Tipps: So unterstützen Sie Ihr Kind bei der Ausbildungsplatzsuche

In die Ausbildung begleiten

Für Ihr Kind ist es der erste Schritt ins Arbeitsleben, für Sie die letzte große Aufgabe, bevor das Kind erwachsen wird: die Berufswahl. Lesen Sie hier, wie Sie Ihr Kind beim Start in das Berufsleben gut unterstützen können.

Bewerbungsunterlagen auf einem Tisch
Ihrem Kind hilft es, wenn Sie die Bewerbungsunterlagen vor dem Versenden noch einmal auf Flüchtigkeitsfehler hin überprüfen.
Eine Familie sucht gemeinsam Ausbildungsstellen in der Zeitung.
Bieten Sie Ihrem Kind ggf. Hilfestellung bei der Recherche nach Ausbildungsstellen an.

Was soll ich werden? Diese Frage beschäftigt in erster Linie die Jugendlichen selbst. Schließlich geht es um ihre Zukunft. Eltern tun also gut daran, Ihre Erwartungen und Vorstellungen, was aus Ihrem Kind werden soll, zurückzustellen. Trotzdem ist elterliche Unterstützung wichtig. Wie aber kann ich mein Kind unterstützen? Wie viel Kümmern ist gut, wie viel schädlich?

Ausbildungsbetriebe/-stellen finden

Fragen Sie Ihr Kind, ob Sie gemeinsam mit ihm Stellenanzeigen, beispielsweise in Tageszeitungen auf Unternehmenswebseiten in Online-Lehrstellenbörsen der örtlichen Handwerkskammern (HWK) oder Industrie-und Handelskammern (IHK) suchen sollen. Auch der Besuch von Ausbildungsmessen lohnt sich für die Recherche. Haben Sie etwas Interessantes gefunden, lesen Sie zusammen die Berufsbeschreibungen und die Anforderungen durch und sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, ob diese Ausbildungsstelle geeignet ist. Fragen Sie es immer nach seiner Einschätzung und Meinung.
Möchte Ihr Kind diesen Schritt der Berufswahl allein gestalten, versuchen Sie, den Fortschritt bei der Recherche nach Ausbildungsbetrieben im Auge zu behalten, um ggf. Hilfe anbieten zu können.

Jugendlicher übt Vorstellungsgespräch mit der Mutter.
Es hilft Ihrem Kind, wenn Sie bereits im Vorfeld die Situation beim Vorstellungsgespräch gemeinsam durchspielen.

Bewerbungsunterlagen erstellen

Auch für den Bewerbungsprozess gilt: Unterstützen Sie Ihr Kind z.B. bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen, aber drängen Sie sich nicht auf. Helfen Sie ihm ggf. dabei, Termine und Fristen einzuhalten, die notwendigen Unterlagen zu beschaffen bzw. Dokumente zu erstellen - ohne die Arbeit komplett zu übernehmen. Sie könnten - falls gewünscht - beispielsweise die Bewerbung Korrektur lesen, bevor diese versendet wird.

Bewerbungsgespräche üben

Sie können Ihren Sohn oder Ihre Tochter auch bei der Vorbereitung auf Einstellungstests und Bewerbungsgespräche unterstützen, indem sie Gesprächs- und Interviewsituationen zu Hause durchspielen. Die Übung können Sie mit verteilten Rollen machen, stellen Sie möglichst viele Fragen und geben Sie Ihrem Kind Zeit, passende Antworten zu formulieren. Sprechen Sie hinterher darüber, wie das gespielte Vorstellungsgespräch gelaufen ist. Sie können auch Videoaufnahmen (mit einem Smartphone) machen und die Szenen gemeinsam ansehen und besprechen.

Motivieren statt kritisieren

Ständige Kritik und Nörgelei lassen ein Kind mutlos werden. Bestätigung und positive Resonanz dagegen schenken ihm die Sicherheit, die es braucht, um optimistisch in die berufliche Zukunft zu blicken. Bleiben Sie auf jeden Fall am Ball und unterstützen Sie Ihr Kind - auch in schwierigen Situationen, wenn es z.B. Absagen auf Bewerbungen erhält, keine geeignete Ausbildungsstelle findet oder mit den anfallenden Aufgaben überfordert ist und alles am liebsten hinschmeißen würde.

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Stand: 04.10.2018