Tipps: So kann Ihr Kind seine sozialen Kompetenzen trainieren

Übung macht den Meister

In der Ausbildung werden nicht nur berufliche Fähigkeiten benötigt, sondern auch sogenannte Soft Skills wie Team-, Konflikt-, und Kommunikationsfähigkeit. Diese kann Ihr Kind in der Schule, zu Hause oder in der Freizeit üben.

Ein junger Mann berät zwei Kunden mithilfe einer Flipchart.
Konflikte zu lösen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen, ist im Umgang mit Kundinnen und Kunden besonders wichtig.

Zusammen schaffen wir das

Eine Gruppe sitzt an einem Tisch und bespricht sich.
Im Beruf arbeitet man nicht nur mit seinen besten Freunden zusammen an einem Projekt.

Ist Ihre Tochter/Ihr Sohn gut darin, mit anderen zielorientiert zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig bei der Aufgabenbewältigung zu unterstützen? Wenn ja, dann ist Ihr Kind teamfähig. Diese Stärke spielt im  Berufsleben eine wichtige Rolle. In der Freizeit kann Ihr Kind seine Teamfähigkeit trainieren, z.B. in Gruppen wie Sportmannschaften, Chören oder der Freiwilligen Feuerwehr. Im kleineren Kreis kann Ihr Kind durch Gemeinschaftsspiele üben, zusammen auf ein Ziel hin zu arbeiten - das macht auch mit der Familie Spaß.

 

Cool bleiben

Wie sieht es in Streitsituationen aus? Behält Ihr Kind einen kühlen Kopf und löst die Spannung auf? Oder beharrt es auf seiner Meinung und kann eine andere Ansicht nicht akzeptieren? Die Fähigkeit, mit Konflikten umzugehen, ist in Berufen wie der Altenpflege wichtig, wenn man auf besorgte Angehörige oder demente Altenheimbewohner*innen angemessen reagieren muss. In Mannschaftssportarten kann Ihre Tochter/Ihr Sohn Konfliktfähigkeit erlernen. Außerdem lassen sich Methoden zur Streitlösung trainieren, z.B. als Streitschlichter*in in der Schule.

Was sind Streitschlichter?

An vielen Schulen gibt es mittlerweile Streitschlichter*innen. Das sind Schüler*innen, die unparteiisch zwischen streitenden Mitschülerinnen und -schülern vermitteln. Dafür werden sie in Workshops und Programmen geschult. Im Verfahren zur Streitschlichtung führt der/die Streitschlichter*in ein Gespräch mit den Streitenden nach bestimmten Regeln, um ihnen bei der Lösung des Konflikts zu helfen. Am Ende wird die Lösung in einem Vertrag festgehalten. Der Inhalt des Gesprächs ist vertraulich. Streitschlichter*innen helfen also Gewalt zu vermeiden. Dadurch lernen sie selbst viel über guten Umgang miteinander und wie Konflikte gewaltfrei gelöst werden können.

Nur redenden Menschen kann geholfen werden.

Drei Männer diskutieren miteinander.
Auch um Probleme zu benennen und zu klären, ist gute Kommunikation entscheidend.

Kommunikationsfähigkeit ist einer der wichtigsten Soft Skills. Manchmal ist es gar nicht so einfach zu sagen, was wir meinen. Da hilft nur Übung. Sprechen Sie viel mit Ihrem Kind. Machen Sie sich zusammen bewusst, ob sie gerade auf sachlicher Ebene oder auf persönlicher Ebene diskutieren. Geben Sie Ihrem Kind Feedback, ob sein Tonfall oder seine Wortwahl bei Ihnen Wohlwollen oder Ablehnung auslöst. In Meetings mit Kolleginnen und Kollegen zahlt sich Kommunikationsfähigkeit aus.

Umgang mit Problemen in der Ausbildung

In der Ausbildung kann es zu Schwierigkeiten kommen, z.B. durch schlechte Noten oder Unstimmigkeiten mit dem/der Ausbilder*in. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Gründe und suchen Sie gemeinsam nach Lösungen. Sollte das nicht ausreichen, stehen die Berufsberaterinnen und Berufsberater der Agenturen für Arbeit in kritischen Situationen in der Ausbildung beratend zur Seite.