Job inside: Heilerziehungspfleger/in

Kein Kind ist wie das andere

Nils und Julia sind im dritten Jahr ihrer Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger/in an der Fachschule des Diakonischen Bildungszentrums für Gesundheits- und Sozialberufe in Alfeld/Leine. Erfahre, was ihre Ausbildung so besonders macht.

Eine Heilerziehungspflegerin unterstützt ein Kind beim Malen.
Heilerziehungspfleger/innen unterstützen und fördern Kinder mit Behinderung.

planet-beruf.de: Warum habt ihr euch für diese Ausbildung entschieden?

Nils: Mein Vater hat mit Menschen mit Behinderung gearbeitet, dadurch bin ich zu dieser Ausbildung gekommen. Ich finde toll, dass man in diesem Beruf mit Kindern, Jugendlichen oder auch Erwachsenen arbeiten kann.

Julia: Ich habe ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht. Das war in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung, da habe ich den Beruf kennengelernt.

planet-beruf.de: In welchen Einrichtungen arbeitet ihr?

Julia: Wir sind zurzeit beide in der Heimstatt Röderhof. Das ist eine Einrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung in der Nähe von Hildesheim. Es gibt mehrere Wohnbereiche, eine Schule und eine Tagesförderstätte. Ich habe letztes Jahr im Wohnbereich der Kinder gearbeitet, jetzt arbeite ich in der Schule.

Porträt von Nils und Julia
Diakonisches Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe, Alfeld/Leine
Nils und Julia haben sich für die Ausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger/in entschieden.

planet-beruf.de: Welche Fähigkeiten und Stärken braucht man für die Ausbildung?

Julia: Es kommt weniger auf die Schulfächer an, sondern auf die persönliche Einstellung, man muss das gerne machen.

Nils: Vor der Ausbildung muss man z.B. auch eine einjährige Berufsfachschule oder Praktika absolviert haben.

planet-beruf.de: Welche Aufgaben machen euch am meisten Spaß?

Julia: Wir beobachten die Kinder und schauen, welche Kompetenzen sind vorhanden, welche nicht. Dann überlegen wir, wie man die Kompetenzen erhalten oder weiter ausbauen kann. In der Schule ist der Schwerpunkt z.B., Sprache zu fördern. Im Wohnbereich geht es etwa darum, dass sich das Kind selbst anziehen kann. Mir macht es am meisten Spaß, Angebote zu entwickeln und mir Fördermethoden für ein bestimmtes Kind zu überlegen.

Nils: Ja, und wenn das Kind dann etwas kann, was es vorher noch nicht konnte, das ist eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit. Wenn die Kinder in ihrer Lebenswelt glücklich und zufrieden sind, haben wir ein großes Ziel erreicht.

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Heilerziehungspfleger/innen begleiten, fördern und pflegen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung.

Ausbildungsform: Schulische Ausbildung an Fachschulen (landesrechtlich geregelt)

Dauer: 2-3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Weitere Voraussetzungen sind je nach Bundesland unterschiedlich.

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Stand: 07.09.2016
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