Job inside: Restaurantfachmann/-frau

Gemeinsam die Wünsche der Gäste erfüllen

Annemarie hat vor Kurzem ihre Ausbildung zur Restaurantfachfrau im Hotel Bareiss in Baiersbronn abgeschlossen. Sie erzählt, wie wichtig Teamarbeit ist und welche Erfolge sie schon gemeinsam mit anderen Auszubildenden erzielt hat.

Zwei Kellner servieren einer Gruppe Essen.
Besonders in stressigen Momenten muss auf die Kollegen Verlass sein.
junge Frau in Dirndl mit Tablett
Hotel Bareiss GmbH
Annemarie arbeitet gerne im Team.

Annemaries Eltern sind Besitzer eines kleinen Hotels. So konnte die junge Frau schon früh lernen, welche Berufe es in der Gastronomie gibt und welche Voraussetzungen man erfüllen muss. Zusätzlich hat sie während der Schulzeit noch Praktika in weiteren Hotels gemacht, um sich über die Ausbildung zu informieren. "Ein Praktikum ist auf jeden Fall ein Vorteil, um etwas über die Arbeitsbedingungen und -zeiten zu erfahren", sagt sie.

Eine Ausbildung mit vielen Aufgaben

In Annemaries Ausbildungsbetrieb ist die Ausbildung zur Restaurantfachfrau so angelegt, dass alle Abteilungen für eine bestimmte Zeit durchlaufen werden. Im Hausgastservice werden die Gäste zum Frühstück, Mittag- und Abendessen begleitet. Die Abteilung Buffet kümmert sich darum, dass die Bestellung auf dem Tablett schon so vorbereitet wird, dass der Kellner sie nur noch zum Gast bringen muss. Zusätzlich gibt es verschiedene À-la-carte-Restaurants, in denen die Gäste Speisen und Getränke frei aus der Karte wählen können. In dieser Abteilung geht es vor allem darum, die Wünsche der Gäste zu berücksichtigen und die Bestellungen zu servieren. In ihrer Ausbildung lernte Annemarie auch etwas über die verschiedenen Produkte, die im Restaurant serviert werden. So erwarb sie z.B. Fachwissen über Wein und lernte, wie man Fisch filetiert oder Desserts flambiert. Annemarie gefällt an ihrem Beruf besonders die Arbeit im Team: "Ich wollte nicht alleine vor mich hin arbeiten und habe mich deshalb für diese Ausbildung entschieden." Aber auch der Umgang mit den Gästen gefällt ihr gut. "Kein Tag ist wie der andere, da ja auch die Gäste immer unterschiedlich sind."

Frau und Mann besprechen sich.
Thilo Jaeckel
Damit alle Aufgaben gut erledigt werden können, sind Absprachen wichtig

Hier sind Geduld und Teamwork gefragt

Die Arbeit in einem Hotel erfordert manchmal Geduld. Denn im Umgang mit den Gästen sollte man auch in schwierigen Situationen immer ruhig und freundlich bleiben. Daher ist es wichtig, gerne mit Menschen zu arbeiten und ein freundliches Auftreten zu haben. Man sollte sich auch für die Produkte interessieren, die im Hotel oder Restaurant serviert werden. Auch die Teamfähigkeit zählt in diesem Beruf. Alle müssen zusammenarbeiten, vom Koch/von der Köchin über die Mitarbeiter/innen im Buffet bis zum/zur Hotelfachmann/-frau. "Wir arbeiten in einer Station im Restaurant immer zu zweit, damit wir jederzeit auf die Fragen und Wünsche der Gäste eingehen können." Dabei muss sich Annemarie immer auf ihre Kolleginnen und Kollegen verlassen können. Dass sie den ganzen Tag auf den Beinen ist, ist für Annemarie ganz normal. "Daran gewöhnt man sich schnell", versichert sie.

Mit Erfolg zum Ziel

Ein besonderes Erlebnis hatte Annemarie im letzten Jahr. „Ich habe den ersten Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in den gastgewerblichen Ausbildungsberufen gemacht!“ Gemeinsam mit einer Köchin und einer Hotelfachfrau ist die Auszubildende an drei Tagen gegen die 16 besten Restaurantfachleute aus ganz Deutschland angetreten. Dabei mussten sie verschiedene Aufgaben aus dem jeweiligen Fachgebiet erfüllen. So deckte Annemarie z.B. einen Tisch für acht Personen nach den Serviceregeln ein. Dann gab es noch einen Theorietest. Zum Schluss wurde auch die Teamarbeit von einer Jury bewertet. Die Köchin bereitete ein Abendessen zu und die Auszubildenden im Restaurant- und Hotelfach servierten den Gästen die einzelnen Gänge.

Tipp

Für Jugendliche mit Behinderungen ist auch eine Ausbildung als Fachpraktiker/in im Gastgewerbe (§66 BBiG/§42m HwO) möglich. Die Ausbildung dauert ebenfalls 3 Jahre und findet in Gastbetrieben oder Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation statt.

Fakten zur Ausbildung

Tätigkeiten: Als Restaurantfachmann/-frau arbeitest du in Gastronomiebetrieben, wie z.B. Hotels und Restaurants. Hier berätst du Gäste bei der Auswahl von Speisen und Getränken, servierst und kassierst.

Ausbildungsform: duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule

Dauer: 3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss ein.

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Stand: 02.05.2018
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