Job inside: Ausbaufacharbeiter/in

"Die Arbeit mit Holz begeistert mich!"

Holz hat es Christoph (19) seit der Schule angetan. Für ihn war klar: "Ich möchte etwas mit Holz arbeiten." Jetzt hat er seine Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter mit dem Schwerpunkt Zimmerarbeiten bei der Haacke Fertighaus GmbH & Co. KG abgeschlossen.

Ein junger Ausbaufacharbeiter bearbeitet große Holzteile mit einem Werkzeug.
Haacke Fertighaus GmbH
Bei seiner Arbeit braucht Christoph viel handwerkliches Geschick, Ausdauer und gute Mathematikkenntnisse.

planet-beruf.de: Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden?

Christoph: In der Schule haben wir im Fach Wirtschaft-Arbeit-Technik viel mit Holz gearbeitet. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich nach Ausbildungen in diesem Bereich umgeschaut habe.

planet-beruf.de: Wie kamst du zu deiner jetzigen Ausbildungsstelle?

Christoph: Bei der Suche nach Ausbildungsstellen im Bereich Ausbaufacharbeiter/in oder Zimmerer/Zimmerin bin ich sehr schnell auf meinen Ausbildungsbetrieb gestoßen und habe mich gleich beworben. Nach einem ersten Vorstellungsgespräch wurde ich zu einem zweiwöchigen Probearbeiten eingeladen. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch das Feedback von den Mitarbeitern war gut. Danach bekam ich dann die Ausbildungsstelle angeboten.

planet-beruf.de: Wie ist der Aufbau der Ausbildung?

Christoph: Das erste Ausbildungsjahr verbringt man größtenteils in der Berufsschule und im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum (ÜAZ). Im zweiten Jahr ist man dann öfter in der Firma, hat aber immer noch den Mix mit überbetrieblicher Ausbildung und Schule. Hier erfolgt dann auch die Spezialisierung z.B. auf Zimmerarbeiten oder Stuckateurarbeiten.

planet-beruf.de: Was lernst du im Überbetrieblichen Ausbildungszentrum?

Christoph: Das ÜAZ ist eine Ausbildungswerkstatt. Hier lernen wir Grundhandgriffe und Grundverbindungen. Darüber hinaus erlernt man zusätzliche Fähigkeiten und überbetriebliche Inhalte, die im Betrieb nicht vermittelt werden können.

Ein junger Auszubildender arbeitet an einer Holzwand.
Als Ausbaufacharbeiter/in ist handwerkliches Geschick wichtig.

planet-beruf.de: Welche Aufgaben hast du in deinem Ausbildungsbetrieb?

Christoph: Mein Ausbildungsbetrieb ist im Fertighausbau tätig. Daher gehört zu meinen Aufgaben Wände zu bauen. Das beginnt mit dem Holzrahmen, die Wandbeplankung aufbringen, die Dämmung und Installationen einlegen, z.B. Kabel. In der sogenannten Teilefertigung stellen wir Kleinteile wie kleinere Fachwerkwände oder Dachgauben aus Holz her. Diese Teile gehen dann mit auf die Baustelle.

planet-beruf.de: Welche Stärken sollte man für die Ausbildung mitbringen?

Christoph: Man benötigt viel Ausdauer, handwerkliches Geschick und gute Mathematikkenntnisse. Die sind besonders wichtig, um beispielsweise Längen auszurechnen, die nicht auf der Zeichnung stehen. Auch für das Berechnen der Neigung einer Bautreppe benötigt man gute Rechenkenntnisse, damit man diese danach auch gut hoch- und herunterkommt.

planet-beruf.de: Was macht dir an deiner Ausbildung am meisten Spaß?

Christoph: Am meisten macht mir das Arbeiten mit Holz und das ÜAZ Spaß. Ich finde es toll, die Objekte zu bauen, die ein Zimmerer kennen muss. Zurzeit lernen wir beispielsweise, wie man einen Dachausschnitt vornimmt.

planet-beruf.de: Das heißt also, du möchtest gerne auch noch Zimmerer werden?

Christoph: Ja, ich hatte für das zweite Ausbildungsjahr schon den Schwerpunkt Zimmerarbeiten gewählt. Als ich mich bei meinem Ausbildungsbetrieb bewarb, habe ich vorerst einen Zweijahresvertrag für die Ausbildung zum Ausbaufacharbeiter abgeschlossen. Da meine Ausbildung gut lief, kann ich jetzt noch ein drittes Ausbildungsjahr machen und bin dann nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung Zimmerer.

planet-beruf.de: Was ändert sich im dritten Ausbildungsjahr für dich?

Christoph: Im dritten Ausbildungsjahr fahre ich mit auf Montage. Man ist dort, wo die Häuser aufgebaut werden sollen.

planet-beruf.de: Welche Pläne hast du für deine Zukunft?

Christoph: Nach meiner Ausbildung möchte ich erst ein paar Jahre in der Firma bleiben und weiterarbeiten und wenn möglich später den Meister machen.

Das Wichtigste zum Beruf in Kürze

Tätigkeiten: Ausbaufacharbeiter/innen arbeiten in handwerklichen und industriellen Betrieben des Ausbaugewerbes. Sie richten die Baustelle ein, führen Messungen durch, bereiten die Ausbaumaterialien für den Einbau vor, übernehmen ggf. erforderliche Nachbesserungsarbeiten und sind auch für Transportarbeiten zuständig.

Ausbildungsform: duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule

Dauer: 2 Jahre

Zugangsvoraussetzungen: Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die meisten Betriebe stellen Ausbildungsanfänger/innen mit Hauptschulabschluss ein.

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Stand: 08.03.2017
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