Job inside: Metallblasinstrumentenmacher/in

Vom Blech zur Trompete

Nachdem Elias eine handwerklich hergestellte Trompete geschenkt bekam, informierte er sich über Ausbildungsmöglichkeiten zum Metallblasinstrumentenmacher. Er bewarb sich an der Berufsfachschule in Mittenwald und ist heute im 2. Ausbildungsjahr.

Jemand misst ein Teil einer Trompete.
Als Metallblasinstrumentenmacher/in beschäftigst du dich mit der Reparatur und Herstellung von Blechblasinstrumenten.

Musik im Blut

Unser Interviewpartner Elias
Staatliche Berufsfachschule für Instrumentenbau Mittenwald
Elias spielt Trompete seit seiner Kindheit. In seiner Ausbildung arbeitet er nun mit vielen unterschiedlichen Metallblasinstrumenten.

Musikalisch war Elias schon lange bevor er sich entschied eine Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher zu absolvieren. Dieses Interesse war auch entscheidend für die Aufnahme in der Berufsfachschule in Mittenwald, denn das Spielen eines Instrumentes ist hier Zugangsvoraussetzung. Für die duale Ausbildung im Betrieb ist dies zwar nicht zwangsläufig der Fall, aber ebenfalls von Vorteil. Das findet auch Elias: "Ich persönlich finde es sehr wichtig ein Instrument spielen zu können, denn wenn man ein Instrument repariert oder gefertigt hat, muss man es auch anspielen können, um den Klang zu prüfen."

Was sonst noch zählt

Während der Ausbildung zum/zur Metallblasinstrumentenmacher/in lernt man Metallblasinstrumente, wie z.B. Trompeten oder Posaunen, herzustellen oder sie zu reparieren. Dies umfasst auch sehr kleinteilige Arbeiten, weshalb man handwerkliches Geschick und Sorgfalt besitzen sollte. "Unsere Arbeit kann auch körperlich anstrengend sein, wenn wir z.B. Schmieden oder Lasten heben", erzählt Elias. Eine gute körperliche Konstitution ist daher ebenfalls von Vorteil.

Der Weg zum Instrument

Jemand beim Löten eines Kleinteils
Fingerspitzengefühl ist nicht nur beim Löten gefragt.

Im Schulunterricht lernt Elias neben der Fachtheorie und dem Fachzeichnen auch Kunst- und Musikgeschichte. Die meiste Zeit arbeitet er aber in der Ausbildungswerkstatt. "Im Moment haben wir die Aufgabe, ein Instrument zu reparieren und anschließend ein Portfolio über unsere Arbeit anzufertigen", sagt Elias. Ein Portfolio ist eine Zusammenstellung der wichtigsten Arbeitsschritte und -ergebnisse. "Meine liebste und gleichzeitig schwierigste Aufgabe beim Neubau einer Trompete ist, das Schallstück zu formen. Das ist das trichterförmige Ende der Trompete. Es ist faszinierend wie etwas Musikalisches aus einem Stück Blech entsteht."

Das Wichtigste zum Beruf

Ausbildungsform: duale Ausbildung im Betrieb und an der Berufsschule (alternativ: schulisch an der Berufsfachschule)

Dauer: 3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss ein. Bei einer schulischen Ausbildung sind die Zugangsvoraussetzungen der Berufsfachschule zu beachten.

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Stand: 24.07.2019