Bericht: Ausbildungsanforderungen im Zeitalter der Digitalisierung

Keine Scheu vor Industrie 4.0

Welche Veränderung bringt Digitalsierung für die Ausbildung meines Kindes? Kann ich es darauf vorbereiten? Hier finden Sie Informationen zur Digitalsierung und den damit verbunden Auswirkungen auf die Ausbildungslandschaft.

Ein Ausbilder bespricht mit zwei Jugendlichen Daten auf einem Laptop, der an ein Auto angeschlossen ist.
Digitale Arbeitsmittel sind verstärkt in der Ausbildung im Einsatz - wie etwa in der Kfz-Branche.

Geschicklichkeit, Sorgfalt, Kreativität - je nach Ausbildung waren diese oder andere Stärken gefragt. Doch mit der Digitalsierung verändern sich nicht nur die Zukunft der Ausbildungsbetriebe, sondern auch die Anforderungen und die Ausbildung selbst.

Industrie 4.0 ist das Schlagwort, das in diesem Zusammenhang benutzt wird. Darunter versteht man die Vernetzung der Maschinen und Lieferketten untereinander. Durch die technologischen Neuerungen unterziehen sich die Ausbildungen einem starken Wandel, es werden neue Berufsbilder entstehen. Ihr Kind sollte deshalb bereit sein, sich neuen Technologien zu öffnen und sich mit diesen zu beschäftigen.

Anforderungen im digitalen Zeitalter

Zwei Hände tippen auf einer drahtlosen Tastatur.
Kenntnisse im Umgang mit Software und IT werden für viele Ausbildungen bereits vorausgesetzt.

Das bedeutet nicht, dass Ihr Kind unbedingt für jeden Beruf das Programmieren erlernen muss, allerdings sollte es sich dem Umgang mit Computern und immer neuer Software nicht verschließen. Denn die Veränderungen in den Ausbildungsberufen haben bereits begonnen und betreffen nahezu alle beruflichen Bereiche. Auch bestehende Ausbildungen werden den neuen Entwicklungen angepasst.

Sie als Eltern können Ihr Kind unterstützen und es zum Umgang mit Computern animieren. Dabei geht es vor allem darum, kompetent mit Programmen zu arbeiten. Vielleicht hat die Schule Ihres Kindes zusätzliche Angebote im IT-Bereich, wie beispielsweise Computer-AGs, an denen Ihr Kind teilnehmen kann?

Sollten Sie selbst Nachhilfe in Sachen "Medienkompetenz" benötigen, könnten Sie zum Beispiel gemeinsam mit Ihrem Kind passende Kurse besuchen. Nutzen Sie auch die Möglichkeit von Onlinekursen. Zahlreiche Plattformen bieten kostenfreie Kurse für das Selbststudium an. Auch Videoplattformen können ein Einstieg in digitale Kompetenzen sein. Dabei können Sie auf Angebote zurückgreifen, die Ihnen das Wissen schrittweise vermitteln.

Vernetzung der Arbeitsbereiche

Die Ausbildungen werden komplexer, verschiedene Gebiete wie beispielsweise IT, Mechanik und Datenverarbeitung werden in Zukunft stärker miteinander verknüpft sein. Das wird auch am Beispiel der Kfz-Branche deutlich: Während früher das handwerkliche Geschick für eine Ausbildung im Mittelpunkt stand, wird heute eine hohe Denkleistung erwartet. Denn die Digitalsierung im Fahrzeug erfordert Interesse oder Kenntnisse im IT-Bereich und eine hohe Bereitschaft für den Umgang mit moderner Technik.

Lebenslanges Lernen

Künftig wird auch nach der Ausbildung die Bereitschaft zum "Lebenslangen Lernen" verlangt. Denn die technologische Weiterentwicklung stellt große Herausforderungen an die Beschäftigten. Ihr Kind wird sich also stets weiterqualifizieren müssen, um mit der Geschwindigkeit der Entwicklungen Schritt halten zu können.

Ihr Kind muss jedoch keine Scheu vor der Digitalisierung haben, weil es bereits ganz selbstverständlich damit aufwächst. Wecken und fördern Sie sein Interesse und bleiben somit selbst gleich mit am Ball!

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Stand: 15.11.2017