Job inside: Gleisbauer/in

Eine Ausbildung für Wetterfeste

André ist 18 Jahre alt und macht eine Ausbildung zum Gleisbauer bei der GP Verkehrswegebau GmbH in Halle (Saale). Nachdem er bei einem zweiwöchigen Praktikum in den Beruf reinschnuppern konnte, wusste er: Das ist das Richtige für ihn.

Ein Schienenstück
Gleisbauer/innen verlegen Schienen und Gleisanlagen für Züge, Straßenbahnen und U-Bahnen.

Andrés Arbeitstag fängt früh an. Um 07:00 Uhr steht er auf der Matte. Vorrangig verlegen er und seine Kollegen Straßenbahnschienen in Halle und Leipzig. Auch wenn das vielleicht eintönig klingt: "Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich." versichert André. "Es kann sein, dass wir entweder Schienen auswechseln oder gleich neue Schienen verlegen müssen."

Diese bauen sie vorab bei der Firma auf dem Lagerplatz mit Gleisverbindern zusammen. Danach werden sie auf die Baustelle geliefert, wo sie zusammengeschweißt werden. Es wird noch an entsprechender Stelle asphaltiert oder betoniert. "Dann verlegen wir die Schienen und bringen sie mithilfe von Gleishebern auf die richtige Höhe", erklärt André.

Die Grundlagen des Tiefbaus

Aber auch typische Tiefbautätigkeiten, wie z.B. das Pflastern, gehören zu seinen Aufgaben. Gerade im ersten Ausbildungsjahr liegt der Schwerpunkt auf dem Tiefbau. "Neben der Schule war ich hauptsächlich im Ausbildungszentrum, wo wir die Grundlagen gelernt haben, also z.B. neben dem Pflastern noch das Mauern und den Schalungsbau. Ab dem zweiten Ausbildungsjahr bin ich dann schon öfter mit auf die Baustelle gefahren."

Jetzt im dritten Ausbildungsjahr, fährt er die meiste Zeit mit auf die unterschiedlichen Baustellen und genießt die Abwechslung.

Sicherheit geht vor

Ein Gleisbauer blickt durch ein Lasermessgerät.
Genauigkeit ist wichtig, damit der Schienenverkehr problemlos rollen kann.

Natürlich sind Sicherheitsvorkehrungen bei so einem Beruf sehr wichtig. "Wir tragen immer Helm, Sicherheitsschuhe und Warnweste. Unsere Baustelle wird außerdem abgesperrt. So werden Autos und Fußgänger vorbeigeleitet." Angesprochen auf die Stärken, die man für die Ausbildung braucht, meint André: "Wichtig ist es, dass man gut im Team arbeiten kann und körperlich fit ist. Denn die Arbeit kann schon anstrengend sein. Außerdem sollte man sich nicht zu sehr vom Wetter beeinflussen lassen." Dabei zieht André sogar die Kälte vor. "Wenn es kalt ist kann man sich wenigstens warm anziehen, wenn es aber mehr als 30 Grad hat, kann man nicht viel machen außer viel Wasser trinken", lacht er.

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Stand: 07.12.2016
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