Reportage: Chance plus und Chance plus für Flüchtlinge

Gut vorbereitet in den Beruf einsteigen

Die Deutsche Bahn bietet ein Programm an, in dem Schulabgänger/innen Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen sammeln können. Viele Jugendliche haben "Chance plus" erfolgreich abgeschlossen und direkt im Anschluss den Berufseinstieg geschafft.

Ein junger Mann in Uniform der Deutschen Bahn steht vor einem ICE.
Bei der Deutschen Bahn gibt es viele Ausbildungsberufe. Mit gezielter Vorbereitung durch "Chance plus" kann es mit einem Berufseinstieg für Schüler/innen und erwachsene Geflüchtete klappen.

Auch speziell für erwachsene Geflüchtete bietet "Chance plus" ein Qualifizierungsangebot zur beruflichen Integration. Teilnehmer/innen aus acht Ländern, darunter Eritrea, Iran und Syrien, haben im vergangenen Jahr eine Umschulung zum/zur Elektroniker/in für Betriebstechnik begonnen, da sie bereits Berufserfahrung im elektrotechnischen Bereich mitbrachten. Die Deutsche Bahn und die Bundesagentur für Arbeit unterstützten sie dabei.

Das bringt "Chance plus"

Das Berufsvorbereitungsprogramm "Chance plus" bereitet Jugendliche 12 Monate lang auf eine Berufsausbildung vor. Schulische und praktische Phasen wechseln sich ab. Hierbei spezialisieren sich die Teilnehmer/innen zum Beispiel auf "Metallbearbeitung" oder "Service im Zug". In kleinen Klassen frischen Schüler/innen Allgemeinbildung und Schulwissen auf. Sie vertiefen Kenntnisse in Mathematik, Deutsch, Englisch und EDV. Sozialpädagogen und -pädagoginnen begleiten die Schüler/innen und helfen in allen Lebensbereichen.

Führerhaus eines Nahverkehrszuges
Bei der Bahn gibt es viele Ausbildungsberufe.

Wer kann sich bewerben?

Schüler/innen, die einen Abschluss an einer deutschen Schule gemacht, aber noch keinen Ausbildungsplatz haben, können sich in über zehn Städten um einen "Chance plus"-Platz über die bahneigene Stellenbörse bewerben. Sie sollten motiviert, zuverlässig und neugierig auf das Unternehmen Deutsche Bahn sein. Außerdem ist wichtig, sich als "Ausbildungsplatz suchend" bei der zuständigen Agentur für Arbeit zu melden.

Freie Fahrt in Richtung Ausbildung

Viele Ausbildungsberufe sind nach dieser erfolgreich absolvierten Einstiegsqualifizierung möglich. Wer handwerklich geschickt ist und gewissenhaft im Bereich Metall- oder Elektrobearbeitung mitgearbeitet hat, kann z.B. Industriemechaniker/in, Elektroniker/in für Betriebstechnik, Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Fertigungs- oder Zerspanungsmechaniker/in werden. Wer im Gleisbau Einblicke in Inspektion und Wartung des Schienennetzes erhalten hat, strebt vielleicht eine Ausbildung zum/zur Tiefbaufacharbeiter/in oder Gleisbauer/in an. Je nach persönlichen Stärken gibt es passende Berufe.

Mit Umschulung einsteigen

Die Qualifizierung für erwachsene Geflüchtete beginnt mit viermonatigen Sprachkursen. Die fachliche Umschulung bei DB Fernverkehr dauert bis zu 28 Monate. Sie findet mit professioneller Betreuung und in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit statt.

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Stand: 16.11.2016