Job inside: Tierwirt/in und Tiermedizinische/r Fachangestellte/r

Verantwortung, Hygiene - und Tierliebe

Berufe mit Tieren sind sehr beliebt. Diese Berufe stellen allerdings besondere Anforderungen an die Menschen: Das Interesse an Tieren ist dabei zwar wichtig, aber für die Berufswahl allein nicht ausreichend. Zwei dieser Berufe werden dir vorgestellt.

Peter mit einem Kücken auf der Hand.
Bei der Aufzucht der Küken ist Verantwortungsbewusstsein besonders wichtig.

Von der Futterherstellung bis zur Legehennenbetreuung

Peter (19) befindet sich im dritten Ausbildungsjahr zum Tierwirt der Fachrichtung Geflügelhaltung bei der „Deutschen Frühstücksei GmbH & Co. KG“.

Porträt von Peter.
Privat
Tierwirt Peter findet seine Ausbildung toll.

planet-beruf.de: Wie bist du auf deinen Ausbildungsberuf gekommen?

Peter: Wir hatten früher selbst eine Hühnerfarm. Als Hobby habe ich Rassegeflügel gezüchtet. Vor der Ausbildung habe ich ein vierwöchiges Praktikum absolviert. Danach war mir klar, dass ich bei der Firma auch meine Ausbildung machen wollte.

planet-beruf.de: Welche Aufgaben hast du genau?

Peter: Gerade bin ich in der Junghennenaufzucht. Ich sorge dafür, dass es den Tieren gut geht, dass die Temperatur im Stall, die Wasserzufuhr und die Nahrungsversorgung stimmen. Außerdem schreibe ich Berichte, z.B. wie viel Futter verbraucht wurde.

planet-beruf.de: Was musst du beim Umgang mit den Tieren beachten?

Peter: Man muss ruhig sein, um die Hühner nicht zu erschrecken. Beim Fegen darf man keinen Staub aufwirbeln, weil das für die Tiere ungesund ist. Hygiene ist wichtig. Vor dem Eintritt in den Stall reinigen wir die Füße auf Desinfektionsmatten.

planet-beruf.de: Welche Stärken braucht man in deinem Beruf?

Peter: Ich muss körperlich fit sein, da ich mich viel draußen bewege und Arbeiten verrichte wie z.B. den Stall ausmisten. Außerdem wird man auch mal dreckig. Handwerkliches Geschick ist von Vorteil, ein defektes Futterförderband repariere ich z.B. selbst.

planet-beruf.de: Was macht dir am meisten Freude?

Peter: Besonders gerne beobachte ich, wie sich die Küken von Tag zu Tag weiterentwickeln.

planet-beruf.de: Hast du Pläne für die Zukunft?

Peter: Ich möchte gerne meine Hochschulreife nachholen und dann studieren. Da es mir in meinem Ausbildungsbetrieb gut gefällt, kann ich mir vorstellen, später hier zu arbeiten.

Fakten zur Ausbildung Tierwirt/in - Geflügelhaltung

Tätigkeit: Sie züchten, versorgen und vermarkten Geflügel in Agrarbetrieben der Geflügelwirtschaft.
Ausbildungsform: Der Beruf wird dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Fachrichtungen: Geflügelhaltung, Imkerei, Rinderhaltung, Schäferei, Schweinehaltung: Die Versorgung des jeweiligen Tieres steht im Mittelpunkt der Tätigkeit.

Nicht nur kranke Tiere versorgen

Karina (19) ist im zweiten Ausbildungsjahr als Tiermedizinische Fachangestellte bei der tierärztlichen Praxis für Kleintiere Dr. Grübl in Düsseldorf.

Porträt von Karina.
Privat
Karina gefällt die Vielseitigkeit in ihrem Beruf.

planet-beruf.de: War es schwierig, einen Ausbildungsplatz zu bekommen?

Karina: Ja. Man muss den Ausbildungsbetrieb davon überzeugen, dass man die Ausbildung unbedingt machen will. Außerdem sollte man gute Noten in Mathe mitbringen, z.B. für das Berechnen von Dosierungen der Medikamente. Auch habe ich während der Schulzeit zwei Praktika absolviert, eines davon bei meinem jetzigen Ausbildungsbetrieb.

planet-beruf.de: Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Karina: Ich sitze am Empfang, assistiere dem Tierarzt bei der Behandlung und erledige Büroarbeiten. Wichtig ist, dass man merkt, wo man gebraucht wird, und
dann dort zupackt.

planet-beruf.de: Du hast Kontakt zu Tieren und Menschen. Was ist dabei wichtig?

Karina: Man muss ruhig und entspannt auf die Tiere zugehen. Mit den Tierhaltern suche ich das Gespräch, manchmal einfach über das Wetter.

planet-beruf.de: Du sprichst Russisch. Ist das bei deiner Arbeit von Vorteil?

Karina: Wir haben viele Kunden, die aus Russland kommen. Wenn nötig, übersetze ich.

Zwei Tiermedizinische Fachangestellte untersuchen einen Schäferhund.
Tiermedizinische Fachangestellte müssen wissen, wie man Tiere richtig hält.

planet-beruf.de: Kannst du den Beruf weiterempfehlen?

Karina: Auf jeden Fall. Der Beruf ist sehr abwechslungsreich. Man muss allerdings psychisch belastbar sein, z.B. wenn ein Tier eingeschläfert wird. Das sind Situationen, wo man innerlich Grenzen ziehen muss.

Fakten zur Ausbildung Tiermedizinische/r Fachangestellte/r

Tätigkeit: Sie assistieren Tierärzten und Tierärztinnen bei der Untersuchung und Behandlung von Tieren und bei der Beratung der Tierhalter/innen.
Ausbildungsform:
Der Beruf wird dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.
Ausbildungsdauer:
3 Jahre

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Stand: 07.05.2014
Berufe Entdecker
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Verantwortung, Hygiene - und Tierliebe