Kreative Berufe mit Glas, Edelmetall und Edelsteinen

Ist alles Gold, was glänzt?

Viele Jugendliche interessieren sich für kreative Berufe, in denen man gestalterisch tätig sein kann. Die Ausbildungsplätze sind jedoch heiß begehrt und die Betriebe rar gesät. Trotzdem lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Möglichkeiten.

Eine Frau zeigt einem Mann wie man Glas schmilzt.
Ein gutes Auge und ruhige Hände werden hier benötigt.
Ein Edelstein wird aus einem Prüfgerät geholt.
Die Lichtbrechung eines bearbeiteten Edelsteins wird mittels eines Refraktometers bestimmt.

Ein gutes Auge ist gefragt

Während der Sinn für Ästhetik bei allen hier genannten Berufen unabdingbar ist, müssen Edelsteinschleifer/innen zunächst genau hinsehen, da sie die Steine im ersten Schritt nach bestimmten Kriterien sorgfältig auswählen. Im Anschluss daran werden die Stücke in die richtige Größe und erst dann in die finale Form gebracht. Neben einem guten Auge sind auch ruhige Hände wichtig, da die Arbeit meist sehr filigran ist.

Vorsicht: Zerbrechlich!

Mann mit Fensterglas
Auch als Glaser/in arbeitet man manchmal kreativ - etwa bei der Restaurierung von alten Glasscheiben.

Glasbläser/innen benötigen für die verschiedenen Aufgaben auch unterschiedliche Ausbildungen. So gibt es Glasbläser/innen, die sich auf die Herstellung von Kunstaugen für Tierplastiken oder Prothesen für Menschen spezialisiert haben. Aber auch die Produktion von Christbaumschmuck und die Glasgestaltung sind eigene Fachrichtungen. In letzterer werden künstlerische oder gestalterische Glasartikel wie Vasen oder Figuren hergestellt. Neben Geschicklichkeit ist auch handwerkliches Können nötig, um die Drehbewegungen beim Formen des Glases exakt ausführen zu können. Sobald die Stücke hergestellt wurden, können sie von Glas- und Porzellanmalerinnen und -malern behandelt oder dekoriert werden. Natürlich muss man in allen Berufen mit Glas sehr sorgfältig mit dem zerbrechlichen Material umgehen können.

Metallarbeiten

Zwar ähneln sich die Aufgaben von Gold- und Silberschmiedinnen und -schmieden und Designerinnen/Designern für angewandte Formgebung, Schmuck/Gerät, dahinter stecken jedoch verschiedene Ausbildungsarten. Gold- und Silberschmiede/-schmiedinnen, die Waren und Schmuck aus Gold, Silber, Kupfer und Messing herstellen, werden dual ausgebildet, während Designer/innen für angewandte Formgebung, Schmuck/Gerät eine Berufsfachschule besuchen und dort meist ein Auswahlverfahren durchlaufen. Sie entwerfen und produzieren künstlerisch-handwerkliche Objekte aus Silber, Gold, Platin oder Edelsteinen. Bei diesen Berufen sind neben handwerklicher Geschicklichkeit auch zeichnerische Fähigkeiten wichtig, da die Vorlagen zunächst auf Papier oder am Rechner entworfen werden.

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Stand: 11.07.2018