Reportage: Wir zeigen, was wir können!

Hochgesteckte Ziele

Christina stand schon als Kind gern im Friseursalon ihrer Eltern und packte mit an. Mittlerweile ist sie ausgebildete Friseurin mit Meisterbrief und nimmt erfolgreich an internationalen Berufswettbewerben teil.

Ein Mädchen macht bei einem Wettbewerb vor Jury und Fotografen an einem Puppenkopf eine Frisur.
Privat
Leistungswettbewerbe im Friseurhandwerk machen nicht nur Spaß, sondern bringen auch Auszeichnungen und Bekanntheit.

Kindheit im Friseursalon

Das Talent und die Begeisterung für das Handwerk wurde ihr in die Wiege gelegt: "Ich war zu klein, um an den Kopf meiner Oma zu kommen. Deshalb gab es einen Hocker, auf den ich mich stellen konnte. So habe ich z.B. die Haare meiner Oma auf Lockenwickler gedreht oder andere Kleinigkeiten erledigt", lacht die heute 22-Jährige. Der Berufswunsch war klar: eine Ausbildung als Friseurin!
Aber das hat Christina nicht gereicht. "Mittlerweile habe ich schon den Meisterbrief in der Tasche und bin in die Leitung des Friseursalons eingestiegen", erzählt sie.

Portrait von Christina
Privat
Christina tritt inzwischen gegen Friseurmeister/innen aus aller Welt an.

Mit der Ausbildung in die Nationalmannschaft

Dass sie ihr Handwerk beherrscht, beweist die junge Friseurmeisterin regelmäßig im Nationalteam des deutschen Friseurhandwerks: Sie nimmt an internationalen Wettbewerben teil. "Im September geht es zur Weltmeisterschaft nach Paris!", freut sich Christina.
Wie kommt man bis ins Nationalteam der Friseurinnen und Friseure? "In der Ausbildung habe ich an Nachwuchswettbewerben teilgenommen. Mich hat das einfach immer motiviert, auch wenn man dafür Freizeit opfern muss", sagt Christina. Neben den Nachwuchswettbewerben, die allen offenstehen, gehörte sie zu den Abschlussbesten ihres Jahrgangs. Daher durfte sie am deutschen praktischen Leistungswettbewerb (PLW) teilnehmen. Mit Erfolg: "Ich konnte mich durchsetzen und das Finale gewinnen!" Damit war Christina das beste Nachwuchstalent 2016. "Danach wurde ich angesprochen, ob ich das nationale Team des Friseurhandwerks verstärken will", berichtet sie.

An Herausforderungen wachsen

Christina kann die Teilnahme an Wettbewerben schon in der Ausbildung nur empfehlen: "Sich mit anderen zu messen bringt persönlich und fachlich ganz viel! Durch das Training vorher sowie die Konzentration im Wettbewerb entwickelt man sein eigenes Können extrem weiter und das Selbstbewusstsein wächst natürlich." Und auch die Kundschaft weiß zu schätzen, von Ausgezeichneten des Fachs bedient zu werden.

Wettbewerb in der Ausbildung

Nachwuchs- oder Leistungswettbewerbe gibt es in vielen Ausbildungsberufen. Bei Interesse sollte man sich bei den eigenen Ausbilderinnen und Ausbildern, der Berufsschule oder Verbänden informieren.

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Stand: 12.07.2017