Job inside: Designer/in (Ausbildung) - Mode

Handwerk außerhalb des Elfenbeinturms

Juliane ist im 3. Jahr ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Modedesignerin. In ihrer Schule, dem Berufsausbildungszentrum Lette Verein Berlin, lernt sie alle Bereiche kennen, die für das Modedesign relevant sind.

Eine junge Frau sitzt am Schreibtisch vor zwei Bildschirmen.
Als angehende/r Modedesigner/in, muss man z.B. auch am Computer digital Entwürfe erstellen.
Eine junge Frau begutachtet ein Stück Stoff.
Ein Gefühl für das Material ist besonders wichtig und dass man dessen Eigenheiten berücksichtigt.

Für ihre Ausbildung zur Modedesignerin hat sich Juliane entschieden, weil sie schon immer "sehr viel Spaß an dem Material Stoff an sich" hatte und "den menschlichen Körper als Grundlage" sehr spannend findet. "Nichts trägt man so nah bei sich wie Kleidung." Dabei gilt es, den Spagat zu schaffen zwischen ästhetischem Anspruch und Funktionalität. Das bedeutet, die Kleidung soll gut aussehen, aber auch praktisch sein.

Eine junge Frau sitzt am Tisch vor einem Blatt Papier und hält einen Bleistift in der Hand.
Zeichnerisches Talent ist eine gute, aber keine zwingende Voraussetzung für die Ausbildung zur Modedesignerin/zum Modedesigner.

Die Ausbildung umfasst fünf verschiedene Schwerpunkte: "Es gibt den Schnitt-/Fertigungsbereich: Hier lernen wir die Schnitterstellung und Fertigungstechnik, dazu zählt beispielsweise auch das Nähen. Dann gibt es den kreativ-zeichnerischen Bereich, also das Entwerfen der Kleidung als ein Kernfach und die Modedarstellung, wie stelle ich Kleidung auf dem Körper dar. Viertens gibt es die sogenannten CAD-Fächer, in diesen beschäftigt man sich mit dem digitalen Entwerfen und Modezeichnen und mit der Schnittkonstruktion am Computer." Hinzu kommen theoretische Fächer als fünfter Schwerpunkt. Hierzu zählen "Design-/Kunst- und Kostümgeschichte, aber auch Textile Fachkunde, Betriebswirtschaftslehre, Projektmanagement und Marketing".

Dieser Theorie-Bereich spielt dann später im Beruf auch eine entscheidende Rolle. "Man muss sich von der Vorstellung freimachen, dass man am Ende der Künstler in seinem Elfenbeinturm ist."

Ein Praktikum würde Juliane gerne in einem Atelier machen. Am liebsten bei jemandem, der sich auch mit Modellentwicklung befasst und sie an die Modebranche heranführt.

Fakten zum Beruf

Ausbildungsform: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (landesrechtlich geregelt)

Dauer: 2-3 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Für die Ausbildung wird i.d.R. ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.

Fachhochschulreife nachholen

Es besteht die Möglichkeit die Fachhochschulreife an einem Abendgymnasium oder einer Berufsfachschule nachzuholen, dadurch kann man dann z.B. Design studieren.

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Stand: 06.03.2019