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Bericht: Weiterführende Berufs- und Karrierechancen im Berufsfeld Sport

Sportlich Karriere machen

Das Berufsfeld Sport und Bewegung ist breit gefächert und abwechslungsreich, es reicht von Fitness und Gesundheit über Tanz bis hin zu kaufmännischer Verwaltung. Hier erfahren Sie, welche weiterführenden Bildungswege es unter anderem für Ihr Kind gibt.

Eine Tanzkursleiterin zeigt den Kursteilnehmern Tanzschritte.
Im Berufsfeld Sport und Bewegung kann man sich zum Beispiel im Bereich Tanz und Gymnastik weiterbilden.

Bewegungstherapie durch Gymnastik und Tanz

Gymnastik- und Tanzpädagogen/-pädagoginnen mit dem Schwerpunkt Bewegungstherapie leiten ihre Klienten zu Bewegungsabläufen an. Ziel ist es, damit z.B. der Entstehung anatomisch bedingter Krankheiten vorzubeugen, das Körperbewusstsein zu fördern oder verdrängte Erlebnisse zu verarbeiten. Auch die Konzeption der Behandlungen übernehmen die Gymnastik- und Tanzpädagogen/-pädagoginnen. Sie sind z.B. in Kinder- und Jugendheimen, Pflegeheimen, Krankenhäusern und Krankengymnastikpraxen tätig.

Zu den Lerninhalten der zweijährigen Weiterbildung zählen verschiedene Tanzarten, z.B. Folklore, Ballett und Tanzimprovisation. Daneben spielen Körper- und Bewegungsbildung, Rhythmik und Psychologie eine Rolle.

Die Weiterbildung zum/zur Gymnastik- und Tanzpädagogen/-pädagogin mit dem Schwerpunkt Bewegungstherapie kann Ihr Kind aufnehmen, wenn es z.B. eine einschlägige Berufsausbildung oder -praxis sowie Erfahrungen im Tanz­ oder Bewegungsbereich vorweisen kann.

Kaufmännische Verwaltung und Fitness verbinden

Eine Angestellte berät eine Kundin.
Die Kundenbetreuung fällt ebenfalls in den Aufgabenbereich von Fitnessfachwirtinnen und -fachwirten.

Fitnessfachwirte und -fachwirtinnen beschäftigen sich mehr mit den kaufmännischen Aspekten des Berufsfeldes Sport wie der Organisation, dem Marketing und dem Personalwesen. Dennoch gehören die Kundenbetreuung hinsichtlich Trainingsgestaltung und Ernährung sowie die Kursplanung und -leitung zu ihren Aufgaben. Sie werden in Fitnessstudios oder Vorsorge- und Rehabilitationskliniken eingesetzt.

Ein Auszubildender übt das physiotherapeutische Vorgehen.
Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten können eine Weiterbildung zum/zur Fitnessfachwirt/in machen.

Während der Weiterbildung, die je nach Bildungsanbieter unterschiedlich lang dauert, lernt Ihr Kind z.B. die Grundlagen der Volks-, Betriebs- und Personalwirtschaft kennen. Zusätzlich werden ihm Inhalte der Sportmedizin, Trainings- und Ernährungswissenschaft und zum Gerätehandling nähergebracht.

Die Weiterbildung zum/zur Fitnessfachwirt/in setzt eine Ausbildung im kaufmännischen oder verwaltenden Bereich und eine einschlägige Berufspraxis im Fitnessstudio voraus. Als Physiotherapeut/in, Masseur/in und medizinische/r Bademeister/in oder Gymnastiklehrer/in wird man ebenfalls zur Weiterbildungsprüfung zugelassen.

Organisation, Koordinierung und Überwachung von Schwimmbädern

Als Meister/in für Bäderbetriebe beschäftigt sich Ihr Kind mit der Organisation und Koordinierung des Badebetriebs, beispielsweise bzgl. Schwimmunterricht, Kostenentwicklung und Personalauswahl. Auch die Überwachung der Wasserqualität und das Erste-Hilfe-Leisten bei Badeunfällen sind Teil des Aufgabenfeldes. Meister/innen für Bäderbetriebe können somit in öffentlichen und privaten Bädern oder medizinischen Badeeinrichtungen von Rehabilitationskliniken arbeiten.

Während der ca. sechsmonatigen Weiterbildung eignet sich Ihr Kind z.B. theoretisches Wissen in den Gebieten Recht, Bädertechnik und Gesundheitslehre an. Diese Kenntnisse werden durch Praxis im Bezug auf Management und Führungsaufgaben, Rettungsschwimmen und Schwimmsport ergänzt.

Für die Weiterbildung zum/zur Meister/in für Bäderbetriebe benötigt Ihr Kind eine abgeschlossene Berufsausbildung als Fachangestellte/r für Bäderbetriebe sowie eine mindestens zweijährige Berufspraxis.

Studieren ohne Abitur

Es ist grundsätzlich möglich, dass Ihr Kind nach der Prüfung zum/zur Fachwirt/in oder nach der Meisterprüfung ein Studium aufnimmt, z.B. in Fächern wie Sportmanagement oder Gesundheitssport. Dafür muss je nach Studiengang eine Sporteignungsprüfung abgelegt werden.