Job inside: Altenpflegehelfer/in

"Es füllt mich aus, Menschen helfen zu können!"

Im Praktikum hat Johannes festgestellt, dass ihm die Arbeit mit älteren Menschen gefällt. Nach seiner Ausbildung arbeitet er nun als Altenpflegehelfer in der Curanum Seniorenresidenz Fürth und ist froh über diese Entscheidung.

Ein junger Mann hilft einer älteren Dame auf.
Als Altenpflegehelfer/in benötigt man gutes Gespür im Umgang mit Menschen.
Portät von Johannes
Privat
Johannes schließt gerade an seine Ausbildung zum Altenpflegehelfer eine Ausbildung zum Altenpfleger an.

planet-beruf.de: Wie bist du auf den Beruf des Altenpflegehelfers gekommen?

Johannes: Nach dem qualifizierten Hauptschulabschluss habe ich mich eigentlich für eine Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel interessiert. Während eines Freiwilligen Sozialen Jahres habe ich aber meine soziale Ader entdeckt. Ich habe dann Praktika absolviert, z.B. in einem Heim für Menschen mit Behinderung und in einem Seniorenheim, was mir gut gefallen hat. So bin ich letztlich Altenpflegehelfer geworden.

planet-beruf.de: Was sind deine Aufgaben?

Johannes: Altenpflegehelfer übernehmen pflegerische Tätigkeiten in Seniorenheimen. Das ist beispielsweise die Grundpflege, also Waschen, Ankleiden usw. Ich unterstütze Fachkräfte und Altenpfleger/innen bei der Medikamentenvergabe und medizinischen Versorgung.

planet-beruf.de: Wie viele Bewohner/innen betreust du?

Johannes: In der Regel kümmere ich mich um ca. fünf bis sechs Seniorinnen und Senioren, zeitweise auch mehr. Das hängt von den Pflegebedürfnissen der Menschen ab. Die Betreuung ist aber immer Teamarbeit, man unterstützt sich gegenseitig.

planet-beruf.de: Wie sieht der Kontakt mit den Seniorinnen und Senioren aus?

Joahnnes: Ich versuche immer, mir Zeit für Gespräche mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu nehmen. Dabei erfahre ich, wie es ihnen gerade geht oder was sie beschäftigt. Man braucht ein gutes Gespür für den Umgang mit Menschen. Dieser Teil der Arbeit macht mir viel Spaß. Ich bin sehr kontaktfreudig und interessiert.

planet-beruf.de: Welche Stärken sind für den Beruf notwendig?

Johannes: Man muss viel Geduld aufbringen, z.B. bei Menschen, die durch Krankheit ihr Gedächtnis verlieren. Auch Belastbarkeit ist wichtig, da man Tod und Krankheit erlebt. Man muss sich von Anfang an klarmachen, was auf einen zukommt. Aber ich lerne auch in Fortbildungen, mit schwierigen Situationen umzugehen. Alle praktischen Arbeiten habe ich in Schulungen und während der Ausbildung gelernt. Für alle anderen Herausforderungen muss man einfach bereit sein und nach und nach Professionalität entwickeln.

planet-beruf.de: Was würdest du Jugendlichen raten, die sich für den Pflegebereich interessieren?

Johannes: Man muss für den Beruf leben und ihn mögen, das kann man nur ausprobieren, z.B. in einem Praktikum. Man erlebt jeden Tag etwas Neues und hat auch vielfältige Aufstiegschancen. Ich mache beispielsweise gerade die Ausbildung zum Altenpfleger. Wegen meiner Ausbildung zum Altenpflegehelfer kann ich diese dreijährige Ausbildung um bis zu ein Jahr verkürzen. Danach hätte ich die Möglichkeit, Pflegemanagement zu studieren oder die Weiterbildung zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen zu machen. Und bedarf an Pflegekräften gibt es sowieso.

planet-beruf.de: Was gefällt dir besonders an deinem Beruf?

Johannes: Es macht jeden Tag Spaß, auch wenn es anstrengend ist. Es füllt mich aus, Menschen helfen zu können und Dankbarkeit und Zuneigung zu erleben. Ein herzliches „Dankeschön“, nachdem ich mich um jemanden gekümmert habe, freut mich immer. Ich bin froh, dass ich die Entscheidung für diesen Beruf getroffen habe.

Fakten zur Ausbildung

Tätigkeiten: Altenpflegehelfer/innen unterstützen Altenpfleger/innen bei allen Tätigkeiten rund um die Betreuung und Pflege älterer Menschen.
Ausbildungsform: Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen (landesrechtlich geregelt).
Dauer: in der Regel 1 Jahr
Zugangsvoraussetzungen: Für die Ausbildung wird i.d.R. ein Hauptschulabschluss vorausgesetzt. Die Berufsfachschulen wählen Bewerber/innen nach eigenen Kriterien aus.
Weiterbildung: Wer beruflich aufsteigen möchte, kann z.B. eine Ausbildung als Altenpfleger/in abschließen.

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Stand: 23.09.2015
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