Branchenreport: Aus- und Weiterbildung in der Bauwirtschaft

Eine Branche mit Zukunft

Die Baubranche boomt - auch in Zeiten der Pandemie. Daher werden im Bauwesen Auszubildende und Fachkräfte gesucht. Hier stellen wir Ihnen einige Ausbildungsberufe aus dem Hoch-, Tief- und Ausbau vor.

Eine junge Frau in Handwerkerkleidung blickt in Richtung Himmel.
In der Baubranche gibt es viele Aus- und Weiterbildungswege.

Auf und unter den Straßen

Ein junger Mann schaut durch ein viereckig geformtes Metermaß in Richtung Bildbetrachter.
Ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen ist in vielen Bauberufen wichtig.

Für die Herstellung und Sanierung von Bauobjekten aus Beton und Stahlbeton sind Beton- und Stahlbauer/innen zuständig. Maurer/innen stellen Bauteile aus Steinen und Beton her.

Für den Bau und die Sanierung unserer Verkehrswege sind Straßenbauer/innen zuständig. Sie sorgen allerdings nicht nur für den richtigen Straßenbelag, sondern legen auch Böschungen abseits der Straßen an. Unter den Straßen legen Rohrleitungsbauer/innen Rohre für die Energie- und Wasserversorgung an. Kanalbauer/innen bauen Rohre für das Abwasser.

Männer arbeiten auf einem Baugerüst.
Nach der abgeschlossenen Ausbildung stehen die Chancen für einen weiteren beruflichen Aufstieg gut.

Energieeffizient im Ausbau

Für die Innen- und Außengestaltung von Neu- und Altbauten sind Stuckateur/innen zuständig. Neben dem Verputzen von Rohbauten, gehört auch die Isolierung von Gebäuden vor Kälte oder Schall zu ihren Aufgaben. In Sachen Energieberatung bzw. -effizienz in Wohninnenräumen können auch Ofen- und Luftheizungsbauer/innen mitreden. Sie installieren neben herkömmlichen Kachelöfen und Kaminen auch moderne und ökologische Be- und Entlüftungssysteme in Gebäuden.

Weiterbildung im Bauwesen

Nach abgeschlossener Ausbildung können sich die Fachkräfte im Bauwesen weiterbilden. Folgende Weiterbildungen kommen insbesondere infrage: Polier/in, Meister/in oder Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik.

Zweijährige Ausbildungen im Bauwesen

Die Ausbildungsdauer in den genannten Berufen beträgt drei Jahre. Im Baugewerbe kann man aber auch schon nach zwei Jahren einen Berufsabschluss erreichen, und zwar in den Berufen Hochbau-, Ausbau- oder Tiefbaufacharbeiter/in.
Man kann die zweijährige Ausbildung fortsetzen. Die Abschlussprüfung etwa als Hochbauarbeiter/in zählt dann beispielsweise als Zwischenprüfung für den dreijährigen Ausbildungsberuf Maurer/in.

Ein Blick in die Zukunft

Technisierung, Digitalisierung und Energieeffizienz sind bestimmende Themen in der Bauwirtschaft. Im Hochbau ist durch modernere Technik, sogenanntes serielles und modulares Bauen, die Verkürzung von Bauzeiten möglich und essentiell geworden. Die Digitalisierung schreitet unter den Straßen voran, indem beispielsweise sogenannte Augmented-Reality-Systeme eingesetzt werden. Dadurch können in der Planungsphase verschiedene Erd- und Gesteinsschichten visualisiert werden. Die Kombination aus Digitalisierung und Energieeffizienz sind im Wohnungsausbau die bestimmenden Themen der Zukunft, z.B. beim vernetzten Wohnen.