Berufe mit Fremdsprachen

Sprachen öffnen Türen

Sprachkenntnisse sind immer von Vorteil. In manchen Berufen sind sie sogar Voraussetzung. Delan-Jessica und Dzeneta wechseln während ihrer Ausbildung oft mehrmals täglich in eine andere Sprache. Wäre das etwas für dich?

Eine junge Frau lächelt in die Kamera.
Gerade im Bereich Tourismus sind Fremdsprachenkenntnisse sehr gefragt.
Interviewpartnerin Delan-Jessica
China Tours Hamburg CTH GmbH
Delan-Jessica kann Kunden in mehreren Sprachen beraten.

Delan-Jessica, 24 Jahre alt, Auszubildende zur Tourismuskauffrau bei China Tours in Hamburg:

"Momentan arbeite ich in der Abteilung für Individualreisen. Privat Reisende haben meist bestimmte Vorstellungen und Wünsche. Daran orientiere ich mich, wenn ich ihre Reise zusammenstelle. Davor war ich in der Abteilung für Gruppenreisen, wo die Kunden von China Tours zwischen verschiedenen fertigen Gruppenreisen aus dem Katalog wählen können. Ich berate sie, wenn sie Fragen dazu haben, und empfehle eine passende Reise. Meist geschieht das am Telefon oder per E-Mail, manchmal aber kommen auch Kunden zu uns ins Büro. Ich mag es, wenn die Kunden mir erzählen, was sie gerne sehen möchten und warum. Auf jeden Fall muss ich deshalb perfekt deutsch sprechen und schreiben können.

Da ich selbst schon oft in China war, kann ich ihnen gute Tipps geben. Meine Eltern kommen aus China und ich spreche gut Chinesisch. Das ist in dem Beruf zwar keine Voraussetzung, in meinem Fall aber ein großer Vorteil. Ich kann auch mal in unserem Büro in China anrufen, um Informationen einzuholen. Wichtig sind außerdem gute Englischkenntnisse. Wir haben ein Büro in Hongkong - dort läuft alles auf Englisch."

Porträt von Dženeta
Ingo  Gorićkić
Dženeta beherrscht auch den wirtschaftlichen Fachwortschatz in mehreren Sprachen.

Dzeneta, 21 Jahre alt, Auszubildende zur Kaufmännischen Assistentin bzw. Wirtschaftsassistentin im Bereich Fremdsprachen an der Akademie für Kommunikation in Stuttgart

"Das Sprachenlernen an sich macht mir Spaß und es fällt mir leicht. Ich bin zweisprachig aufgewachsen - mit Serbokroatisch und Deutsch. In der Schule habe ich dann noch Spanisch, Französisch und Englisch gelernt. Als Kaufmännische Assistentin bzw. Wirtschaftsassistentin im Bereich Fremdsprachen werde ich z.B. für die Korrespondenz mit ausländischen Wirtschaftspartnern eines Unternehmens zuständig sein. Ich bearbeite und übersetze fremdsprachige Formulare (Verträge, Rechnungen, Bestellungen oder Mahnungen) und kann bei Bedarf auch bei Geschäftsgesprächen dolmetschen oder am Telefon Kundenkontakte pflegen. Den passenden Fachwortschatz üben wir im Berufskolleg. Ich lerne hauptsächlich Französisch. Darüber hinaus muss ich gut Englisch und Deutsch sprechen können. Von Vorteil sind natürlich mehrere Sprachen. Dass ich perfekt Serbokroatisch spreche, kommt mir hier auch zugute. Wenn ich in Zukunft irgendwo angestellt bin, wo Handelsbeziehungen nach Kroatien oder Bosnien bestehen, bin ich natürlich im Vorteil. Was mich an diesem Beruf reizt, ist, dass man nach der Ausbildung jederzeit auch im Ausland arbeiten kann."

Seite bewerten

Übermittlung Ihrer Stimme...
Bewertungen: 3.8 von 5. 5 Stimme(n). Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
Stand: 15.07.2015