Job inside: Hörakustiker/in

Mit Feingefühl und einem Hang zur Physik

Vincent ist im dritten Ausbildungsjahr zum Hörakustiker bei der Firma Amplifon in Hamburg. planet-beruf.de erzählt er, warum er sich für diesen Beruf entschieden hat und was ihm besonders gut daran gefällt.

Eine Hörakustikerin testet das Gehör einer Frau.
Hörakustiker/innen verbinden das Handwerk mit moderner Technik.
Vincent steht an einem Empfangstresen.
Privat
Vincent hat über ein Praktikum zu seinem Beruf gefunden und ist im dritten Ausbildungsjahr zum Hörakustiker.

planet-beruf.de: Wie bist du auf diese Ausbildung gekommen?

Vincent: Nach dem Abitur habe ich ein Freiwilliges Soziales Jahr in einem Hospiz gemacht und anschließend eineinhalb Jahre studiert. Eigentlich bin ich Musiker. Ich dachte aber, man braucht was Handfestes, auf das man immer zurückgreifen kann. Dann habe ich einen Zeitungsartikel über einen Hörakustiker gelesen. Ich fand das Thema spannend und habe ein zweiwöchiges Praktikum gemacht, das mir viel Spaß gemacht hat. Danach habe ich direkt einen Ausbildungsvertrag bekommen.

planet-beruf.de: Welche Stärken muss man deiner Meinung nach für die Ausbildung mitbringen?

Vincent: Grundsätzlich kann eine Hörminderung erhebliche Einschnitte im Alltag mit sich bringen, daher sollte man Geduld, soziales Feingefühl und Empathie mitbringen. Auch Interesse für Physik und Biologie sind hilfreich.

planet-beruf.de: Wie sieht ein typischer Arbeitstag von dir aus?

Vincent: Ich bereite zuerst die einzelnen Anpasskabinen vor. Hier werden Hörtests durchgeführt und Hörgeräte individuell angepasst. Dann habe ich Kundentermine, die ganz unterschiedlich sind. Das kann eine komplette Erstanpassung von einem Hörgerät, ein Hörtest oder eine Abdrucknahme für einen Gehörschutz sein. Dazu kommen normale Serviceleistungen, Hörgeräte reinigen, prüfen, ob alles in Ordnung ist, und kleinere Reparaturen durchführen.

Ein Mann und eine Frau stehen an einem Tresen.
Die persönliche Beratung durch Fachkräfte ist sehr wichtig.

planet-beruf.de: Was gefällt dir besonders gut an deiner Ausbildung?

Vincent: Mit dem einzelnen Menschen individuell arbeiten und etwas über ihn erfahren. Man weiß, man hat das Wissen und die Technik, um ihm helfen zu können. Ich versuche, das optimale Hörgerät, das optimale Produkt für den Kunden zu finden und ihm das anzubieten, womit er zufrieden ist. 

planet-beruf.de: Weißt du schon, wie es nach der Ausbildung weitergehen soll?

Vincent: Es gibt die Möglichkeit, die Meisterprüfung abzulegen und dann direkt bei einem Hörgerätehersteller zu arbeiten. Dann könnte ich auch noch Audiologie studieren und mich mehr mit der Biologie des menschlichen Hörapparats beschäftigen. Ich sehe mich aber erst einmal eine Zeit als Geselle arbeiten.

Fakten zur Ausbildung

Tätigkeiten: Hörakustiker/innen passen Hörsysteme an die Bedürfnisse der Kunden an und reparieren Hörhilfen.

Ausbildungsform: duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule

Dauer: 3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife oder mittlerem Bildungsabschluss ein.

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Stand: 10.01.2018