Interview: IT - Eine Branche mit Zukunft

Leidenschaft vor Noten

"Bei uns kommt es nicht so sehr auf die Schulnoten an, sondern im Wesentlichen auf die Leidenschaft für die IT!", sagt Bettina Kube, Personalentwicklerin bei der DTS Systeme GmbH in Herford, über die Voraussetzungen in der IT-Branche.

Ein IT-System-Kaufmann sitzt mit Headset vor seinem Notebook.
Zu den Zukunftsgebieten der IT-Branche zählt unter anderem die IT-Sicherheit.

planet-beruf.de: Wie sehen Sie die Zukunftsaussichten für Jugendliche in der IT-Branche?
 
Bettina Kube: Die sind in den meisten Bereichen der Branche sehr gut. Die IT wird in der Zukunft eine sehr entscheidende Rolle spielen, z.B. beim autonomen Fahren oder im Smart Home. Um hochqualifizierte Kräfte zu bekommen und zu wachsen, setzen wir im Unternehmen seit Jahren auf die eigene Ausbildung. Wir bilden daher zwei IT-Berufe aus: Fachinformatiker/innen für Systemintegration und IT-System-Kaufleute. Hier sehen wir die Zukunft.
 
planet-beruf.de: Wie stehen die Chancen für Jugendliche mit Hauptschulabschluss bzw. mittlerem Bildungsabschluss?
 
Bettina Kube: Bei uns haben die Jugendlichen gute Aussichten, weil es gar nicht so sehr um den jeweiligen Bildungsabschluss geht. Wir suchen Menschen mit Begeisterung für den Beruf, die wir nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss zu Spezialisten weiterentwickeln.

Bettina Kube, Personalentwicklerin bei DTS Systeme GmbH
DTS Systeme GmbH
Personalentwicklerin Bettina Kube empfiehlt, bereits im Bewerbungsanschreiben das Interesse an der IT deutlich zu belegen.

planet-beruf.de: Was sollte man als Bewerber/in mitbringen?
 
Bettina Kube: Die Leidenschaft für die IT. Besonders bei angehenden Fachinformatikern und -informatikerinnen sollte ein ausgeprägtes Interesse an der Technik vorhanden sein. Das zeigt man z.B. dadurch, dass man schon einmal einen Computer aufgeschraubt oder ein kleines Programm geschrieben hat.
 
IT-System-Kaufleute sollten sehr kommunikationsstark sein, weil sie bei uns den Kontakt zum Kunden halten und die IT-Produkte verkaufen. Absolut wesentlich ist für beide Berufe die englische Sprache. Die meisten Betriebssysteme basieren darauf, ebenso viele Zertifizierungen. Außerdem sind die Kunden oft international.
 
Daneben spielen Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit eine wichtige Rolle. Unentschuldigte Fehlzeiten auf den Zeugnissen sehen wir daher nicht gerne. Fachinformatiker/innen müssen außerdem flexibel sein. Einige Probleme beim Kunden können nur vor Ort gelöst werden, deshalb wechseln Arbeitsorte und -zeiten manchmal.
 
planet-beruf.de: Bietet das Berufsfeld auch Arbeitsmöglichkeiten für junge Geflüchtete?

Bettina Kube: Für junge Geflüchtete gibt es besonders als Fachinformatiker/in sehr gute Chancen. Die IT-Branche ist sehr offen und dynamisch. Es arbeiten Menschen vieler Kulturen zusammen und zur Verständigung einigt man sich meist auf die englische Sprache.

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Stand: 02.11.2016