Job inside: Gärtner/in – Baumschule

Den Lauf des Jahres miterleben

Ob Heckenpflanzen oder Obstbäume – als angehender Gärtner der Fachrichtung Baumschule ist Daniel jeden Tag im Freien und hat mit verschiedenen Pflanzen zu tun. planet-beruf.de verrät er, wie sich durch seine Arbeit sein Blick auf die Natur verändert hat.

Zwei Männer begutachten einen jungen Baum.
Als Gärtner/in arbeitest du viel an der frischen Luft.

Daniel hat sich einen Kindheitswunsch erfüllt und sich nach einem Praktikum für eine Ausbildung zum Gärtner entschieden. Mittlerweile ist er im dritten Ausbildungsjahr und nach wie vor begeistert von seiner Fachrichtung: "In der Baumschule vermehrt man alle Gehölze wie Bäume, Sträucher, Rosen sowie Klettergehölze und zieht diese auf, das ist umfangreich und interessant."

Porträt von Daniel.
Privat
Daniel findet seine Ausbildung sehr vielfältig.

Saisonale Beratung

In seinem Ausbildungsbetrieb, der GartenBaumschule, ist Daniel vor allem für die Beratung und den Verkauf zuständig. Dabei gestaltet er Verkaufs- und Schauflächen, sodass sich die Kunden angesprochen fühlen. "Ich dekoriere das Gelände passend zur Saison, z.B. mit Pflanzen, die gerade blühen. Besonders empfehlen kann ich Kunden im Frühjahr z.B. die Felsenbirne. Sie blüht vor dem Austrieb weiß und hat dann einen grünen Laubaustrieb mit bronzefarbenen Spitzen. Das sieht sehr schön aus!", erzählt Daniel. Bei der Beratung erkundigt er sich beim Kunden nach den Standortbedingungen im Garten, z.B. ob es dort eher schattig oder sonnig ist, und schlägt passende Pflanzen vor.

Die Vorgänge der Natur im Blick

"Als Gärtner/in der Fachrichtung Baumschule sollte man sich für die Natur und die Vorgänge in der Natur interessieren. Außerdem sollte man wissbegierig sein – in der Baumschule haben wir mit mehr als 1.500 verschiedenen Pflanzen zu tun", erklärt Daniel. Als Gärtner/in arbeitet man viel im Freien und ist dadurch der Witterung ausgesetzt. "Man sollte keine Angst davor haben, mal nass und dreckig zu werden. Das Schöne ist, dass man dafür den Lauf des Jahres an seinen eigenen Gehölzen sieht. Vom Austrieb über die Blüte zum Fruchtschmuck, Blattschmuck bis zur Herbstfärbung und zum Laubfall. Es ist jeden Tag toll, das zu beobachten!"

Die Fachrichtung macht den Unterschied

Angehende Gärtner/innen können zwischen sieben Fachrichtungen wählen. Neben der Fachrichtung Baumschule gibt es noch folgende Fachrichtungen:
Friedhofsgärtnerei: Sie legen Grabstätten an und bepflanzen und pflegen diese. Außerdem fertigen sie Grabschmuck und beraten Kunden.
Garten- und Landschaftsbau: Beispielsweise gestalten sie Gärten und Parkanlagen, indem sie Rasen, Bäume, Büsche oder Blumen anpflanzen.
Gemüsebau: Das Anbauen von Kräutern und Gemüse wie Zwiebeln oder Spargel gehört zu ihren Aufgaben. Sie bewässern und düngen die Pflanzen
und verkaufen sie.
Obstbau: Sie produzieren Kern -, Stein- und Beerenobst wie Äpfel, Kirschen
oder Himbeeren. Sie ernten und lagern das reife Obst und vermarkten es.
Staudengärtnerei: Neben dem Züchten von Stauden wie Gartenblumen oder Gräser gehören auch die Aufzucht von Pflanzen im Freien oder im Gewächshaus
und der Verkauf dieser zu ihren Aufgaben.
Zierpflanzenbau: Sie vermehren Schnittblumen, Beet- , oder Topfpflanzen. Sie gießen, düngen und beschneiden die Pflanzen und vermarkten sie. Auch beraten sie Kunden.

Gartenbauwerker/in

Sven kniet vor einem Strauch.
Privat
Sven arbeitet gerne im Freien.

Sven, 19, Auszubildender zum Gartenbauwerker

"Schon als Kind habe ich gerne bei der Gartenarbeit mitgeholfen. Meine Ausbildung zum Gartenbauwerker mache ich in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Neben Schnittarbeiten lege ich neue Pflanzbeete an oder pflastere Wege.

Es macht mich stolz, wenn ich eine Rasenfläche neu angelegt oder Stauden gepflanzt habe – man sieht am Abend, was man alles geschafft hat. Wenn ich mit der Ausbildung zum Gartenbauwerker fertig bin, möchte ich gerne noch eine Ausbildung als Gärtner anschließen."

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Stand: 07.05.2014
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