Sprachkenntnisse im Lebenslauf

Sprachlich glänzen

Fremdsprachen sind in vielen Berufen gefragt, vor allem Englisch, gefolgt von Französisch. Ihrer Bewerbung sollten die Schüler/innen die erworbenen Zertifikate beifügen und besondere sprachliche Fähigkeiten kennzeichnen - ohne sich selbst zu überschätzen.

Eine Schülerin sortiert ihre Bewerbungsunterlagen in eine Mappe.
Besitzen Schüler/innen besondere Sprachfähigkeiten oder -begabungen, sollten sie diese bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz auch zeigen.
Deckblatt, Anschreiben und Lebenslauf liegen aufgefächert auf einer Bewerbungsmappe.
Erworbene Sprachzertifikate oder -diplome gehören mit zu den Bewerbungsunterlagen.

Sprachkenntnisse werden wie Computerkenntnisse und persönliche Stärken im Lebenslauf dokumentiert. So kann der Ausbildungsbetrieb auf den ersten Blick beurteilen, ob ein/e Bewerber/in zum Ausbildungsplatz passt.

Kategorien festlegen

Zum einen können sich Ihre Schüler/innen anhand ihrer schulischen Leistungen in den Sprachenfächern selbst einschätzen, ob sie über Grundkenntnisse, gute Kenntnisse oder gar sehr gute Kenntnisse verfügen. Nutzen die Jugendlichen für die Bewerbung die JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit, wählen sie z.B. als Klassifizierung in der jeweiligen Sprache aus: Grundkenntnisse, Erweiterte Kenntnisse oder Verhandlungssicher.

Sprachschatz beschreiben

Da in Berufen wie Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel - Fachrichtung Außenhandel oder Industriekaufmann/-frau häufig in einer Fremdsprache telefoniert, korrespondiert und verhandelt wird, kann es sinnvoll sein, bei guten oder sehr guten Sprachfähigkeiten z.B. den Zusatz "in Wort und Schrift" zu verwenden.

Kompetenzen vergleichbar gemacht

Der Abschluss von Sprachkursen lehnt sich häufig an den Kompetenzniveaus des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) an. Kompetenzniveau A: Elementarer Gebrauch, Kompetenzniveau B: Selbstständiger Gebrauch und Kompetenzniveau C: Kompetenter Gebrauch der Sprache.

  • Niveaustufe A1:
    Sprachanfänger/innen können sich mit grundlegenden Begriffen verständigen, z.B. zu Tageszeiten, Angaben zur Person, zum Ort.
  • Niveaustufe A2:
    Grundlegende Kenntnisse sind vorhanden. Häufig gebrauchte Sätze und Begriffe werden verstanden.
  • Niveaustufe B1:
    Aufgrund fortgeschrittener Kenntnisse ist eine Verständigung über vertraute Themen (Arbeit, Freizeit) möglich.
  • Niveaustufe B2:
    Die Hauptinhalte komplexer Texte werden verstanden. Man kann sich fließend verständigen, auch Fachdiskussionen sind möglich.
  • Niveaustufe C1:
    Fachkundige Sprachkenntnisse und ein umfangreiches Textverständnis werden nachgewiesen. Man kann sich fließend, auch zu komplexeren Themen äußern.
  • Niveaustufe C2:
    Wer einen Sprachtest mit C2 abschließt, besitzt annähernd muttersprachliche Kenntnisse.
Ein Schüler blickt auf seine Bewerbungsunterlagen.
Schüler/innen sollten realistisch einschätzen, welche Sprachkompetenzen sie im Lebenslauf angeben.

Für den Lebenslauf empfiehlt es sich, Testergebnisse aus den einzelnen Kompetenzstufen verbal zu erläutern, z.B.: Englisch: B2 - fließend, Englisch: B1 - konversationssicher oder Englisch: A2 - gute Grundkenntnisse und nicht nur die Niveaus mit A1, A2 usw. anzugeben. Wer (sehr) gute Kenntnisse aufführt, sollte damit rechnen, am Telefon oder im Vorstellungsgespräch in der fremden Sprache angeredet zu werden.

Sprachzertifikate/-diplome

Wer bei einem Sprachaufenthalt im Ausland oder bei einem längeren Schüleraustausch einen Sprachkurs besucht hat, nimmt diesen in seine Bewerbung mit auf und legt das erworbene Zertifikat bei. Die bekanntesten Sprachzertifikate/-diplome  sind im Bereich der englischen Sprache TOEFL (Test of English as a Foreign Language) und TOEIC (Test of English for International Communication) für Französisch DELF (Diplôme d'études en langue française) und für die deutsche Sprache die Deutsch-Zertifikate des Goethe-Instituts.

Kennzeichnen der Muttersprache

In der Regel erkennen Personaler am Vor- und Nachnamen des Bewerbers/der Bewerberin, aus welchem Land er oder sie stammt. Klingt der Name z.B. deutsch, ist die Angabe Deutsch bei den Sprachkenntnissen überflüssig. Wer allerdings zweisprachig in der Familie aufwächst, kann z.B. angeben: Deutsch und Russisch: Muttersprache.

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Stand: 08.08.2018