Job inside: Fachkraft im Gastgewerbe

Menschenscheu sollte man nicht sein

Freba steht kurz vor Abschluss ihrer Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe. Eines weiß sie jetzt schon: Sie möchte bei McDonald´s weiterlernen, um beruflich weiterzukommen.

Eine Verkäuferin reicht das verpackte Essen über die Theke.
Thilo Jaeckel
Am Counter werden die Bestellungen der Gäste aufgenommen.

Bereits während ihrer Schulzeit hat Freba als Aushilfe in dem Düsseldorfer Schnellrestaurant gearbeitet. Weil sie nach dem Schulabschluss nicht so recht wusste, wie es weitergehen sollte, war sie ein weiteres Jahr bei McDonald´s beschäftigt. In dieser Zeit hat Freba festgestellt, dass ihr das Arbeiten dort viel Spaß macht. "Und da mein Chef auch zufrieden mit mir war, hat er mir angeboten, dass ich hier eine Ausbildung machen kann." Freba hat sich im ersten Schritt dafür entschieden, zunächst die 2-jährige Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe zu machen.

Was zu tun ist

Als Fachkraft im Gastgewerbe bereitet Freba im Restaurant Speisen und Getränke zu und sorgt für das Wohl der Gäste. Außerdem hat sie noch weitere spannende Aufgaben,wie die Organisation von Kindergeburtstagen und das Anlernen und Trainieren von Mitarbeitern. Doch nicht nur das. Bei McDonald´s bekommen die Azubis schon früh Verantwortung übertragen: "Da ich schon vor meiner Ausbildung hier gearbeitet habe, hat mir mein Chef etwas mehr Verantwortung gegeben. Ich koordiniere z.B. die Pausen der Kolleginnen und Kollegen und teile sie in die Stationen ein", erzählt sie.

Was die Tätigkeit ausmacht

Da muss Freba nicht lange überlegen. Ihr gefällt besonders, dass ihre Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen kommen und alle sehr gut miteinander arbeiten. "Dass sich so viele Nationalitäten an einem Arbeitsplatz verstehen können, fasziniert mich. Wir sind wie eine Familie. Jeder stärkt den anderen. Egal ob es voll ist oder wir Stress haben, wir helfen uns immer gegenseitig." Dazu kommt, dass auch die Gäste des Restaurants international sind, erzählt Freba, die selbst aus Afghanistan stammt, weiter. "Man trifft immer wieder auf Gäste, die aus einem anderen Land kommen, und spricht viel Englisch. Das macht Spaß."

Ein Mitarbeiter zeigt zwei Auszubildenden, wie ein Burger belegt wird.
Thilo Jaeckel
Für die Zubereitung der Speisen in der Systemgastronomie gibt es genaue Vorgaben.

Was man mitbringen sollte

Gefragt, was Jugendliche für die Ausbildung mitbringen sollten, antwortet Freba: "Man sollte flexibel, offen, zuvorkommend und gastfreundlich sein. Ganz wichtig ist es auch, gerne mit Menschen bzw. Gästen umgehen zu wollen. Menschenscheu darf man also nicht sein", lacht Freba. "Außerdem", so fährt sie fort, "kann die Arbeit in einem Fast-Food-Restaurant auch manchmal stressig werden. Da ist es wichtig, gelassen und geduldig zu sein."

Was danach kommt

Nach ihrer Abschlussprüfung zur Fachkraft im Gastgewerbe will Freba ein Aufbaujahr zur Fachfrau für Systemgastronomie anhängen. In diesem Aufbaujahr werden z.B. kaufmännische Inhalte oder auch Inhalte des Personalwesens vermittelt. Zusätzlich durchläuft Freba bei McDonald´s eine spezielle Managementausbildung: "Wenn ich hier anschließend übernommen werde, kann ich z.B. im Restaurant-Management arbeiten." Später hat sie die Möglichkeit, in der ganzen Welt für ihr Unternehmen zu arbeiten. "Die Standards sind überall gleich und wenn man dann auch noch Englisch sprechen kann, stehen einem viele Türen offen."

Fakten zur Ausbildung

Tätigkeiten: Fachkräfte im Gastgewerbe betreuen, bedienen und beraten Gäste. Sie nehmen z.B. Bestellungen entgegen, servieren Speisen und schenken Getränke aus.

Ausbildungsform: duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule

Dauer: 2 Jahre Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hauptschulabschluss ein.

Weiterbildung: Nach erfolgreicher Abschlussprüfung können Fachkräfte im Gastgewerbe unter bestimmten Voraussetzungen ihre Ausbildung um ein Jahr fortsetzen und z.B. die Prüfung zum/zur Fachmann/-frau – Systemgastronomie ablegen.

Ausbildung für alle in der Gastronomie

Grundsätzlich stehen Jugendlichen mit Behinderung alle anerkannten Ausbildungsberufe offen. Es gibt aber auch Ausbildungsberufe, die auf ihre besonderen Bedürfnisse zugeschnitten sind, z.B. die duale Ausbildung als Fachpraktiker/in Küche (Beikoch). Die 2- bzw. 3-jährige Ausbildung orientiert sich am anerkannten Ausbildungsberuf Koch/Köchin.

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Stand: 08.03.2017