Bericht: Arbeiten in der Getränkebranche

"Ich möchte Brauerin und Mälzerin werden!"

In der Getränkebranche arbeiten - darunter kann man sich viel vorstellen. Doch die Branche besteht nicht nur aus dem Abfüllen von Flaschen. Welche Ausbildungsberufe es gibt und welche Anforderungen sie haben, das erfahren Sie in diesem Beitrag.

Zwei Jugendliche stehen vor einem Braukessel.
Als Brauer/in und Mälzer/in verarbeitet man Malz, Wasser, Hopfen und Hefe zu verschiedenen Biersorten.

Welche Aus- und Weiterbildungen gibt es?

Das Spektrum der Getränkewirtschaft ist breit. Es gibt Bier, Wein, Erfrischungsgetränke, Wasser, Milch und vieles mehr. Als Milchtechnologe/-technologin verarbeitet man Rohmilch zu Milchprodukten. Fruchtsäfte werden wiederrum von Fachkräften für Fruchtsafttechnik hergestellt. Auch als Brauer/in und Mälzer/in oder Destillateur/in kann Ihr Kind sich bewerben.

Nach der Ausbildung kann man in der Branche eine Weiterbildung zum/zur Meister/in, wie Barmeister/in, Molkereimeister/in und Winzermeister/in oder Techniker/in, wie Techniker/in der Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen und Techniker/in der Fachrichtung Weinbau und Kellerwirtschaft anstreben.

Ausbildungsanforderungen

Ein junger Mann in Schutzkleidung bedient eine Maschine.
Technisches Verständnis ist sehr wichtig um große Maschinen, beispielsweise für die Saftherstellung, zu bedienen.

Eine Ausbildung in der Getränkebranche hat verschiedene Voraussetzungen. In Mathe sollte Ihr Kind fit sein. Wer in der Getränkeproduktion arbeitet, muss zum Beispiel die Zutaten für ein Getränk im richtigen Mischungsverhältnis mischen, um das Mostgewicht und den späteren Alkoholgehalt berechnen zu können. Eine gute Beobachtungsgabe ist wichtig, um beispielsweise minderwertige Rohstoffe zu erkennen. Wer in der Produktion von Getränken arbeitet, sollte wissen, wie man mit Maschinen und Geräten umgeht. Dafür ist technisches Verständnis notwendig. Hygiene ist ein ganz großes Thema. Hierbei ist es wichtig, dass Ihr Kind Verantwortung übernehmen kann. Denn mangelhafte Hygiene kann dazu führen, dass Lebensmittel verunreinigt werden. Handwerkliches Geschick ist erforderlich, um beispielsweise Wartungsdienste an Anlagen durchzuführen oder um Ersatzteile einzubauen.

Eine junge Frau reinigt eine Anlage.
Bei einem Beruf in der Getränkeindustrie arbeitet man auch mal in der Hocke.

Arbeitsbedingungen

Körperliche Leistungsanforderungen sind in der Getränkebranche - je nach Beruf - etwa Arbeit von Hand, zum Teil bei Lärm, Hitze, Kälte oder Nässe. Auch mit der Steuerung von großen Maschinen und Anlagen sollte Ihr Kind keine Probleme haben, wenn es in dieser Branche arbeiten möchte.

Es kann zudem sein, dass während der Arbeit eine Schutzkleidung getragen werden muss. Die Ausbildung erfolgt meist in kleinen bis mittleren Betrieben, in denen Nacht- und Schichtarbeit möglich ist.