Bericht: Unterstützung bei der Berufswahl

Das Thema Berufswahl möglichst früh anpacken

Was soll ich nur werden? Welcher Beruf ist richtig für mich? Soll ich doch weiter zur Schule gehen? Solche und ähnliche Fragen treiben Jugendliche ab der achten Klasse um. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Kinder bei der Berufswahl unterstützen können.

Ein Jugendlicher bespricht sich mit seinen Eltern und einer Berufsberaterin.
Um den geeigneten Ausbildungsplatz zu finden, können Eltern auch mit ihren Kindern zu einer Berufsberatung gehen.

Um den geeigneten Beruf zu finden, bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit den eigenen Neigungen und Interessen sowie mit dem Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten. Da ist es wichtig, rechtzeitig, d.h. schon während der Schulzeit, mit dem Thema Berufswahl bzw. -orientierung zu beginnen.

Ohne Eltern läuft in der Berufsorientierung gar nichts

Das Thema Berufswahl ist komplex bzw. erfordert viel Lebenserfahrung, sodass Jugendliche alleine oft damit überfordert sind. Sie als Eltern sollten hier eine Trainer- und Motivationsrolle übernehmen und diese konsequent umsetzen. Erzählen Sie Ihren Kindern z.B. davon, wie Sie zu Ihrem Beruf gefunden haben, und ermutigen Sie sie, auch mit Freunden, Verwandten und Bekannten darüber zu sprechen. Scheuen Sie sich auch nicht, bei Problemen frühzeitig Hilfe von Fachleuten anzunehmen. Denken Sie aber immer daran: Niemand kennt Ihr Kind und seine Potenziale besser als Sie.

Berufswahltests

Entscheidend für eine gelungene Berufswahl sind die Neigungen und Interessen Ihres Kindes. Berufswahltests wie das BERUFE-Universum oder das Selbsterkundungstool (SET) der Bundesagentur für Arbeit unterstützen die Jugendlichen dabei, ihre Stärken und Schwächen einzuschätzen. Sie erfahren, wo ihre Interessen gefragt sind und finden heraus, welche Berufe zu ihnen passen.

Berufsinformationszentrum (BiZ) und Berufsberatung

Im Berufsinformationszentrum (BiZ) findet man alle berufskundlichen Medien der Bundesagentur für Arbeit an einem Ort. Zahlreiche Veranstaltungen im BiZ informieren zusätzlich über verschiedene Berufsfelder und Berufe. Häufig sind Praktiker aus Betrieben als Referenten dabei. Das BiZ hat noch einen Vorteil: Man bekommt dort Informationen zu den Ausbildungsstellen in der Region.
Die Berufsberater/innen der Agentur für Arbeit stehen Ihren Kindern mit Rat und Tat zur Seite. Sie entwickeln gemeinsam mit ihnen berufliche Alternativen und unterstützten sie dabei, ihren Berufswunsch zu realisieren. Man kann auf unterschiedliche Weise mit der Berufsberatung in Kontakt treten und einen Gesprächstermin vereinbaren:

  • in den Sprechstunden der Berufsberatung an der Schule
  • telefonisch unter der gebührenfreien Servicenummer 0800 4 555500
  • persönlich in der Agentur für Arbeit vor Ort

Gut informiert in die Berufswahl - Ausbildungsmessen & Co.

Bild von einer Messe
Auf einer Ausbildungsmesse haben Jugendliche erste Kontakte mit Unternehmen.

Auf Berufsbildungs-, Ausbildungsmessen oder Azubitagen kann man ausführliche Informationen über Berufe erhalten und erste Kontakte zu Unternehmen knüpfen. Auf vielen Messen können sich die Jugendlichen mit Azubis über deren Ausbildung unterhalten, Kontakte zu Arbeitgebern knüpfen oder zuschauen, wie in manchen Berufen gearbeitet wird. Häufig veranstalten große Betriebe Infotage für angehende Azubis. Dabei kann man speziell das Unternehmen und die dortigen Ausbildungsmöglichkeiten kennenlernen.

Praktika sind für eine gute Berufsorientierung wichtig

Unerlässlich ist auch, im anvisierten Beruf ein Praktikum zu machen, um zu schauen, ob er wirklich passt. Wenn man dann im Praktikum feststellt, dass der Beruf doch nicht der richtige ist, so ist das besser als eine abgebrochene Ausbildung.
Entscheidend ist eine realistische Berufswahl. Und es sollte auch immer einen Plan B oder auch C geben - also zumindest eine Alternative zum Traumberuf. Dabei lohnt es sich, auch einen Blick auf unbekannte Berufe zu werfen.

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Stand: 04.10.2017