Job inside: Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

Kinder freuen sich über einen männlichen Pfleger

Samuel macht eine Ausbildung zum Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger im Uniklinikum Magdeburg. Der 22-Jährige ist begeistert von der Vielfalt der Aufgaben, den guten Berufschancen und interessanten Weiterbildungsmöglichkeiten.

Samuel übt am Inkubator mit einer Puppe
Universitätsklinikum Magdeburg
Die Pflege eines Frühgeborenen im Inkubator wird an einer Puppe geübt.

planet-beruf.de: Wie bist du auf die Idee gekommen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger zu werden?

Samuel: Ich habe nach meinem Schulabschluss ein Praktikum in der Pflege von Erwachsenen gemacht. Dabei habe ich gemerkt, dass diese Arbeit genau meinen Interessen entspricht und mir das Arbeiten im sozialen Bereich liegt. Meine Wahl ist dann auf die Kinderkrankenpflege gefallen. Ich habe mich schon während meiner Schulzeit ehrenamtlich mit Kindern und Jugendlichen beschäftigt, z.B. Freizeiten organisiert und in der Schul- und Behindertenassistenz gearbeitet.

planet-beruf.de: Wie läuft deine Ausbildung ab?

Samuel: Die Ausbildung findet im Ausbildungszentrum für Gesundheitsfachberufe an der Uniklinik Magdeburg statt und dauert 3 Jahre. In den ersten 2,5 Jahren meiner Ausbildung wechseln sich theoretischer Unterricht in der Schule und praktisches Arbeiten auf einer Station alle drei Wochen ab. Bei jedem Praxiseinsatz bin ich auf einer anderen Station. Viele Einsatzstellen bzw. -bereiche sind vorgeschrieben, weil sie wichtig für unsere Ausbildung sind. Ich lerne z.B. auch die Krankenpflege auf Erwachsenenstationen. Wir hier in Magdeburg werden zusätzlich noch in Kindergärten und in der ambulanten Pflege eingesetzt.

Porträt von Samuel
Universitätsklinikum Magdeburg
Als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bekommt Samuel viel von den kleinen Patienten zurück.

planet-beruf.de: Welche Aufgaben hast du während deiner Ausbildung?

Samuel: Ich übernehme die Pflege und Betreuung kranker Säuglinge, Kinder und Jugendlicher. Es geht darum, für die Betreuung der Kinder entsprechend ihres Alters und Gesundheitszustandes zu sorgen. Wir führen von den Ärztinnen und Ärzten veranlasste Maßnahmen aus, befolgen deren Anordnungen und assistieren bei Untersuchungen. Dabei arbeiten wir während der Versorgung eng mit den Eltern zusammen.

planet-beruf.de: Welche Aufgaben machen dir besonders Spaß?

Samuel: Besonders gerne kümmere ich mich um die Säuglinge und füttere sie. Aber auch das Vorbereiten und Geben von Medikamenten, z.B. Infusionen, genau nach Vorgabe des Arztes oder der Ärztin, macht mir Spaß.

planet-beruf.de: Welche Stärken brauchst du in diesem Beruf?

Samuel: Wichtig ist eine offene und freundliche Art und viel Einfühlungsvermögen, damit ich mich möglichst gut in die Gefühlslage der Patienten hineinversetzen kann. Kommunikationsfähigkeit und Zuverlässigkeit sind ebenfalls sehr wichtig. Ich muss auch sehr genau arbeiten, weil ich eine hohe Verantwortung habe. Wenn wir Medikamente verabreichen oder berechnen, darf ich keine Fehler machen. Das hätte gesundheitliche Folgen für unsere Patienten.

planet-beruf.de: Würdest du deinen Freunden diese Ausbildung empfehlen?

Samuel: Ja, auf jeden Fall. Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf. Gut ist auch, dass man später viele Einsatzmöglichkeiten hat. Man kann z.B. in die ambulante Betreuung gehen und die Patientinnen und Patienten in ihrer häuslichen Umgebung versorgen. Es gibt aber auch Weiterbildungsmöglichkeiten.Besonders schön an diesem Beruf ist, dass man so unglaublich viel von den Kindern zurückbekommt.

planet-beruf.de: Wie sind deine Pläne für die Zukunft?

Samuel: Erst einmal will ich die Ausbildung beenden. Später mache ich dann vielleicht eine Weiterbildung, z.B. zum Fachkinderkrankenpfleger für Intensivpflege und Anästhesie.

Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsform: schulische Ausbildung an Berufsfachschulen für Krankenpflege

Dauer: 3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss oder ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, z.B. in der Gesundheits- und Kranken- oder Altenpflegehilfe

Alternativen z.B.:

  • Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in

  • Hebamme/Entbindungspfleger

So kann es nach der Ausbildung weitergehen

Als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in kannst du z.B. durch eine Weiterbildung als Fachkinderkrankenschwester/-pfleger in der Rehabilitation und Langzeitpflege oder durch eine Prüfung als Fachwirt/in im Gesundheits- und Sozialwesen beruflich vorankommen.

Mehr Infos zu den verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten findest du auf www.berufenet.arbeitsagentur.de » Beruf eingeben » Perspektiven » Aufstiegsweiterbildung.

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Stand: 31.01.2018
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