Job inside: Packmitteltechnologe/-technologin

"Man weiß am Abend, was man für den Betrieb getan hat"

Durch zwei Freunde wurde Fabian auf seine Ausbildung zum Packmitteltechnologen aufmerksam gemacht. Ein erstes Praktikum bei der Firma Wellpappe GmbH & Co. KG in Forchheim gefiel ihm so sehr, dass er sich bewarb - und einen Ausbildungsplatz bekam.

Ein junger Mann prüft unter Aufsicht eine Papierrolle.
Als Packmitteltechnologe/-technologin wird sehr viel an Maschinen gearbeitet.

planet-beruf.de: In deinem Ausbildungsbetrieb wird Wellpappe z.B. zu Faltschachteln und Stanzverpackungen weiterverarbeitet. Wie ist deine Ausbildung aufgebaut?

Fabian: Im ersten Jahr verbringen die Auszubildenden hier den Großteil der Zeit in der Arbeitsvorbereitung, z.B. im Farbmagazin, wo die Farbe für die Verpackungsprodukte gemischt wird, oder im Werkzeuglager, wo Maschinen mit Werkzeugen bestückt werden. Für ein paar Wochen sind sie auch im Labor. Und sie sind einige Zeit in der Mustermacherei: Dort bauen sie auch mal selbst per Hand Kartons und wissen dann, was für eine Arbeit da dahintersteckt. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr arbeiten sie nur noch an den Maschinen.

Porträt von Fabian
Privat
Fabian macht eine Ausbildung zum Packmitteltechnologen.

planet-beruf.de: Welche Stärken sollte man mitbringen, wenn man eine Ausbildung als Packmitteltechnologe/-technologin anstrebt?

Fabian: Das Wichtigste ist, Verantwortung übernehmen zu können, da man direkt an der Produktion mitwirkt. Wichtig ist auch ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen: Kartons werden ja flach gestanzt. Eine weitere Stärke, die man braucht, ist mathematisches Verständnis. Auch Teamfähigkeit ist wichtig: Man ist ja nicht alleine an der Maschine. Wenn mal was schiefläuft, muss man zusammen an einem Strang ziehen und den Fehler beheben.

planet-beruf.de: Was gefällt dir besonders an deiner Tätigkeit?

Fabian: Das selbstständige Arbeiten fasziniert mich - ich arbeite direkt im Betrieb mit. Das gibt einem ein anderes Gefühl, als nur etwas Theoretisches zu machen. Man weiß am Abend, was man für den Betrieb getan hat.

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Ein Mann verschnürt Pappkartons.
Die flach gestanzten Pappkartons werden in großen Packen verschnürt.

planet-beruf.de: Wie kann die weitere berufliche Laufbahn von ausgebildeten Packmitteltechnologen und -technologinnen aussehen?

Fabian: Man kann wirklich in jeder Abteilung, die man in der Ausbildung durchlaufen hat, eingesetzt werden. Oder man macht nach der Ausbildung eine Weiterbildung zum/zur Meister/in bzw. Techniker/in.

planet-beruf.de: Spielen Verpackungen in deinem Privatleben auch eine besondere Rolle?

Fabian: Wenn ich im Supermarkt bin, dann analysiere ich, ob Kartons gut oder schlecht verarbeitet sind. Wenn man mal ein Jahr dabei ist, dann schaut man sich die Kartons überall an!

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Packmitteltechnologen/-technologinnen entwickeln und produzieren Packmittel wie Kartonagen, Etiketten oder Taschen und berücksichtigen dabei sowohl praktische als auch gestalterische Aspekte.

Ausbildungsform: Der Beruf wird dual in Betrieb und Berufsschule ausgebildet.

Dauer: Die Ausbildung dauert 3 Jahre.

Nach der Ausbildung: Du kannst dich z.B. als Industriemeister/in der Fachrichtung Papier- und Kunststoffverarbeitung oder als Techniker/in der Fachrichtung Papiertechnik weiterbilden.

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen aber überwiegend Bewerber/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Stand: 08.05.2013
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