Praktischen Einblick in Berufe geben

"So arbeite ich"

Als engagierte Eltern haben Sie viele Möglichkeiten, Ihre beruflichen Kompetenzen bei der Berufsvorbereitung Ihrer Kinder einzubringen. Noch besser ist es, wenn nicht nur Ihr Kind, sondern gleich eine ganze Klasse von Ihren Berufserfahrungen profitiert!

Ein Lehrer mit seinen Schülerinnen und Schülern im Klassenzimmer
Wenn ein Elternteil aus seinem Berufsleben erzählt, ist das für Schülerinnen und Schüler spannend, besonders weil sie direkt Antworten auf ihre Fragen bekommen.
Eine Frau telefoniert vor einem Bildschirm und einem Laptop.
Egal, ob Sie in einer großen Firma oder in einem Handwerksbetrieb arbeiten - berichten Sie von Ihren vielseitigen Aufgaben und mit wem Sie Kontakt haben.

Hier einige Beispiele, die Sie in Absprache mit dem Elternbeirat oder der Elternvertretung in der Klasse Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes anstoßen bzw. der Lehrkraft vorschlagen können.

Eltern kommen ins Klassenzimmer

Sie berichten daheim nach Feierabend gerne etwas aus Ihrem Berufsalltag? Erzählen Sie das doch einmal im Klassenzimmer - frei nach dem Motto "So arbeite ich". Schülerinnen und Schüler erfahren so, wie es in einem bestimmten Beruf abläuft, und erhalten praxisnahe und direkte Unterstützung bei der Berufswahl. Die Realschule Wickrath in Mönchengladbach bietet z.B. die Veranstaltung "Eltern stellen ihre Berufe vor" zur Berufsorientierung für die 9. Klasse an.

Über den Beruf plaudern

Vielleicht ist es auch an der Schule Ihres Kindes möglich, dass ein/e Erziehungsberechtigte/r seinen/ihren Beruf vorstellt? Ist das nach Absprache der Fall, könnte der/die Berufstätige auf die folgenden beruflichen Merkmale eingehen:
•    Welchen Beruf übt der/die Vortragende aus?
•    Wie lautet die genaue Berufsbezeichnung?
•    Welche Ausbildung hat der/die Berufspraktiker/in gemacht?
•    Welche Aufgabenfelder bearbeitet er/sie?
•    Wie ist die Arbeitszeit, die Verdienstmöglichkeit?
•    Welche Anforderungen hat er/sie zu erfüllen?
•    Entspricht der Beruf dem, was er/sie erwartet hat?
•    Welche Fähigkeiten und Interessen sollten vorhanden sein?
Bei der Vorstellung ist z.B. ein Beruf vorteilhaft, den Schüler/innen mit einem Hauptschul- oder Realschulabschluss ergreifen können.

Ehrlich antworten

Eltern im Gespräch mit Ihrem Sohn vor einem Laptop.
Prima, wenn Sie nicht nur Ihr Kind, sondern auch andere Schüler/innen bei der Praktikumssuche unterstützen können.

Vorteile und Nachteile des Berufs sollte der vortragende Elternteil ebenfalls nicht aussparen. Optimal ist es, wenn die Schüler/innen z.B. nach einer 30-minütigen Präsentation noch genügend Zeit haben, Fragen zu stellen. Informationen zu dem zugrunde liegenden Ausbildungsberuf und welche Voraussetzungen nötig sind, können den Vortrag ergänzen.

Kontakte durch Networking

Manche Schüler/innen möchten gern ein Praktikum machen, tun sich aber schwer, einen Platz zu finden. Hier sind Ihre Netzwerkfähigkeiten gefragt! Haben Sie in Ihrem Beruf Kontakte zu Unternehmen, die ausbilden und Praktikantinnen/Praktikanten suchen? Geben Sie die Adressen an die Schüler/innen weiter. Motivieren Sie auch Kolleginnen und Kollegen, Bekannte oder Verwandte, sich bei schulischen Aktivitäten zu beteiligen. Ihre beruflichen Erfahrungen werden sicher geschätzt.

Arbeiten live erleben

Wenn Sie in einem Unternehmen arbeiten, das Jugendliche gern durch verschiedene Abteilungen führt, können Sie dies ebenfalls der Elternvertretung oder der Lehrkraft mitteilen. Betriebsbesuche oder -besichtigungen kommen bei Schülerinnen und Schülern immer gut an und zeigen real, wie die Arbeit in den verschiedensten Berufen abläuft.

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Stand: 17.10.2018