Job inside: Industriemechaniker/in

CNC- und Bohrmaschinen richtig bedienen

Laura ist im 2. Ausbildungsjahr zur Industriemechanikerin bei MAN und wusste schon früh, dass dieser Beruf ihren Interessen entspricht. Warum ihr die Arbeit mit Maschinen leichtfällt und was sie an dem Beruf besonders spannend findet, verrät sie im Interview.

Laura feilt ein Aluminiumprofil.
Laura feilt an einem Aluminiumprofil.
Laura hat sich schon in der Schulzeit für Technik interessiert.
Laura hat sich schon in der Schulzeit für Technik interessiert.

planet-beruf.de: Wie bist du zu der Ausbildung als Industriemechanikerin gekommen?

Laura: Ich war schon in der Schule daran interessiert, praktisch und technisch zu arbeiten. Nach meinem Abschluss war mir dann klar, dass ich nicht im Büro arbeiten möchte. So habe ich mich informiert, welche Alternativen es gibt. Für mich stand aber fest, dass ich mit Maschinen arbeiten möchte. Ich habe mehrere Praktika in technischen Berufen gemacht und während des Girls’Days habe ich einen Einblick in meinen späteren Ausbildungsbetrieb bekommen. Die Aufgaben dort haben mir so gut gefallen  dass ich beschlossen habe, meine Ausbildung bei MAN zu beginnen.

planet-beruf.de: Welche Stärken brauchst du für diesen Beruf?

Laura: Es ist wichtig, ein gewisses Verständnis für Technik zu haben. Die Feinheiten des Berufes lernt man dann während der Ausbildung. Ein weiterer Vorteil ist, wenn man im technischen Zeichnen ganz gut ist. Dann sind die Entwürfe, die uns vorgelegt werden, verständlicher. Handwerkliches Geschick sollte man natürlich auch haben. Während meiner Ausbildung habe ich viele Fähigkeiten dazu gewonnen. Da ich mich bereits während meiner Schulzeit für Technik interessiert habe, fällt mir der Umgang mit Geräten, wie z.B. Bohrmaschinen, leichter. In der Ausbildung habe ich den Umgang mit diesen Maschinen aber erst richtig gelernt. Das Zusammenbauen und Schrauben von Materialien habe ich auch früher schon gemacht, aber seit der Ausbildung kann ich das einfach besser.

planet-beruf.de: Wie kann man sich einen Arbeitstag vorstellen? Woran arbeitest du zurzeit?

Laura: Ich bin momentan in einem Projekt, in dem wir eine Pinnwand bauen. Zu Beginn des Tages wird erst einmal besprochen, wer welchen Teil anfertigt. So werden z.B. Aluminiumprofile, die später der Rahmen der Pinnwand sind, gesägt und auf die richtigen Maße gefräst. Anschließend werden Bohrungen gesetzt, bevor die Rahmen verschraubt und dann zusammengebaut werden. Bevor wir nach Hause gehen, müssen die Materialien auch wieder aufgeräumt werden.

Damit arbeitet Laura

Während ihrer Ausbildung lernt Laura den Umgang und die Bedienung mit CNC-Maschinen. Das sind Werkzeugmaschinen, die durch Bohren, Fräsen oder Zerspanen aus einem Rohmaterial einen Gegenstand oder Bestandteile für Produkte herstellen. CNC-Maschinen lassen sich über einen integrierten Computer steuern.

Laura zieht DRaht durch eine Spindel.
Laura in der Ausbildungswerkstatt.

planet-beruf.de: Was macht dir an deiner Ausbildung am meisten Spaß?

Laura: Ich arbeite gerne an den CNC-Maschinen, will aber nicht nur die Knöpfe und den Schraubstock bedienen, sondern auch selbst programmieren. Wenn ich dann etwas zusammengebaut oder gefräst habe, sehe ich sofort das Ergebnis meiner Arbeit. Das ist wirklich spannend und motivierend an diesem Beruf.

planet-beruf.de: Wie können sich Mädchen über den Ausbildungsberuf informieren?

Laura: Damit sie einen Überblick bekommen, eignen sich am besten Praktika in den verschiedenen Bereichen. Der Girls’Day hat mir persönlich auch neue Möglichkeiten eröffnet. So habe ich herausgefunden, in welchem Bereich ich arbeiten will. Auch Informationsveranstaltungen, wie Jobmessen oder ein Tag der offenen Tür in Werkstätten oder Unternehmen, sind sehr hilfreich.

So kann es nach der Ausbildung weitergehen

Laura möchte nach ihrer Ausbildung eine Weiterbildung zur Technikerin machen, z.B. zur Technikerin der Fachrichtung Maschinentechnik mit dem Schwerpunkt Betriebstechnik. Dabei handelt es sich um eine Weiterbildung, die in Vollzeit 2 Jahre und in Teilzeit 4 Jahre dauert.

Fakten zur Ausbildung

Ausbildungsform: dual in Betrieb und Berufsschule

Dauer: 3,5 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Alternativen z.B.: 

  • Fertigungsmechaniker/in
  • Konstruktionsmechaniker/in
  • Werkzeugmechaniker/in

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Stand: 25.01.2017
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