Bericht: Lernwerkstätten für Geflüchtete

Unterstützung in Lernwerkstätten

Wenn Jugendliche noch nicht wissen, in welche berufliche Richtung es für sie gehen kann, gibt es verschiedene Möglichkeiten, das herauszufinden. Eine davon sind sogenannte Lernwerkstätten. Hier werden berufliche Perspektiven geschaffen.

Eine junge Frau an der Werkbank
In Lernwerkstätten lernen junge Menschen u.a. das Berufsfeld Handwerk näher kennen.

Jugendlichen mit schwächeren schulischen Leistungen oder starker Praxisorientierung ermöglicht die zweijährige Berufsausbildung, einen qualifizierten Abschluss zu erlangen.

Zwei Jugendliche halten Schilder hoch.
Projekte, die Lernwerkstätten anbieten, unterstützen Geflüchtete beim Einstieg in die Arbeitswelt.

Geflüchtete verschiedener Altersgruppen werden in Lernwerkstätten auf den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt vorbereitet. Die Modelle der einzelnen Träger unterscheiden sich in einigen Punkten voneinander. Doch eines haben alle gemeinsam: Sie bieten geflüchteten Menschen eine Qualifizierung in einzelnen Berufsbereichen und erleichtern ihnen somit den Start ins Berufsleben. Im Folgenden werden zwei Projekte näher beschrieben.

Fit für den Arbeitsmarkt

Im Auftrag des Jobcenters Ravensburg hat das Berufsbildungswerk der Stiftung Liebenau in Zusammenarbeit mit der Stadt Aulendorf ein Projekt ins Leben gerufen, in dem elf Frauen und Männer unterschiedlichen Alters bei der Integration in den Arbeitsmarkt gefördert werden.

In insgesamt sechs Monaten werden die Teilnehmer/innen im Bereich Handwerk qualifiziert. Die ersten vier Monate erhalten sie vormittags Deutschunterricht und trainieren danach Grundlagen im Bereich Farben, Metall und Holz an der Werkbank. So werden sie auf die letzten zwei Monate vorbereitet, die sie in einem Betrieb verbringen. Während des Praktikums finden Teilnehmer/innen und Unternehmen heraus, ob der Berufsbereich passt oder nicht.

Die Teilnehmer/innen erhalten auch Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz sowie ein intensives Bewerbungstraining. Im Anschluss an ihr Praktikum können sie sich direkt bewerben.

Eine junge Frau bohrt Stahl.
Die Teilnehmer/innen können das theoretische Wissen, das sie gelernt haben, auch praktisch anwenden.

Geschult ins Handwerk

Ein Projekt des Vereins Lernwerkstatt Halle 36 e.V. fördert die Qualifizierung junger Geflüchteter ebenfalls im Bereich Handwerk. In einem vierwöchigen Grundkurs lernen die Schüler/innen verschiedene Aufgaben aus dem Trockenbau, dem Malerhandwerk, der Holzverarbeitung, der Elektrotechnik, u.a. kennen.
Im Anschluss daran gibt es Kurse, in denen sich die Teilnehmer/innen auf ein bestimmtes Gebiet spezialisieren können. Dieses Wissen vermitteln ihnen ehrenamtliche Ausbilder/innen aus dem Handwerk. Mithilfe dieser Maßnahme finden junge Menschen leichter einen Ausbildungsplatz, da sie sich bereits theoretisches und praktisches Vorwissen angeeignet haben.

Stärken fördern in offenen Werkstätten

Neben diesen Projekten gibt es viele weitere, die Lernwerkstätten anbieten. Sogenannte offene Werkstätten bieten ebenfalls die Möglichkeit, aktiv mitzumachen und so seine Stärken herauszufinden und zu fördern.

Der Verbund offener Werkstätten gibt eine Übersicht über Projekte und Initiativen, die offene Werkstätten für Handwerk, Kunst, Wissenschaften etc. betreiben. Hier kann man direkt nach Angeboten in der Nähe suchen:

https://www.offene-werkstaetten.org/

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Stand: 17.04.2019