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Tipps: So unterstützen Sie Ihr Kind beim Umzug

Für die Ausbildung umziehen - wie Eltern helfen können

Wenn Ihr Kind für die Ausbildung das gemeinsame Zuhause verlässt, beginnt für alle ein neuer Lebensabschnitt. Dennoch benötigt Ihr Kind weiterhin Ihre Unterstützung. Hier finden Sie Tipps, wie Sie ihm beim Umzug helfen können.

Eine Frau und ein Mann besprechen zusammen ein Dokument, das vor ihnen auf dem Tisch liegt.
Wenn man eine Wohnung oder ein Zimmer mietet, gibt es einige Formalitäten zu erledigen. Am besten begleiten und unterstützen Sie Ihr Kind dabei.

Die passende Wohnform für Ihr Kind finden

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Ihr Kind wohnen kann, z.B.:

  • Eigene Wohnung
  • WG-Zimmer
  • Jugendwohnheim
  • Wohngruppe

Dabei gilt es verschiedene Kriterien zu beachten, etwa:

  • Wie viel Geld kann Ihr Kind für die eigene Wohnung ausgeben?
  • Möchte es allein leben oder in der Gemeinschaft?
  • Wie selbstständig ist Ihr Kind?

Erfolgreich bei der Wohnungssuche

Ein junger Mann sitzt am Schreibtisch.
Zimmer in Azubi-Wohnheimen sind meist bereits mit Schreibtisch, Bett und Schrank ausgestattet.

Ihr Kind sollte frühzeitig mit der Suche nach seiner neuen Unterkunft beginnen. Wohnungsbaugenossenschaften bieten häufig günstigere Wohnungen für Auszubildende an. Die jeweiligen Adressen vor Ort finden Sie online.

Hilfreich sind Wohnungsbörsen im Internet sowie Anzeigen in der Lokalzeitung. Eine alternative Wohnform sind Jugend- und Azubi-Wohnheime. Diese sind häufig möbliert, sodass kaum Kosten für die Einrichtung anfallen. Ein weiterer Vorteil dabei ist der Kontakt mit Gleichaltrigen und das gemeinschaftliche Zusammenleben. Zudem werden die jungen Menschen durch Pädagoginnen und Pädagogen betreut.

Berufsbildungswerke (BBW) bieten jungen Menschen mit Behinderungen oder Lernschwierigkeiten Wohnangebote verbunden mit beruflichen und/oder schulischen Maßnahmen an. Die meist kleinen Wohngruppen werden durch qualifiziertes Fachpersonal betreut.

Tipp

Prüfen Sie die Bedingungen des Mietvertrags, bevor Sie bzw. Ihr Kind unterschreiben. Weisen Sie Ihr Kind auf mögliche Zusatzkosten hin, die nicht im Mietpreis enthalten sind.

Finanzierungshilfen für den Umzug

Falls die Ausbildungsvergütung für die Miete nicht ausreicht, gibt es neben dem Kindergeld weitere Finanzierungshilfen, z.B.:

  • Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
  • BAföG (Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz)
  • Wohngeld

Tipp

Halten Sie Ihr Kind dazu an, sein Verbraucherverhalten zu überdenken. Auch bei der Einrichtung kann es Kosten einsparen, z.B. durch den Kauf von gebrauchten Möbeln.

Ansprechpartner/innen bei Problemen im neuen Wohnort

Ein Vater steht hinter seiner Tochter. Die Tochter arbeitet am PC.
Überlegen Sie, ob es am neuen Wohnort jemanden gibt, an den sich Ihr Kind bei Problemen wenden kann.

Für viele junge Menschen bedeutet ein Umzug in einen anderen Wohnort eine große Herausforderung: Es fehlen die vertrauten Personen und der Austausch.

Sollte Ihr Kind in seinem neuen Zuhause Probleme haben, gibt es verschiedene Ansprechpartner/innen. In Wohngruppen helfen z.B. die Pädagoginnen und Pädagogen bei Schwierigkeiten im Alltag oder der Ausbildung.

Gibt es Unstimmigkeiten mit WG-Mitbewohner/innen, sollte Ihr Kind das Gespräch suchen. Hat es Ärger mit der Vermieterin oder dem Vermieter, kann es sich beispielswiese an den Mieterschutzbund oder den Mieterverein vor Ort wenden. Diese sind jedoch kostenpflichtig.

Raten Sie Ihrem Kind, sich in der neuen Umgebung umzusehen, einem Verein beizutreten und sich mit anderen Azubis nach der Arbeit zu treffen. So klappt der Anschluss bestimmt schneller!

Stand: 14.10.2020