und einbringen, wie sich unerwartete Talente zeigen und ein neuer Zusammenhalt entsteht.

Domenik (14) hat an einem Graffiti-Wandbild mitgearbeitet

"Das Projekt hat unsere Kunstlehrerin angeregt. Im Unterricht haben wir ein paar Ideen entwickelt. Nach einem Besuch in der Kunstgalerie Stuttgart, wo wir uns ein paar Sachen angesehen hatten, haben wir uns für Graffiti entschieden.

Beim Umsetzen des Projekts hat uns ein Künstler unterstützt, Julius Zenker aus Reutlingen. Es hat fünf Tage gedauert: Zwei Tage lang haben wir die Graffiti-Technik kennengelernt und Entwürfe gemacht und einen Tag mit den Sprühflaschen geübt. Das Wandbild haben wir in zwei Tagen gesprüht. Wir wurden dafür vom Unterricht freigestellt, denn das war ja eine einmalige Sache.

Die Schulleitung hat das Projekt genehmigt und das Material bezahlt, weil es neu und außergewöhnlich war. Es war ein tolles Erlebnis für die Klasse und die Schule wurde dadurch schöner.

Ich würde sofort wieder bei so einem Projekt mitmachen. Mir hat alleine schon gefallen, dass wir so etwas in der Schule machen durften, dass es uns im Klassenverband noch mehr Zusammenhalt gegeben hat. Jeder war stolz, als am Ende alle Schüler/innen der Klasse ihren Namen auf das Bild schreiben durften."

Fabienne (15) war ebenfalls am Graffiti-Projekt beteiligt.

"Zuerst haben wir gelernt, wie man Schrift zeichnet und 3-D-Effekte herstellt. Dann haben wir Gruppen gebildet. Jede Gruppe hat sich ein Motiv überlegt. Das haben wir gezeichnet und dann die Motive zu einem Bild zusammengesetzt.

Der Künstler hat uns gezeigt, wie man die Entwürfe maßstabsgerecht auf die Wand überträgt. Er hatte uns auch die Sprühfarben mitgebracht. Das Sprühen hat sehr viel Spaß gemacht. Die Sprühdosen müssen am Anfang kräftig geschüttelt werden. Das ist ein bisschen anstrengend. Außerdem muss man die Aufsätze wechseln, je nachdem, ob man eine schmale oder eine breitere Linie sprühen will. Platz zum Arbeiten gab es genug, weil wir uns in kleine Gruppen aufgeteilt hatten.

Mir hat an diesem Projekt alles gefallen, besonders aber die Teamarbeit, dass wir das Projekt in der Klasse machen durften und natürlich das Sprühen. Mit dem Ergebnis bin ich wirklich zufrieden und die Wand kommt sehr gut an. Jeder guckt sie an und auch die Lehrerinnen und Lehrer finden sie gut.

Es ist cool zu sehen, was wir da gemacht haben. Man geht schon mit einem ganz anderen Gefühl in die Schule."

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Stand: 27.12.2019