Interview: Bei der Berufsorientierung unterstützen

Fit für die Ausbildung

Sandra Pawle unterstützt als stellvertretende Fachliche Leitung des Jugendhilfeträgers Pro Arbeit Rosenheim e.V. an der Berufsschule Rosenheim junge Geflüchtete. In den Berufsintegrationsklassen spielen Spracherwerb und Berufsorientierung eine große Rolle.

Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Herkunft lernen gemeinsam.
Spracherwerb und Berufsorientierung eröffnen Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Kulturen den Weg in die Berufsausbildung.
Interviewpartnerin Sandra Pawle
Pro Arbeit Rosenheim e.V.
Sandra Pawle,stellvertretende Fachliche Leitung des Jugendhilfeträgers Pro Arbeit Rosenheim e.V. unterstützt die Integration von jungen Geflüchteten.

planet-beruf.de: Was sind Berufsintegrationsklassen (BIK)?

Sandra Pawle: Berufsintegrationsklassen sind ein zweijähriges Vollzeitangebot für berufsschulpflichtige
Asylbewerber/innen und Geflüchtete im Alter von 16–21 Jahren an öffentlichen beruflichen Schulen in
Bayern. Dabei arbeiten die Schulen meist mit einem Kooperationspartner bzw. Bildungsträger zusammen.

planet-beruf.de: Welches Konzept steht hinter der Arbeit mit den Geflüchteten?

Sandra Pawle: Im ersten Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Sprachunterricht, wir beginnen aber auch
schon mit Berufsorientierung. Die Jugendlichen arbeiten ihre Stärken und Schwächen sowie dazu passende Berufe heraus. Dabei halten wir den jungen Frauen bzw. jungen Männern die Wege in alle Berufsbereiche offen. Das zweite Jahr der BIK steht unter dem Fokus der beruflichen Etablierung am Arbeitsmarkt. Wir versuchen die Jugendlichen durch Praktika in Ausbildung oder in Arbeit zu vermitteln.

planet-beruf.de: Was gilt es im Umgang mit den Geflüchteten zu beachten?

Sandra Pawle: Zunächst lernen die jungen Geflüchteten die klassischen Schulregeln kennen, z.B. hinsichtlich Ordnung und Sauberkeit. In einem zweiten Schritt entwickeln und stellen wir eigene Klassenregeln auf. Da geht es etwa um den Respekt zwischen den Kulturen. Ich begleite gerade eine Klasse von 17 Schülern aus neun verschiedenen Nationen. Da heißt es, sehr kultursensibel zu arbeiten.

planet-beruf.de: Mit welchen Kooperationspartnern arbeiten Sie zusammen?

Sandra Pawle: Wir arbeiten eng und sehr gut mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit Rosenheim
zusammen. Es gibt hier einen Berufsberater, der nur für die Geflüchteten zuständig ist. Er kommt in die Schule und stellt sich in den Klassen vor. Auch die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer sowie die örtlichen Arbeitgeber sind wichtige Netzwerkpartner für uns.

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Stand: 25.01.2017
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