Job inside: Raumausstatter/in

Kreativität plus handwerkliches Geschick

John Ludwig ist ein Tausendsassa des Innenbereichs: Als Azubi zum Raumausstatter bei der Firma Wenzel in Immelborn muss er sein Geschick und seine kreative Ader auf vielen Gebieten immer wieder unter Beweis stellen.

Ein junger Mann richtet den Vorhang aus.
Vielfältige Aufgaben erwarten Raumausstatter/innen im Innenbereich eines Hauses.

Ausbildung für alle

Manchmal ist eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf wegen Art und Schwere einer Behinderung nicht möglich. Dann erfolgt die Ausbildung nach besonderen Ausbildungsregelungen, wie bei dem Beruf Raumausstatterwerker/in (§66 BBiG/§42m HwO).

planet-beruf.de: Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden und welche Arbeiten führst du als Raumausstatter aus?

John Ludwig: Ich mag, dass es eine vielseitige Verbindung von Kreativität und handwerklichem Geschick ist. In unserem Betrieb bieten wir von der Wandbespannung über Tapezieren, Polsterei, Fußböden bis hin zur Deckenbespannung eigentlich alles im Innenbereich an. Ich finde es schön, kreativ zu sein und sich da zu verwirklichen.

planet-beruf.de: Welche Stärken kommen dir besonders zugute in deinem angehenden Beruf?

John Ludwig: Neben Kreativität und handwerklichem Geschick ist es wichtig, Geduld zu haben und Fingerspitzengefühl, um auch knifflige Dinge aus verschiedenen Bereichen gut zu lösen. Macht man Fußböden, sind oft erst mal grobe Arbeiten erforderlich, da sollte man Kraft und Ausdauer mitbringen. Auch kann man nie sagen: "Ich habe das und das schon gelernt", sondern sollte immer dafür offen sein, neue Techniken zu erlernen.

Nahaufnahmen von zwei Polstersesseln.
Auch das Polstern von Möbelstücken gehört zu den Aufgaben eines Raumausstatters/einer Raumausstatterin.

planet-beruf.de: Welche Tipps kannst du zur Farbwahl im Bereich Malerei geben?

John Ludwig: Ich glaube, dass das von der einzelnen Person abhängig ist, die sich die Farbe für das eigene Zuhause aussucht - sie muss sich selbst damit identifizieren können. In kleineren Räumen ist es günstiger, mit hellen Pastelltönen zu arbeiten und dann mit einer kräftigen Farbe einen kleinen Akzent zu setzen. Wenn die Räume größer sind, kann man warme Farbtöne wie Orange oder Rot zum Einsatz bringen. Es kommt aber auch auf die Verwendung der Räume an: Im Speisezimmer würde ich eher keine Grautöne benutzen, sondern frische Farbtöne wie Grün oder Gelb.

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Je nach Kundenwunsch bekleiden und gestalten Raumausstatter/innen Decken und Wände und verlegen Böden. Zudem fertigen bzw. montieren sie Dekorations- oder Beleuchtungsgegenstände und polstern und beziehen Polstermöbel.

Ausbildungsform: Der Beruf wird dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.

Dauer: Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Nach der Ausbildung: Du kannst eine Weiterbildung als Raumausstattermeister/in machen.

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Bewerber/innen mit mittlerem Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss ein.

Mach's bunt - Berufe mit Farben

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Tagesablauf: Gestaltungstechnische/r Assistent/in

Stand: 18.12.2013
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