Job inside: Biologisch-technische/r Assistent/in

Lernen in Labor und Schule

Der 18-jährige André hat sich nach dem mittleren Bildungsabschluss für eine schulische Ausbildung an der Rheinischen Akademie Köln entschieden: Jetzt ist er im zweiten Ausbildungsjahr zum Biologisch-technischen Assistenten und kennt sich im Labor bereits bestens aus.

Eine junge Frau bei der Arbeit im Labor.
Im Labor erlernt man während der Ausbildung die Grundlagen.

Auf die Ausbildung ist André durch seine Schwester gekommen, die selbst eine Ausbildung zur Biologisch-technischen Assistentin gemacht hat: "Naturwissenschaften fand ich schon immer interessant. Und durch ihre Erzählungen habe ich gemerkt, dass es einfach passt. So habe ich mich entschiedenen, denselben Weg zu gehen." Außerdem war ihm durch ein Praktikum bei einem Autohersteller, bei dem er Treibstoff analysiert hat, klar, dass er später auf jeden Fall im Labor arbeiten möchte.

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Porträt von André
privat
André wird Biologisch-technischer Assistent.

Schule ist nicht gleich Schule

Auch wenn eine schulische Ausbildung vor allem nach viel Theorie klingt, hat André ebenso praktischen Unterricht. So erlernt er die Grundlagen für die Arbeit im Labor: Beispielsweise wie man Bakterien anzüchtet oder Labortiere artgerecht hält.

Die theoretischen Hintergründe bekommt er in Fächern wie Mikrobiologie oder Zellbiologie beigebracht. "Für diese Ausbildung sollte man gute mathematische Kenntnisse und logisches Denken mitbringen", weiß der angehende Biologisch-technische Assistent.

Der weitere Weg

Mit der Berufsausbildung kann man in vielen Bereichen arbeiten. "Egal ob in industriellen Labors oder in der Forschung, die Chancen auf einen Arbeitsplatz stehen sehr gut", erzählt André.

André macht die Ausbildung in drei und nicht in zwei Jahren und hat dann nach dem erfolgreichen Abschluss auch die fachgebundene Hochschulreife. Somit kann er an Universitäten bestimmte Fächer und Fachrichtungen studieren. Diese Chance möchte André auch nutzen und später ein Studium beginnen. "Ich will entweder Biochemie oder Molekularbiologie studieren und dann in die Grundlagenforschung gehen", erklärt er seine Pläne für die Zukunft.

Fakten zur Ausbildung

Tätigkeiten: Biologisch-technische Assistenten und Assistentinnen bereiten Versuche mit Tieren, Pflanzen, Zellkulturen und Mikroorganismen vor und führen diese durch. Sie überwachen die Versuchsabläufe, dokumentieren die Ergebnisse und werten diese aus.

Ausbildungsform: Die schulische Ausbildung findet an Berufsfachschulen und Berufskollegs statt.

Zugangsvoraussetzungen: Vorausgesetzt wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss. Teilweise ist vor Ausbildungsbeginn die gesundheitliche Eignung für den Beruf durch ein ärztliches Attest nachzuweisen.

Mehr Infos zu dem Beruf bekommst du auf Berufe von A-Z.

Doppelqualifikation

Es gibt die Möglichkeit, einen höheren Schulabschluss in Verbindung mit einer schulischen oder einer dualen Ausbildung zu erwerben. Das heißt, du bekommst gleichzeitig einen Berufsabschluss und einen Schulabschluss, entweder die fachgebundene Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife. Angebote findest du im Internet auf www.kursnet.arbeitsagentur.de.

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Stand: 24.09.2014
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