Logo der Bundesagentur für Arbeit

Bericht: Ausbildung in Berufen mit Schichtdienst

Frühschicht, Spätschicht, Nachtschicht

Arbeit im Schichtdienst zählt in vielen Berufsfeldern zum Berufsalltag. planet-beruf.de stellt Ihnen einige  typische Ausbildungsberufe vor, in denen Arbeitnehmer/innen mit dem Arbeiten in Schichten rechnen müssen.

Ein Mann nimmt Ware entgegen.
Fachkräfte für Lagerlogistik nehmen Waren an und lagern diese ein. Sie arbeiten in der Regel in Wechselschichten.
Ein Pflegefachmann hilft einem alten Menschen beim Trinken.
Pflegefachleute kümmern sich auch nachts und am Wochenende um ältere Menschen.

Menschen pflegen am Tag und in der Nacht

Im Pflegebereich sind wechselnde Arbeitsschichten nichts Ungewöhnliches. Dies trifft z.B. auf Pflegefachleute zu. Sie kümmern sich neben kranken Kindern und Erwachsenen auch um ältere pflegebedürftige Menschen. Sie arbeiten dabei in der Regel in wechselnden Dienstschichten, wozu auch Nacht- und Wochenenddienste zählen. Darüber hinaus leisten sie Bereitschaftsdienste.

Waren lagern in Schichtarbeit

Schichtarbeit ist auch für Fachkräfte für Lagerlogistik an der Tagesordnung. Sie nehmen Waren an und lagern diese ein. Außerdem stellen sie Lieferungen für den Versand zusammen und leiten Güter oder Waren an die zuständigen Stellen im Unternehmen weiter. Sie kontrollieren und steuern den Material- und Informationsfluss im Lager. Sie arbeiten meist in Wechselschichten, zum Teil auch in den Nachtstunden.

Menschen und Objekte schützen

Auch im Schutz- und Sicherheitsgewerbe sind die Arbeitszeiten meist unregelmäßig. Ein gutes Beispiel ist die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit. Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sind - je nach Einsatzgebiet - an vielfältigen Orten wie z.B. in Flughäfen, in U-Bahnen, oder in Betrieben für den Schutz von Objekten oder die Sicherheit von Personen verantwortlich. Ähnlich abwechslungsreich sind auch ihre Arbeitszeiten, da sie oft zu ungewöhnlichen Tageszeiten gebraucht werden. Zum Beispiel übernehmen sie am späten Abend die Einlasskontrolle bei Großveranstaltungen.

Mann arbeitet an einem Gleis
Gleisbauer/innen arbeiten oft auch früh am Morgen oder nachts, wenn sie Gleise verlegen oder reparieren.

Gleise und Straßen bauen zu verkehrsarmen Zeiten

Besonders flexibel in ihrer Arbeitszeit sind Gleisbauer/innen. Da der Bau und die Reparatur von Gleisen meist in Zugpausen oder in verkehrsarmen Zeiten durchgeführt werden, sind ihre Arbeitszeiten oft unregelmäßig. Unter anderem arbeiten sie auch nachts oder früh am Morgen. Auch für Straßenbauer/innen stehen oft ungewöhnliche Arbeitszeiten an: Wenn sie Straßen, Gehwege und Autobahnen bauen und instandhalten, geschieht dies oft nachts, da die Verkehrswege zu dieser Zeit nicht so stark genutzt werden.

Einsteigen mit kurzen Ausbildungen

Für die vorgestellten 3-jährigen Ausbildungsberufe gibt es auch verwandte kürzere Ausbildungen, und zwar zur/zum Altenpflegehelfer/in, Fachlageristin/Fachlageristen, Servicekraft für Schutz und Sicherheit und Tiefbaufacharbeiter/in mit dem Schwerpunkt Gleisbauarbeiten oder Straßenbauarbeiten. Diese sind als Einstieg für Schüler/innen mit schlechteren Noten geeignet. Darüber hinaus sind sie auch für junge Geflüchtete besonders attraktiv, da sie auch ohne perfekte Deutschkenntnisse ausgeübt werden können und größtenteils körperliche Tätigkeiten im Mittelpunkt stehen. Oft genügt hierfür als Zugang der Hauptschulabschluss. Allerdings ist es zu empfehlen, dass die jungen Fachkräfte im Anschluss ihre Ausbildung fortsetzen und ihren Abschluss in den genannten 3-jährigen Ausbildungsberufen machen, da dies ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöht.

Stand: 10.06.2020