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Tipps: Ferienjob als Berufsvorbereitung

Mehr als nur Kellnern

Zeitungen austragen oder kellnern? Ferienjobs sind beliebt, um das Taschengeld aufzubessern. Sie können aber auch helfen herauszufinden, was man später beruflich machen möchte. Wir geben Ihnen hier ein paar Tipps zum Thema Ferienbeschäftigung.

Junges Mädchen beim Zeitungsaustragen
Eine von vielen Möglichkeiten das Taschengeld aufzubessern - Zeitungen austragen

Was Ferienjobs bringen

  • Sie können eine Vorstufe zu einer Ausbildung sein. Ihr Kind schnuppert in ein Berufsfeld hinein und findet heraus, ob sich seine Wünsche bestätigen oder ob man diesen Bereich doch nicht so spannend findet.
  • Ihr Kind kann potenzielle Arbeitgeber austesten und deren Strukturen und Arbeitsabläufe kennenlernen.
  • Sie eignen sich dazu, soziale Kompetenzen zu stärken. Durch pünktliches Erscheinen und das Erledigen fristgerechter Aufgaben wird u.a. die Zuverlässigkeit des Jugendlichen gefördert.

Wie man Ferienjobs findet

  • Im Bekanntenkreis oder beim Wunschbetrieb oder -unternehmen persönlich nachfragen.
  • Schwarze Bretter an Schulen oder in Supermärkten bzw. regionale Anzeigenblätter lesen.
  • Jobbörsen für Schülerinnen und Schüler oder regionale Jobbörsen im Internet auswerten.
  • Webseiten großer Unternehmen besuchen. Hier werden gezielt Ferienbeschäftigte gesucht.

 

 

Junges Mädchen beim Schreiben
Ferienjobs unbedingt bestätigen lassen! So kann man sie später den Bewerbungen beilegen.

Worauf man achten sollte

  • Kinderarbeit ist in Deutschland bis einschließlich des 14. Lebensjahres verboten. Wenn Eltern zustimmen, dürfen Kinder über 13 Jahre pro Tag bis zu zwei Stunden arbeiten - in der Landwirtschaft bis zu drei Stunden. Erlaubt sind nur leichte Tätigkeiten wie Zeitungen austragen oder Gartenarbeit, die zwischen 8 und 18 Uhr erledigt werden. Schwere körperliche oder gefährliche Arbeiten sind tabu - Gleiches gilt für Akkordarbeit.
  • Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren dürfen i.d.R. nur von 6 Uhr morgens bis 20 Uhr abends arbeiten. Pro Tag dürfen es nicht mehr als acht, in der Woche nicht mehr als 40 Stunden sein. Ausnahmen gelten u.a. im Bereich des Gastgewerbes. Abgesehen von Veranstaltungen dürfen Schüler/innen auch nicht am Wochenende arbeiten.
  • Schüler/innen dürfen in allen Ferien zusammen nicht länger als vier Wochen im Jahr arbeiten.
  • Mit dem Mindestlohngesetz haben auch Ferienjobber einen Anspruch auf 8,84 Euro pro Stunde - und zwar selbst dann, wenn sie in Privathaushalten auf die Kinder aufpassen oder den Rasen mähen. Jugendliche unter 18 Jahren sind von dem Gesetz allerdings ausgenommen.
  • Jeder Arbeitgeber, der Minderjährige beschäftigt, sollte sich zuvor nach der Erlaubnis der Eltern erkundigen. Unter 18-Jährige sind nur beschränkt geschäftsfähig.
  • Gehen Sie mit Ihrem Kind den Arbeitsvertrag vorab durch. Ein Ferienjob ist eine Verpflichtung, die Ihr Kind auch erfüllen muss.
  • Ihr Kind sollte sich seine Ferienbeschäftigung schriftlich bestätigen lassen, um sie bei einer späteren Bewerbung nachweisen zu können.

Gut zu wissen

Schüler/innen sind während eines Ferienjobs bei Arbeitsunfällen gesetzlich versichert. Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz ist für die Versicherten beitragsfrei. Die Kosten trägt allein der Arbeitgeber.

Stand: 17.05.2017
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Klare Sache - Jugendarbeitsschutz und Kinderarbeitsschutzverordnung (Broschüre des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, BMAS)