Bericht: Arbeit im Freien - ist das etwas für mein Kind?

Ist Ihr Kind für einen Outdoor-Beruf geeignet?

Ihr Kind hat schon immer lieber draußen als drinnen gespielt? Es kann sich nicht vorstellen, den ganzen Tag im Büro zu arbeiten? Dann sind Berufe, bei denen viel draußen gearbeitet wird, vielleicht das Richtige. Aber ist Ihr Kind dafür geeignet?

Ein angehender Gärtner pflückt Obst.
Das Ausführen von Tätigkeiten in der Natur kann sehr erfüllend sein, wenn es einem liegt, draußen zu arbeiten.
Ein Jugendlicher fährt auf einem Fahrrad.
Eine robuste Gesundheit sowie körperliche Koordination und Leistungsfähigkeit sind wichtige Säulen für einen Beruf, der überwiegend im Freien ausgeübt wird.

In einigen Berufsgruppen wie im Baugewerbe, in der Land- und Forstwirtschaft, im Garten- und Landschaftsbau, in der Abfallentsorgung sowie im Fischereigewerbe und in der Seefahrt gehört Arbeit im Freien zum Anforderungsprofil. Egal ob als Maurer/in, Landwirt/in, Gärtner/in, Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft, Fischwirt/in, Forstwirt/in oder Binnenschiffer/in: Sie alle sind Witterungseinflüssen wie sommerliche Hitze, Regen, Kälte, Schneefall etc., aber auch Zugluft, Nässe bzw. einem Wechsel zwischen unterschiedlich temperierten Arbeitsorten ausgesetzt. Darüber hinaus bewegen sich die Beschäftigten in der Seefahrt auf schwankenden Schiffen und als Land- bzw. Forstwirt/in muss man sich sicher auf unebenem oder schwierigem Gelände bewegen können. Eine robuste Gesundheit, ein belastbares Herz-Kreislaufsystem, eine ausreichende Bewegungskoordination sowie eine gute körperliche Leistungsfähigkeit spielen in diesen Berufen eine wichtige Rolle.

Gesundheitliche Einschränkungen wie Infektanfälligkeit, chronische Infektionskrankheiten, leistungsvermindernde und chronische Herz- und Kreislauferkrankungen und eine begrenzte Beweglichkeit können somit bei der Ausübung dieser Berufe zu Problemen führen.

Tipps zur Eignungsfeststellung

Eine Mutter sitzt mit ihrer Tochter an einem Tisch.
Sprechen Sie Ihr Kind auf seine Berufsvorstellungen an! So können Sie ihm besser die Vor- und Nachteile davon aufzeigen.

Grundsätzlich gilt: Sprechen Sie mit Ihrem Kind über seine Vorstellungen hinsichtlich der Berufe, die zum großen Teil im Freien ausgeübt werden. Immer an der frischen Luft sein, Bewegung, Sonnenschein - so idyllisch kann die Arbeit im Freien sein. Dass ein Arbeitsort "draußen" auch widrige Arbeitsbedingungen mit sich bringt, darf aber nicht ausgeblendet werden.

Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind, wie sie ihren bzw. seinen Gesundheitszustand subjektiv einschätzen:

  • Ist Ihr Kind häufig erkrankt, z.B. an Infekten, bzw. nimmt er/sie oft Gesundheitsleistungen in Anspruch?

  • Wie sieht es mit allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Neurodermitis oder Asthma aus?

  • Ist Ihre Tochter/Ihr Sohn regelmäßig körperlich aktiv?

  • Neigt Ihr Kind zu Übergewicht?

Aber auch die Fähigkeit zur Konzentration, ein gutes Reaktionsvermögen sowie psychische Belastbarkeit sind im Zusammenhang mit Arbeiten im Freien nicht zu unterschätzen. Haben Sie oder Ihr Kind Zweifel an der Eignung für eine Tätigkeit im Freien, ist es ratsam, den fachlichen Rat eines Arztes bzw. einer Ärztin einzuholen.

Versuchen Sie so oft wie möglich den Bewegungsdrang Ihres Kindes zu fördern bzw. es dazu zu animieren. Ein bewegter Alltag - angefangen beim täglichen Schulweg, den die Kinder zu Fuß zurücklegen, bis hin zur gemeinsamen Radtour - hält den Nachwuchs fit und gesund.

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Stand: 22.08.2018