Kleiner Knigge: Vom Blickkontakt zum Small Talk…

Der erste Eindruck zählt

Wer im Vorstellungsgespräch und im Arbeitsalltag punkten will, sollte sich von Beginn an von seiner besten Seite zeigen. Ob ein Bewerber einen guten Eindruck hinterlässt, steht schon nach wenigen Sekunden fest.

Eine junge Frau klopft an einer Tür.
Anklopfen vor dem Eintreten ist höflich und hinterlässt einen guten Eindruck.

Für den Umgang mit Menschen in verschiedenen Positionen z.B. Vorgesetzten oder Kollegen/Kolleginnen gibt es Verhaltensregeln, die allgemein akzeptiert sind. Wer diese beherrscht, hinterlässt einen positiven Eindruck. Diese Verhaltensregeln können die Jugendlichen schon im Vorfeld z.B. durch Rollenspiele und Übungen erlernen.

Blickkontakt, Handschlag & Co.

Wie wäre es mit einem Rollenspiel zum Thema Vorstellungsgespräch? Stellen Sie die ersten Minuten des Gesprächs nach. Dabei können Sie mit den Jugendlichen gängige Höflichkeitsformen einüben: pünktliches Erscheinen, Anklopfen, Begrüßung mit Handschlag und Blickkontakt. Auch gängige Floskeln und die richtige Verabschiedung können Sie so trainieren.

Bei einem Vorstellungsgespräch kommt es nicht nur auf Höflichkeit an. Auch die eigene Körpersprache verrät viel: Üben Sie den angemessenen Händedruck mit den Jugendlichen. Wie wirkt dieser im Gegensatz zu einem zu leichten oder zu festen Händedruck? Auch hängende Schultern und Hände in der Hosentasche sagen etwas über die Person aus und vermitteln einen negativen Eindruck. Fragen Sie die Jugendlichen, wie die verschiedenen Körperhaltungen auf sie wirken. Wenn Sie nervöse Gesten bei den Jugendlichen beobachten oder die Jugendlichen beispielsweise nicht wissen, wohin mit den Händen, dann überlegen Sie mit ihnen alternative Körperhaltungen.

Kleider machen Leute

Im Anzug oder Kostüm zum Vorstellungsgespräch für eine Stelle als Kraftfahrzeugmechatroniker/in? Das muss in der Regel nicht sein. Bei der Kleiderfrage sollte man sich an der Branche orientieren. Recherchieren Sie gemeinsam mit den Heranwachsenden auf der Firmenwebsite nach Mitarbeiterfotos, dies kann bei der Kleiderauswahl helfen. Zeigen Sie den Jugendlichen, welche Kleidung sich für ein Vorstellungsgespräch eignet oder wählen Sie gemeinsam mit den Jugendlichen passende Kleidung aus. Achten Sie darauf, dass die Kleidung sauber und ordentlich ist. Auch in Sachen Frisur und Körperpflege ist auf ein gepflegtes Erscheinungsbild zu achten. Auf zu viel Parfüm oder Make-up verzichtet der/die Bewerber/in besser.

Small Talk

Zum Gesprächseinstieg führen Personalverantwortliche gerne Small Talk. Dabei ist es gar nicht so leicht, den unverfänglichen Gesprächseinstieg zu schaffen.

Das Video von planet-beruf.de "Small Talk beim Bewerbungsgespräch" erklärt, wie man beim Vorstellungsgespräch mit Small Talk punktet. Ermutigen Sie die Jugendlichen Small Talk auch einfach mal an der Supermarktkasse oder im Aufzug zu üben. Beliebte Themen sind das Wetter, Sport oder Hobbies. Themen wie Religion, Politik oder private Probleme sind nicht geeignet. Unangemessene Fragen müssen nicht beantwortet werden. Spielen Sie mit den Flüchtlingen durch, wie sie auf unangemessene Fragen höflich reagieren können.

Umgangsformen am Arbeitsplatz

Auch im Berufsalltag sind  Höflichkeit und zuvorkommendes Verhalten gefragt. Die Jugendlichen sollten nicht ungefragt Kollegen und Kolleginnen duzen. Erklären Sie den Jugendlichen, dass sie vor allem am Anfang nicht zu viele private Dinge erzählen.

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Stand: 02.05.2016