Job inside: Sozialassistent/in

Für Leute mit sozialer Ader

Emilio hat Freude an der Arbeit mit Menschen. Deshalb macht er eine Ausbildung zum Sozialassistenten. Das dient ihm auch als Orientierungshilfe. Er weiß jetzt, in welchem sozialen Bereich er später mal arbeiten möchte.

Ein junger Mann schneidet am Tisch sitzend Bilder aus einem Prospekt aus, die Frau neben ihm klebt Papiere mit einem Klebestift zusammen.
Annette Kradisch
Als Sozialassistent/in kann man in vielen unterschiedlichen Bereichen arbeiten, z.B. in Kindergärten, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen.

"Als ich noch jung war", grinst der 17-jährige Emilio, "kamen immer zwei Nachbarskinder zu mir zum Spielen. Weil es ihnen mit mir am meisten Spaß gemacht hat." Als der Leipziger am Ende seiner Realschulzeit dann vor der Berufswahl stand, kam für ihn nur ein sozialer Beruf infrage. "Ich bin eher der aktive Mensch, gehe gerne raus, um unter Leuten zu sein. Da fand ich einen Bürojob ehrlich gesagt nicht ganz so schön."

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Porträt von Emilio
Privat
Emilios Ausbildung passt zu seiner sozialen Veranlagung.

Emilio hat sich für die Ausbildung zum Sozialassistenten an der Bernd-Blindow-Schule in Leipzig entschieden. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und findet in Vollzeit statt. Dabei wechseln sich theoretischer Unterricht, u.a. in Gesundheits- und Krankheitslehre, mit mehreren Praktikumsphasen ab.

"Ich habe bisher zwei Praktika gemacht", erzählt der Berufsfachschüler, "einmal in einem Seniorenzentrum und dann in einer Kindertagesstätte." Gerade die Möglichkeit, durch Praktika in Kindergärten, Altenheimen oder Behinderteneinrichtungen die verschiedenen Einsatzbereiche kennenzulernen, begeistert Emilio. Außerdem kann man so seine Vorstellungen von der oft anspruchsvollen "Arbeit mit Menschen" überprüfen.

"Ich würde später am liebsten mit Kindern arbeiten", ist sich der Leipziger sicher. Sie vom Frühstück bis zum Nachmittag zu betreuen, mit ihnen zu spielen, sich für das zu interessieren, was sie interessiert und für sie da zu sein, das erfüllt ihn. Um das gut und gerne machen zu können, braucht man z.B. Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Geduld und Durchhaltevermögen, zählt Emilio auf.



Sozialassistenz als Start in die Sozial- und Pflegeberufe

Ein junger Mann mit Klemmbrett und Stift in der Hand und eine Frau stehen vor einem Bücherregal.
Annette Kradisch
Viele nutzen die Ausbildung als Sozialassistent/ in als Einstieg in andere Sozial- und Pflegeberufe.

In einigen Bundesländern kann man zwar als ausgebildete/r Sozialassistent/in in einer Kita oder Pflegeeinrichtung arbeiten. Aber eigentlich wird diese Ausbildung häufig als Basisausbildung genutzt, die man als Voraussetzung braucht, um z.B. Erzieher/in oder Heilerziehungspfleger/ in zu werden.

Auch Emilio macht sich schon so seine Gedanken: Nach Abschluss seiner Ausbildung im nächsten Jahr möchte er eine Ausbildung zum Erzieher machen. "Es gibt ganz schön viele Möglichkeiten, die du als Erzieher hast. Das ist echt cool", schwärmt er. Gerade als männlicher Erzieher ist man auf dem Arbeitsmarkt gesucht und hat bundesweit und international ausgezeichnete Berufsperspektiven. Zudem könnte er mit dem Abschluss als Erzieher z.B. Soziale Arbeit studieren.

"Vielleicht", denkt Emilio laut, "mache ich nach der Ausbildung auch erst einmal ein Auslandsjahr, um woanders Berufserfahrung zu sammeln." Ideen und Pläne hat er also auf jeden Fall genug.

Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsform: schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (landesrechtlich geregelt)

Dauer: 2 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Vorausgesetzt wird in der Regel die beendigte Vollzeitschulpflicht, ein Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss. Je nach Bundesland können abweichende schulische Voraussetzungen sowie z.B. ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung oder ein Führungszeugnis gefordert werden.

Alternativen z.B.:

  • Altenpflegehelfer/in
  • Fachkraft – Pflegeassistenz

Hier arbeiten Sozialassistenten und -assistentinnen

Wohnheime für betreuungsbedürftige junge, aber auch alte Menschen, Kindergärten und -horte oder Einrichtungen zur Betreuung und Pflege von Menschen mit Behinderungen: Das sind die Arbeitsbereiche, in denen Sozialassistenten bzw. Sozialassistentinnen tätig sind. Sie unterstützen betreuungsbedürftige Menschen aber auch in Privathaushalten, indem sie z.B. einkaufen oder kochen.

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Stand: 30.01.2019
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