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Das Berufswahlmagazin 01/20

Schwerpunktthema "Gut vernetzt – Kommunikation und Networking für den Beruf"

Die Ausgabe 01/2020 des Berufswahlmagazins informiert über das Thema Kommunikation und Netzwerken im Beruf. Jugendliche erfahren, dass sie in verschiedenen beruflichen Situationen von Kommunikationsstärke und Networking profitieren.

Ein Lehrer und zwei Schüler im Unterricht.
Schon während der Schulzeit können Schülerinnen und Schüler Kontakte knüpfen, die ihnen später zum Beispiel bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz behilflich sein können.

Aktuelle Situation

Kommunikationsfähigkeit ist eine Sozialkompetenz, die im Berufsleben eine große Rolle spielt. Kaum eine Stellenanzeige kommt ohne den Hinweis auf dieses Soft Skill aus. Kommunikationsfähigkeit ist bzw. kann der Schlüssel zum Erfolg bei der Bewältigung von Arbeitsaufgaben sein. Der eher abstrakte Begriff umschreibt zum einen die Befähigung und Bereitschaft, sich klar und verständlich auszudrücken sowie nachvollziehbar argumentieren zu können. Zum anderen beinhaltet er die Fähigkeit, aktiv zuzuhören sowie auf Signale wie Mimik, Gestik und Körperhaltung zu achten und darauf entsprechend reagieren zu können (verbale und non-verbale Anteile). 

Kommunikationsfähigkeit spielt vor allem in Tätigkeiten eine große Rolle, bei denen Beratungsarbeit für den Erfolg im Beruf ausschlaggebend ist, beispielsweise als Sozialversicherungsfachangestellte/r. Zudem ist diese Persönlichkeitseigenschaft für die Ausübung sozialer Berufe wie Erzieher/in oder Diätassistent/in bedeutsam.

Auch um mit anderen Menschen ein Beziehungsnetz aufzubauen, zu erhalten und (gezielt) zu nutzen, ist Kommunikationsfähigkeit unabdingbar. Bei der als Networking (Netzwerken) bezeichneten Fähigkeit geht es darum, kontinuierlich berufliche Kontakte auszubauen und zu pflegen. Dabei werden Wissen und Informationen bereitgestellt und ausgetauscht. Wer Teil eines Netzwerks ist, kennt Menschen, die sie oder ihn fördern, ermutigen und unterstützen.

Bedeutungszuwachs durch den Wandel der Arbeitswelt

Die Arbeitswelt insgesamt, aber auch Berufe und Tätigkeitsfelder befinden sich im beständigen Wandel: Neue Tätigkeiten verlangen neue Kompetenzen bzw. führen zu veränderten Kompetenzbedarfen. Bis zum Jahr 2030, das belegt eine Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zu den Kompetenz- und Qualifizierungsbedarfen zukünftiger Fachkräfte, wird u.a. eine starke Zunahme bei der Nachfrage nach sozial-interaktiven Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit erwartet.  Ein wesentlicher Treiber dieser Verschiebung ist derzeit die Digitalisierung.  Mit ihr verändert sich auch "die Art und Weise, wie gearbeitet wird (zum Beispiel Arbeit in virtuellen Teams). Deshalb (…) wird es zukünftig auch wichtiger, über soziale Kompetenzen wie (…) Kommunikationsstärke (…) zu verfügen", stellt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) fest. Das gleiche trifft auch auf die Vernetzungskompetenz zu, deren Bedeutung als sogenannte "digitale Businesskompetenz"  im Zuge der Digitalisierung zunehmen wird.

Ziele und Inhalte der Ausgabe 01/2020

Die aktuelle Ausgabe des Berufswahlmagazins will Jugendlichen die zentrale Bedeutung von Kommunikationsfähigkeit und Networking für den Beruf nahebringen. Sie lernen, dass die beiden Soft Skills untrennbar miteinander verknüpft sind und sowohl für den Erfolg im Berufsleben allgemein als auch in der "neuen Arbeitswelt" von unmittelbarer Bedeutung sind. Ausgehend von ihren verschiedenen Lebenslagen erhalten die Jugendlichen Informationen rund um das Kommunizieren und Netzwerken.

Mit einem Arbeitsblatt, Interviews und Informationstexten zum Schwerpunktthema erweitern die Jugendlichen ihren Kenntnisstand, lernen, wie sie mit dieser Anforderung in Ausbildung und Beruf umgehen können und wie man Kommunikationsfähigkeit und Netzwerken lernen und einüben kann.

Beiträge zum Schwerpunktthema:

Folgende Beiträge gehen auf das Thema ein und stellen Jugendlichen und jungen Erwachsenen verschiedene Aspekte von Kommunikationsfähigkeit und Netzwerken vor:

  • In der Klassenaktion machen sich die Schüler/innen Gedanken über gelungenen Smalltalk im beruflichen Leben und in Alltagssituationen. In Gruppen überlegen sie sich passende Gesprächsthemen und Einstiegsfragen. (S. 2)
  • Eine Grafik veranschaulicht, in welchen Bereichen des täglichen Lebens Netzwerken möglich ist, z.B. bei Veranstaltungen, im Internet, mit Freunden und in Vereinen. (S. 6-7)
  • Gunnar Belden, Vorsitzender des Fachverbandes Personalberatung im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V., erklärt, wie Jugendliche ihr Netzwerk für die Suche nach einem Ausbildungsplatz nutzen können. (S. 8)
  • Mithilfe einer Checkliste überprüfen die Schüler/innen, ob sie sich aktuell in Netzwerken einbringen und wo sie sich mehr engagieren können. (S. 9)
  • Celina arbeitet bei einem E-Commerce-Unternehmen. Im Interview stellt sie ihren Ausbildungsberuf, Kauffrau für Dialogmarketing, vor. (S. 10-11)
  • Karina hat vor Kurzem ihre Ausbildung zur Friseurin abgeschlossen. In der Reportage berichtet sie über ihre Ausbildung und erzählt, welche Rolle Kommunikationsstärke in ihrem Berufsalltag spielt. (S. 14-15)
  • Eda macht ihre Ausbildung zur Automobilkauffrau in einem Autohaus. Im Interview beschreibt sie, wie sie ihren Ausbildungsplatz gefunden hat und geht darauf ein, warum Netzwerken in ihrem Beruf wichtig ist. (S. 16-17)
  • In einer Reportage stellt Katharina Pech die Weiterbildung zum/zur Augenoptikermeister/in vor. Sie berichtet, welche beruflichen Netzwerke sie pflegt und welchen Nutzen diese bringen. (S. 18-19)
  • Ein Bericht stellt Ausbildungs- und Jobmessen, Praktika, Ferienjobs und Freiwillige Jahre als Möglichkeiten vor, Kontakte für die Ausbildungsplatzsuche zu sammeln. In einem Statement spricht Jenny von ihrer Teilnahme bei der Woche der offenen Unternehmen. (S. 20)
  • Das Arbeitsblatt stellt Möglichkeiten vor, wie Schüler/innen ihre Kommunikationsfähigkeit situationsbezogen verbessern können. Dazu ordnen die Jugendlichen verschiedene Aktionen den passenden Lösungen zu. (S. 21)
  • Der Beruf Operationstechnische/r Assistent/in wird in der Kategorie "Unbekannte Berufe entdecken" kurz vorgestellt. (S. 22)

Star im Mittelpunkt: Lea van Acken

Die Schauspielerin Lea van Acken (geboren 1999 in Lübeck) wurde durch die Hauptrolle in der Literaturverfilmung "Das Tagebuch der Anne Frank" bekannt. 2016 erhielt sie dafür den Bayerischen Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin. Ihre Schauspielkarriere begann im Alter von 12 Jahren als Komparsin, 2014 bekam sie ihre erste Filmrolle. Seitdem war sie in vielen Filmen und Serien zu sehen und erlangte durch das Mitwirken in der Fernsehserie "Dark" auch internationale Aufmerksamkeit. Bei Jugendlichen ist sie zudem durch ihre Rollen in den Filmen "Bibi & Tina: Tohuwabohu Total" und "Fack ju Göhte 3" bekannt. (S.12-13)

Kernbotschaften

  • Kommunikationsfähigkeit ist eine Schlüsselkompetenz

Schlüsselkompetenzen sind eine wesentliche Grundlage für die berufliche Handlungsfähigkeit. Sie stellen berufs- und funktionsübergreifende Qualifikationen dar, die erworben werden können. Kommunikationsfähigkeit ist eine zentrale überfachliche Kompetenz, die für viele Berufe wichtig, bei denen Beratungsarbeit für den Erfolg ausschlaggebend ist.

  • Netzwerke können Übergänge unterstützen 

Es lohnt sich, mit dem Aufbau und der Pflege persönlicher Kontakte früh zu beginnen. Ein gutes Netzwerk kann bereits am Übergang von der Schule in den Ausbildungsmarkt hilfreich sein. Auch beim späteren Berufseinstieg kann ein funktionierendes Netzwerk ein erfolgversprechender Türöffner sein.

  • Übung macht den Meister

Jeder Mensch hat soziale Kontakte wie Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, Vorgesetzte usw. Mit ihnen sammelt er Erfahrungen dabei, Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Ähnlich wie Kommunikationsfähigkeit ist Networking eine Kompetenz, die sich trainieren lässt.

  • Gerüstet für die Arbeitswelt von morgen

Kommunikationsfähigkeit und Vernetzungskompetenz sind Schlüsselqualifikation, die im Kontext "Neue Arbeit" zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Stand: 04.03.2020
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