Logo der Bundesagentur für Arbeit

Sozialer Ausbildungsberuf: Diätassistent

Im Einsatz für gesunde Ernährung

Sebastian macht seine Ausbildung zum Diätassistenten am Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe. Im Krankenhaus der Charité Berlin hilft er seinen Patienten auf dem Weg in ein gesundes Leben.

Eine Diätassistentin berät einen Jugendlichen zum Thema Ernährung.
Diätassistenten und -assistentinnen beraten Menschen, die ihre Ernährung umstellen müssen, beim Umgang mit den neuen Ernährungsvorschriften.
Rote und gelbe Paprika, Zucchini und Auberginen.
Irm Gessner
Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört viel Gemüse - das vermitteln Diätassistentinnen und -assistenten.

planet-beruf.de: Wie bist du auf die Ausbildung zum Diätassistenten aufmerksam geworden?

Sebastian: Ich hatte vorher eine Ausbildung zum Koch abgeschlossen und in Restaurants gearbeitet. Dort habe ich angefangen, mich für gesunde Ernährung zu interessieren. Ich habe dann eine Weiterbildung zum Diätkoch gemacht und in einer Kurklinik an der Ostsee gearbeitet. In der Klinik bin ich mit dem Thema Diätassistenz in Berührung gekommen. Das Tätigkeitsfeld hat mir so viel Freude bereitet, dass ich die Ausbildung unbedingt machen wollte.

planet-beruf.de: Was lernst du in der Berufsfachschule?

Sebastian: Im ersten Ausbildungsjahr haben wir viele gesunde Rezepte ausprobiert und gekocht. Die Ausbildung ist sehr medizinisch ausgerichtet. Ich lerne viel über den menschlichen Körper und wie sich Menschen ernähren. Interessant sind auch die Kurse über Krankheitslehre. Darin geht es um Krankheiten wie Diabetes.

planet-beruf.de: Welche Fähigkeiten sollten Diätassistentinnen und Diätassistenten haben?

Sebastian: Eine gute Diätassistentin bzw. ein guter Diätassistent ist einfühlsam und kommunikativ. Ich führe viele Beratungsgespräche und gehe auf die Probleme und Fragen meiner Patienten offen ein.

planet-beruf.de: Mit welchen Patienten arbeitest du an der Charité?

Sebastian: Ich habe viel Kontakt zu erkrankten Menschen mit Ernährungsschwierigkeiten. Wir behandeln auch gesunde Menschen, die ihre Ernährung aufgrund von Unverträglichkeiten umstellen müssen.

Porträt von Sebastian
Privat
"Viele Leute wissen gar nicht, was gesunde Ernährung bedeutet", sagt Sebastian.

planet-beruf.de: Wie gehst du mit Patienten um, die deine Ernährungstipps nicht umsetzen?

Sebastian: In dem Fall versuche ich,  gemeinsam mit dem Patienten herauszufinden, warum er meine Vorschläge nicht umsetzen konnte. Durch eine einfühlsame Arbeitsweise gewinne ich das Vertrauen meiner Patienten. Wenn das aber einmal nicht klappt, wende ich mich an Fachleute unserer Klinik aus anderen Therapiebereichen, zum Beispiel der Psychotherapie oder der Pflege.

planet-beruf.de: Gibt es besondere Herausforderungen bei der Arbeit?

Sebastian: Wir arbeiten auch mit Kindern, die Stoffwechselerkrankungen haben. Es ist schon emotional belastend, wenn die Kinder an einer schlimmen Krankheit leiden und Schmerzen haben. Wenn es den Kindern nach der Behandlung aber besser geht, ist das umso schöner. Das baut mich auf und ist sehr prägend. Wenn meine Patienten wieder gesund sind, ist das ein sehr gutes Gefühl.

planet-beruf.de: Arbeitest du auch am Computer?

Sebastian: Wir benutzen fast jeden Tag Tabellensoftware und Textverarbeitungsprogramme. Für jeden Patienten erstelle ich einen Tageskostplan. Damit können der Patient und ich den Essensplan überblicken. Wenn ich mit einem Patienten eine Ernährungsberatung durchgeführt habe, erstelle ich außerdem eine Dokumentation für Abrechnungszwecke.

planet-beruf.de: Möchtest du dich weiterbilden oder selbstständig machen?

Sebastian: Eine Selbstständigkeit strebe ich nicht an. Nach der Ausbildung möchte ich mich im Bereich der Nierenheilkunde spezialisieren und dort den Menschen gezielt helfen.

Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsform: schulische Ausbildung an Berufsfachschulen

Dauer: 3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Allerdings gibt es bestimmte Erfordernisse, z.B. ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Alternativen z.B.:

  • Pflegefachmann/-frau

  • Koch/Köchin

  • Hauswirtschafter/in

Hier arbeiten Diätassistentinnen und Diätassistenten

Sebastian arbeitet in einem Krankenhaus. Nach seiner Ausbildung stehen ihm viele Bereiche offen. Er kann in Rehabilitationskliniken und in ambulanten Schwerpunktpraxen arbeiten. Diätassistentinnen und Diätassistenten haben auch die Möglichkeit, sich mit einer eigenen Praxis selbstständig zu machen.

Seite bewerten

Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 5.0 von 5. 1 Stimme(n). Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
Stand: 15.01.2020
Startseite BERUFE Entdecker
Startseite BERUFE-Universum
Startseite Bewerbungstraining

Mehr Infos

Berufe von A bis Z:

Diätassistent/in

Download

Den gesamten Beitrag aus "MINT/SOZIAL for you, Ausgabe 2020" als PDF-Datei herunterladen:

Im Einsatz für gesunde Ernährung