Freiwilliger Wehrdienst

Freiwillig bei der Bundeswehr

Seit 2011 ist die Wehrpflicht in Deutschland ausgesetzt. Seitdem gibt es die Möglichkeit, verschiedene freiwillige Dienste zu leisten, darunter auch den Freiwilligen Wehrdienst (FWD). planet-beruf.de stellt ihn dir vor.

Eine Freiwillige Wehrdienstleistende bei einer Geländeübung am Boden.
Der Freiwillige Wehrdienst steht Frauen und Männern gleichermaßen offen.

Teamfähigkeit und Belastbarkeit gefragt

Freiwillige Wehrdienstleistende bei einer Übung im Wald. In Zweierteams transportieren sie große Reifen, während sie im Lauftempo eine Wasserstelle durchqueren.
Als Freiwillige/r Wehrdienstleistende/r musst du körperlich fit sein.

Im Freiwilligen Wehrdienst kannst du in der sogenannten Laufbahn der Mannschaften die Bundeswehr zunächst ohne längere Bindung kennenlernen - vorausgesetzt du hast die Vollzeitschulpflicht erfüllt, also in der Regel neun Jahre die Schule besucht, bist mindestens 17 Jahre alt und besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Bist du während der Bewerbungsphase noch nicht volljährig, benötigst du das Einverständnis deiner Eltern. Übrigens: Du solltest teamfähig, durchsetzungsstark und körperlich fit sein. Die Dauer des Dienstes liegt zwischen 7 und 23 Monaten.

Bewerbung, Eignungstest und ärztliche Untersuchung

Am Anfang steht ein persönliches Gespräch mit einem Karriereberater oder einer Karriereberaterin der Bundeswehr. Auf Basis deiner Voraussetzungen, deiner Fähigkeiten und des Bedarfs der Streitkräfte stellen sie dir militärische Tätigkeiten und Einheiten vor. Nachdem deine Bewerbungsunterlagen in einem Karrierecenter der Bundeswehr vorliegen, wirst du zum Auswahlverfahren eingeladen. Dieses umfasst eine medizinische Untersuchung, ein computergestütztes Testverfahren und ein Bewerbungsgespräch. Bist du für den Dienst geeignet, wird in einem Einplanungsgespräch deine konkrete Tätigkeit festgelegt. Dabei stehen dir die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine oder ein Organisationsbereich wie der Sanitätsdienst, die Streitkräftebasis oder der Cyber- und Informationsraum zur Auswahl.

Grundausbildung und Probezeit

Eine Gruppe von Freiwilligen Wehrdienstleistenden bei einer Übung. Die Männer und Frauen tragen Gewehre und balancieren über am Boden liegende Baumstämme.
In der Grundausbildung gehören Sport und die Waffen- und Schießausbildung zum Lerninhalt.

In der Grundausbildung lernst und trainierst du, was man als Soldatin oder Soldat wissen und beherrschen muss: Dazu gehören unter anderem eine Sanitätsausbildung, die Waffen- und Schießausbildung sowie politische Bildung - und natürlich Sport. Die Dauer der Probezeit beträgt sechs Monate. Innerhalb dieses Zeitraums kannst du jederzeit problemlos deinen Dienst ohne Angabe von Gründen beenden. Zu beachten ist auch, dass du dich ab einer Dienstzeit von zwölf Monaten bereit erklärst, an Auslandseinsätzen teilzunehmen.

 

Fotos: Bundeswehr - Jani Pushparajah-Hoof

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Stand: 24.01.2018