Bericht: Feedbackgespräche in der Ausbildung

Aufbauen statt niedermachen

Feedback bedeutet Rückmeldung. Eine Person teilt einer anderen mit, wie sie deren Verhalten wahrnimmt. In der Ausbildung wirst du immer wieder Rückmeldung von deinen Ausbildern bekommen. So gehst du damit um.

Eine junge Köchin im Ausbildungsgespräch mit einem Mann.
In der Ausbildung wirst du häufig Feedback erhalten. Wichtig ist, dass du richtig damit umgehst.
Ein Mann und eine junge Frau sitzen an einem Tisch in einer Bäckerei und besprechen sich.
Lass dir Feedback geben, so oft wie möglich!

Wenn dir ein Ausbildungs- oder Feedbackgespräch vorgeschlagen wird, solltest du das immer annehmen.

Sieh diese Gespräche als Möglichkeit, zu lernen und dich zu verbessern. Im Idealfall erhältst du eine positive Rückmeldung zu Dingen, die du gut gemacht hast.

Aber auch Kritik ist nichts Negatives, sondern soll dir dabei helfen, an dir zu arbeiten. Dafür musst du kritikfähig sein.

Kritikfähigkeit - was ist das?

Eine junge Frau zeigt anklagend mit dem Finger in die Kamera.
Kritik gelassen nehmen und daraus lernen - das solltest du können.

Kritikfähigkeit bedeutet:

  • Ein souveräner Umgang mit Kritik, die man erhält.
  • Die Fähigkeit Kritik zu äußern, ohne jemanden persönlich zu verletzen.

Nimm kritische Aussagen ernst, ohne beleidigt zu sein. Notiere dir den Kritikpunkt und denke später in Ruhe darüber nach. Wenn du etwas nicht nachvollziehen kannst, frage nach: "Ich möchte das besser verstehen, haben Sie ein Beispiel für mich?"

Wer kritisiert, sollte auch Vorschläge oder Lösungsansätze geben. Konstruktive Kritik ist immer aufbauend und möchte unterstützen. Bekommst du keine konstruktive Rückmeldung, solltest du nachfragen: "Ich möchte mich in dem kritisierten Punkt verbessern. Was schlagen Sie mir da vor?"

Wer Kritik übt, darf nie beleidigend werden. Es geht nicht darum, dass du etwas schlecht gemacht hast, sondern wie du in bestimmten Bereichen besser werden kannst.

Regeln für gutes Feedback

  • Feedback besteht nicht nur aus Kritik. Eine gute Rückmeldung sollte so aufgebaut sein:
    Positiver Punkt - Kritischer Punkt - Positiver Punkt.
  • Feedback ist vertraulich. Daher findet es meist unter vier Augen statt.
  • Feedback ist keine Verhandlung. Du musst dich nicht verteidigen. Es reicht, wenn du dich für die Rückmeldung bedankst.
  • Feedback sollte kurz und eindeutig sein.
  • Feedback ist ein Angebot. Du solltest so oft wie möglich direkt danach fragen (z.B. nach Präsentationen, erledigten Aufgaben usw.)
  • Feedback ist keine Einbahnstraße. Auch du kannst Kolleginnen und Kollegen Feedback anbieten.

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Stand: 12.12.2018